Berlin

Mertesacker: Löw braucht keine Ausreden

Per Mertesacker       -  Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker würde es begrüßen, wenn Joachim Löw im Amt bleibt.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa | Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker würde es begrüßen, wenn Joachim Löw im Amt bleibt.

Ex-Nationalspieler Per Mertesacker sieht in einer Rückholaktion der ausgemusterten Fußball-Weltmeister durch den schwer in der Kritik stehenden Bundestrainer Joachim Löw keine Probleme.

„Ich glaube, das könnten alle verkraften”, sagte der 36-Jährige im „Aktuellen Sportstudio” des ZDF am Samstagabend. Wichtig sei für Löw, dass dieser sich jetzt die Frage stelle, „die er sich vor diesem Umbruch auch gestellt hat”, meinte Mertesacker. „Er wollte ein mutiges Zeichen setzen für Spieler, bei denen er eine Entwicklung sehen wollte”, betonte der ehemalige Bundesliga-Profi und Weltmeister von 2014 unter Löw.

Mertesacker nannte unter anderem Niklas Süle, Antonio Rüdiger, Julian Draxler oder Julian Brandt. „Hat er diese Entwicklung nicht gesehen bei diesen Spielern, muss er zurück zu der Frage kommen. Lautet die Antwort nein, die Spieler haben die Führungsrolle nicht übernehmen können, dann muss er seine Entscheidung hinterfragen und wahrscheinlich auch zurücknehmen”, sagte Mertesacker. Dabei geht es in erster Linie um die von Löw ausgemusterten Ex-Weltmeister Thomas Müller, Jérôme Boateng (beide FC Bayern) und Mats Hummels (Borussia Dortmund).

Mertesacker würde es aber begrüßen, wenn Löw im Amt bleibt. Der 60-Jährige habe noch immer den Kämpfer in sich. „Jogi Löw braucht keine Ausreden”, betonte Mertesacker. Er wird seine Schlüsse ziehen, in Sachen Personal hoffentlich die richtigen, meinte der ehemalige Nationalspieler.

Rückendeckung bekam Löw nach dem historischen Debakel am vergangenen Dienstag in Sevilla gegen Spanien auch von Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. Das 0:6 sei inakzeptabel für Deutschland wie es auch das 1:7 der Brasilianer bei der WM 2014 gegen die DFB-Mannschaft gewesen sei. „Trotzdem sollte man bei seinem Weg bleiben und man sollte bewusst diesen Weg weitergehen und jetzt nicht gleich in Panik verfallen”, sagte der 49-Jährige ebenfalls im ZDF. „Die Jungs werden wieder eine Reaktion zeigen, da bin ich mir sicher und die, die gespielt haben, werden ihre Erfahrungen draus ziehen.”

© dpa-infocom, dpa:201122-99-419523/3

Themen & Autoren / Autorinnen
dpa
Borussia Dortmund
Bundestrainer
Das aktuelle Sportstudio
FC Bayern München
Fredi Bobic
Fußball-Weltmeister
Joachim Löw
Julian Brandt
Julian Draxler
Jérôme Boateng
Mats Hummels
Niklas Süle
Per Mertesacker
Thomas Müller
Weltmeister
ZDF
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!