Stuttgart

Vogt wünscht sich Europapokal der Landesmeister zurück

VfB-Präsident Claus Vogt       -  Claus Vogt, Präsident des VfB Stuttgart, hadert mit der geplanten Reform der Champions League.
Foto: Tom Weller/dpa | Claus Vogt, Präsident des VfB Stuttgart, hadert mit der geplanten Reform der Champions League.

„Für mich ist es ein fauler Kompromiss zwischen den Interessen der Großvereine, die immer mehr verdienen wollen, und dem Verband”, erklärte Vogt, seit 2019 Vereinsboss beim schwäbischen Club. „Wenn es nach mir ginge, würde ich aus rein sportlicher Sicht den alten Europapokal der Landesmeister wieder einführen: Alle Länder können teilnehmen, es gibt spannende Ausscheidungsspiele und keine langweiligen Begegnungen in der Gruppenphase.”

Die UEFA-Exekutive will bei ihrer Sitzung am Montag entscheiden, wie die Königsklasse ab 2024 aussehen soll. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, dass 36 statt bislang 32 Teams teilnehmen sollen. Gespielt werden soll dann nicht mehr in acht Vorrundengruppen, sondern in nur einer Liga, in der aber nicht Jeder gegen Jeden antritt. Die Zahl der Partien pro Saison würde um maximal 100 deutlich ansteigen.

Vogt glaubt, dass sich weite Teile der Öffentlichkeit bei dem neuen Format abwenden könnten. „Die Einschaltquoten werden heruntergehen, weil Fans die neuen Produkte, also die zusätzlichen Spiele, nicht mehr konsumieren wollen. Es wäre klug gewesen, die Fans und Zuschauer in die Entscheidung einzubinden. Jetzt müssen die Verbände mit Protesten rechnen”, sagte er. Der Fußball müsse aufpassen, dass er jetzt die Basis nicht verliert. Auch Fan-Organisationen haben die Reformpläne der UEFA massiv kritisiert.

© dpa-infocom, dpa:210417-99-242464/2

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