Hamburg (dpa)

Reaktionen zum Tod von Robert Enke

Der Tod von Robert Enke wurde mit Bestürzung aufgenommen. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert Reaktionen auf die Nachricht über die vermutete Selbsttötung des Nationaltorhüters.
Trauer       -  Fans stellen nach dem Bekanntwerden des Todes von Enke Kerzen vor die Geschäftsstelle von Hannover 96.
Fans stellen nach dem Bekanntwerden des Todes von Enke Kerzen vor die Geschäftsstelle von Hannover 96.

Bundestrainer Joachim Löw: «Es fällt mir schwer, die Gefühle zu beschreiben. Ich bin völlig schockiert, völlig leer. Mein ganzes Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie. Robert war nicht nur ein herausragender Spieler, sondern auch ein toller Mensch. Wir haben wunderbare Gespräche geführt. Er konnte zuhören und ist anderen mit unglaublichem Respekt begegnet. Fairness war für ihn immer ein wichtiger Lebensinhalt. Sein Tod ist ein immenser Verlust. Er wird uns fehlen, als erstklassiger Sportler und als außergewöhnlicher Mensch. Es ist völlig richtig, dass wir das Chile-Länderspiel abgesagt haben. Niemand fühlt sich in der Lage, in dieser Situation einfach zur Tagesordnung überzugehen. Wir haben einen Freund verloren. Das ist ein Moment, bei dem man auch im Fußball innehalten muss. Wir trauern tief um Robert Enke.»

Dieter Hecking (ehemaliger Trainer Enkes bei Hannover 96): «Viele Leute haben vieles Richtige gesagt über ihn. Es ist einfach eine Tragik um Robert Enke. Ein toller Sportsmann, ein toller Mensch, und ich bin da sehr betroffen drüber. Man konnte mit ihm über alles reden, ob es Probleme im Beruf waren, ob es private Sachen waren. Man hat immer ein offenes Ohr gefunden. Er war jedem gegenüber immer gleich, egal ob's der einfache Arbeiter war oder jemand anderes aus der Politik oder aus dem Sport. Er hat sich jedem gleich geöffnet. Das hat ihn auch so beliebt gemacht.»

Hannover-96-Präsident Martin Kind: «Das ist ganz furchtbar. Man rechnet mit vielem, aber nicht mit so etwas. Ich weiß nicht, warum es und wie es passiert ist. Ich bin sicher, dass es nichts mit Fußball zu tun hat. Er war labil. Er hat das überlagert.»

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff: «Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte.»

DFB-Präsident Theo Zwanziger: «Wir sind fassungslos und voller Trauer. Unser ganzes Mitgefühl gilt der Frau von Robert Enke und seiner Familie.»

Joseph Blatter (FIFA-Präsident): «Die internationale Fußballfamilie hat die äußerst traurige Nachricht über den Hinschied von Robert Enke erhalten. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei der Frau und der Familie von Robert Enke, und wir wünschen ihnen die Kraft, den Schmerz ertragen zu vermögen.»

Jens Lehmann (Torwart VfB Stuttgart und ehemaliger Nationaltorwart): «Robert war ein fantastischer Torwart und Mannschaftskamerad, den ich während der EM im vergangenen Jahr näher kennengelernt habe. Unsere Gedanken sind jetzt vor allem bei seiner Frau Teresa.»

Joan Laporta (Präsident FC Barcelona): «Die Anhänger des FC Barcelona trauern um Robert Enke. Ich habe ihn persönlich kennengelernt. Er war ein hochgebildeter und korrekter Junge.»

Txiki Begiristain (Sportdirektor FC Barcelona): «Enke hatte bei Barça ein fantastisches Verhalten an den Tag gelegt. Sein Tod ist ein Unglück für den Fußball, vor allem für den deutschen Fußball und für Barça.»

Nuno Gomes (Nationalspieler Portugals, früherer Teamkollege bei Benfica Lissabon): «Ich bin geschockt ... Es fällt schwer, zu glauben, dass er tatsächlich gestorben ist. Es ist ein schrecklicher Verlust für den gesamten Weltfußball, er war für die heutige Zeit ein besonderer Mensch (...). Als er (nach Lissabon) kam war er ja noch ein Junge, aber von Anfang an hat er sich darum bemüht, unsere Sprache zu erlernen, was er auch bald locker geschafft hat. Er war ein Mann, der große Lust hatte, zu lernen und sich zu behaupten. Ein wahrer Mann».

Luís Filipe Vieira (Präsident Benfica Lissabon): «Es gibt Nachrichten im Leben, die uns wegen ihrer Härte schocken. Der Tod von Robert Enke ist zweifellos eine solche Nachricht. Man ist nie darauf vorbereitet, das physische Verschwinden eines Menschen zu bewältigen, mit dem man eine gemeinsame Zeit verbracht hat und von dem man so gute Erinnerungen zurückbehält. Aber wenn die Tragödie einen so jungen Menschen wie Robert Enke trifft, ist die Frustration noch größer».

Wolfgang Holzhäuser (Geschäftsführer Bayer 04 Leverkusen): «Wir sind fassungslos, es ist furchtbar und eine Tragödie.»

Uwe Seeler (Ehrenspielführer der Nationalmannschaft): «Die Nachricht hat mich unheimlich getroffen. Das hätte ich nie und nimmer für möglich gehalten. Ich kannte Robert als einen lieben, netten Menschen und großartigen Sportler. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie. Eine Absage des Länderspiels gegen Chile wäre vermutlich nicht in seinem Sinne. Wichtig ist, dass man an ihn denkt.»

Rainer Bonhof (Vizepräsident Borussia Mönchengladbach): «Das ist eine schockierende Nachricht, mir fehlen die Worte.»

Oliver Pocher (TV-Komiker und bekennender Fan von Hannover 96): «Nicht nur die Tatsache, dass Robert tot ist, sondern auch die Umstände machen mich fassungslos. Auf diesem Wege möchte ich seiner Frau Teresa, seiner Tochter sowie seiner Familie mein aufrichtiges Beileid ausdrücken. Mit Roberts Tod verliert nicht nur Hannover 96 und der Fußball einen außergewöhnlichen Sportsmann, sondern die Welt einen großartigen Menschen, Ehemann und Vater. Er war einer der wenigen Personen, den ich in meinem Beruf als WIRKLICH besonderen Menschen kennenlernen durfte. Durch solche tragischen Momente werden einem auf unangenehme Art und Weise die tatsächlich wichtigen Dinge im Leben bewusst. Robert, Du wirst uns fehlen!»

Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt und Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball Liga): «Mir fehlen die Worte, ich bin total schockiert. Da wird einem klar, wie unbedeutend die Scharmützel in der aufgeblasenen Bundesliga sind.»

Jörg Schmadtke (Sportdirektor Hannover 96): «Ich bin fassungslos. Unser Mitgefühl gilt vor allem Roberts Frau und der kleinen Tochter. Wir werden versuchen, sie in dieser schweren Zeit zu unterstützen.»

Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): «Ich bin erschüttert. Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie. Das ist eine Tragödie.»

Landesbischöfin Margot Käßmann zeigte sich nach dem Tod von Nationaltorhüter Robert Enke tief erschüttert. «Er war ein solcher Sympathieträger! Uns alle hat gerührt, wie er mit seiner kleinen kranken Tochter und ihrem Tod umgegangen ist», sagte Käßmann. Sie bete für seine Frau und ihr kleines Adoptivkind. Möge Gott Ihnen Kraft geben in dieser so schweren Zeit. «Wir werden Robert Enke vermissen in Hannover.»

Claus Umbach (Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber): «Ich bin geschockt. So ein Schritt ist etwas Ungeheures. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Sport oder das sportliche Umfeld Auslöser dieser Tat waren. Er gehörte doch nach wie vor zum Kreis der Nationalmannschaft und hatte beste Perspektiven.»

Reinhard Rauball (Ligapräsident): «Wir sind erschüttert über den tragischen Tod von Robert Enke. Er war ein herausragender Sportsmann und ein besonderer Mensch. Wir denken in dieser schweren Zeit an seine Familie und wünschen ihr viel Kraft, um diese schwere Situation so gut wie möglich zu bewältigen.»

Thomas Bach (DOSB-Präsident): «Das ist wirklich tragisch. Wenn man sieht, wie viele Schicksalsschläge er in den vergangenen Jahren überwinden musste, wie er sich immer wieder durchgerungen hat und wieder aufgestanden ist, zeigt das seine hervorragenden menschlichen Qualitäten. Umso tragischer ist es jetzt, dass er offensichtlich keinen Ausweg mehr gesehen hat.»

Timo Hildebrand (Torwart von 1899 Hoffenheim und früherer Kollege von Enke in der Nationalmannschaft): «Nach solch einer schrecklichen Nachricht schießen einem tausend Gedanken durch den Kopf. Auch die Frage nach dem Warum. Die Antwort darauf weiß wahrscheinlich nur er selbst. Ich bin sehr traurig und möchte der Familie mein tiefes Mitgefühl ausdrücken und wünsche ihr viel Kraft, um diese schwere Situation irgendwie meistern zu können.»

Michael Preetz (Manager Hertha BSC): «Das Team von Hertha BSC ist sehr bestürzt. Robert Enke war ein bemerkenswerter Mensch und ein herausragender Sportsmann. Unser Mitgefühl und unsere Trauer gilt seiner Familie.»

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