Melbourne

Weiteres Tennis-Turnier für Quarantäne-Profis

Kerber       -  Für Angelique Kerber und Co. wird es im Vorfeld der Australian Open ein weiteres Turnier geben.
Foto: Rob Prezioso/AAP/dpa | Für Angelique Kerber und Co. wird es im Vorfeld der Australian Open ein weiteres Turnier geben.

Die erste Woche der Corona-Quarantäne hat Angelique Kerber schon einmal hinter sich gebracht. Weil es auf ihrem Flug nach Australien einen positiven Corona-Fall gegeben hatte, darf die deutsche Nummer eins ihr Hotelzimmer nicht verlassen.

Es sei schon „frustrierend”, nach der anstrengenden Vorbereitung nun nichts machen zu können, sagte die dreimalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin im „heute journal” des ZDF. Allerdings gebe es in Zeiten der Pandemie auch wichtigere Dinge, „da muss der Sport eben auch mal an zweiter Stelle stehen”, sagte Kerber verständnisvoll.

Um Kerber und den anderen sich noch in Quarantäne befindenden Spielerinnen den Wiedereinstieg nach der 14-tägigen Tennis-Pause zu erleichtern, passten die Veranstalter der Australian Open nun die Planungen für die Woche vor dem ersten Grand-Slam-Turnier an. So wird es im Vorfeld der Australian Open ein weiteres Turnier ausschließlich für jene Spielerinnen geben, die derzeit wegen der strikten Quarantäne-Regeln nicht trainieren können.

„Das ist für die Profis, die im harten Lockdown sind, eine besonders schwierige Situation und wir versuchen alles, um ihnen zu helfen”, sagte Turnierdirektor Craig Tiley. Die Betroffenen sollen in den Tagen vor Beginn der Australian Open auch bei der Vergabe von Trainingsplätzen bevorzugt behandelt werden.

Insgesamt finden vor den Australian Open nun drei Turniere bei den Damen und zwei Turniere sowie der ATP Cup bei den Herren statt. Alle Veranstaltungen werden im Melbourne Park ausgetragen. Durch den neuen Turnierplan vor den Australian Open verschiebt sich auch der Start des ATP Cups der Herren um einen Tag auf den 2. Februar.

Das deutsche Team um Alexander Zverev trifft beim ATP Cup auf Titelverteidiger Serbien mit dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic und Kanada. Anders als Kerber gehören Zverev, Jan-Lennard Struff und die beiden French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies zu den Profis, die ihre Quarantäne für fünf Stunden Training am Tag unterbrechen dürfen. Was vor allem auch von Vorteil ist, um sich an die Hitze in Australien zu gewöhnen.

© dpa-infocom, dpa:210124-99-150781/2

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