Grassau

Training in Grassau: Schults WM-Chancen gestiegen

Almuth Schult
Konnte wieder das Torwart-Training aufnehmen: DFB-Stammkeeperin Almuth Schult (M). Foto: Sven Hoppe

Bundestrainerin Martina Voss Tecklenburg versprüht große WM-Vorfreude. Zehn Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) sorgt die rechtzeitige Genesung von Stammtorhüterin Almuth Schult für zusätzliche Erleichterung.

Die 28 Jahre alte Keeperin des VfL Wolfsburg, die sich wochenlang mit einer hartnäckigen Schulterverletzung plagte, konnte im Abschlusstrainingslager der Nationalmannschaft am Chiemsee wieder torwartspezifische Übungen machen. „Sie hinterlässt einen guten Eindruck. Im Moment sind wir sehr positiv. Mal schauen”, sagte Voss-Tecklenburg in Grassau zur Fitness der deutschen Nummer eins.

Am Donnerstag (17.45 Uhr/ARD) absolviert das deutsche Team mit dem Länderspiel gegen Chile in Regensburg seine WM-Generalprobe. Voss-Tecklenburg kündigte an, dass gegen den WM-Neuling überwiegend die Formation auflaufen wird, die auch für den Turnierauftakt gegen China am 8. Juni in Rennes vorgesehen ist. „Wir wollen mit der eventuellen Startelf spielen”, sagte die Trainerin. „Der letzte Test ist immer auch ein Signal.”

Ob Schult beim Länderspiel gegen die Südamerikanerinnen im Tor steht, ist trotz der positiven Prognose noch offen. Das will „MTV” nach Gesprächen mit Schult sowie Torwarttrainer Michael Fuchs erst am Mittwoch entscheiden. Möglich ist durchaus, dass noch das letzte Risiko gescheut wird. „Wenn Almuth spielen kann, dann wird sie 90 Minuten gehen.” Aber auch ihre Vertreterinnen Merle Frohms (SC Freiburg) oder Laura Benkarth (Bayern München) genießen das Vertrauen.

Spielmacherin Dzsenifer Marozsan, die zuletzt noch erfolgreich das Champions-League-Finale mit Olympique Lyon in ihrer Geburtsstadt Budapest bestritt, sieht die Partie gegen Chile als wichtige Standortbestimmung. „Das letzte Vorbereitungsspiel ist enorm wichtig für uns”, sagte Marozsan, die wegen der großen Belastungen in den vergangenen Wochen in Grassau noch etwas reduziert trainierte.

„Wir müssen sie noch ein bisschen in Watte packen”, sagte Voss-Tecklenburg. Schließlich sind die Künste der vielleicht besten Fußball-Technikerin der Welt bei der WM unverzichtbar. „Sie ist toll in Form. Wenn sie verletzungsfrei bleibt, werden wir bei der WM eine sehr gute Dzseni erleben”, betonte die 51 Jahre alte Cheftrainerin.

„Ich bin gesund und fühle mich fit”, versicherte Marozsan am Dienstag. Von ihren Kolleginnen aus der französischen Liga wurde die 27-Jährige gerade zum dritten Mal hintereinander zur „besten Spielerin der Saison” in Frankreich gewählt. „Das bedeutet mir sehr viel und ist noch mal eine besondere Motivation”, betonte die Mittelfeldspielerin. Kein Wunder, dass Marozsan die WM in ihrer Wahlheimat kaum noch abwarten kann. „Die Vorfreude ist groß. Wir haben definitiv das Potenzial, bei dieser Weltmeisterschaft Großes zu erreichen. Für mich persönlich ist es enorm wichtig, dass wir gut ins Turnier starten und dann von Spiel zu Spiel schauen.”

Nach der Partie in Regensburg haben die Spielerinnen noch ein langes Wochenende frei, bevor der DFB-Tross am 3. Juni von Frankfurt/Main zur ersten WM-Station nach Rennes fliegt. Dann wird es ernst.

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