Rudern: Bocksbeutelregatta

ARC Würzburg siegt bei Achter-Premiere

Strahlende Premieren-Sieger: Die Initiatoren Bernd Fleischmann und Hermann Greß (hintere Reihe von links) freuen sich mit den ARCW-Ruderern Ulrich Volmer, Jakob Glesius, Arne Piontek, Konstantin Steinhübel, Sebastian Kiesel und Andreas Holz (ARCW-Vorsitzender) sowie (vorne von links) Joachim Agne, Lucas Jacobs, Dominik Hoffmann und Karin Volmer. Foto: Dominik Grosspietsch

Konstantin Steinhübel wirkt glücklich, als er aus dem Achter steigt. „Das war eine tolle rudertechnische Heimkehr“, freut sich der 25-Jährige nach dem Triumph des Bootes des Akademischer Ruderclubs Würzburg (ARCW) bei der Premiere des „Bayern-Express-Achter“-Rennens, „ich fühle mich hier richtig wohl, zudem macht das Rudern im Achter immer richtig viel Spaß.“ Man merkt: Trotz seiner zahlreichen internationalen Erfolge genießt der amtierende WM-Vierte im Leichtgewichts-Männer-Einer das Treiben rund um die sogenannte „Bocksbeutel-Langstrecke“ in vollen Zügen.

Damit ist der gebürtige Hamburger nicht allein. 248 Meldungen übertrafen im Vorfeld den 2014 aufgestellten Rekord um 13 Zusagen. Dementsprechend positiv fällt das Resümee von Regattaleiter Tilman Schenk aus: „Bis auf ein paar Verzögerungen lief die Bocksbeutel-Regatta reibungslos ab. Dass die Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Würzburg gekommen sind, zeigt, wie schön es hier ist.“

1000 Euro Preisgeld

Weniger glücklich zeigen sich indes die Initiatoren des mit Spannung erwarteten „Bayern-Express-Achter“-Rennens, das in diesem Jahr das Highlight der Wettkämpfe darstellt. Obwohl nach der Absage im Vorjahr die Ausschreibung rechtzeitig bekannt gemacht und erneut ein Preisgeld von 1000 Euro ausgelobt wurde, gab es nur drei Meldungen. „Ich bin ein bisschen enttäuscht“, gibt Vollblut-Ruderer Hermann Greß zu, der 1981 bei der Ruder-WM in München Teil des heute legendären „Bayern-Express“-Teams war. Über die Gründe des mäßigen Zuspruchs kann der heute 60-Jährige nur spekulieren. „Das Rudern im Achter war für mich immer ein tolles Erlebnis“, erzählt er, „alle Ruderer müssen ihre Kraft gleichzeitig einsetzen, sonst kommt das Boot nicht in Fahrt. Entsprechend wichtig ist dabei das Vertrauen zueinander.“

„Der Achter-Wettbewerb sollte ein zusätzlicher Impuls für die Bocksbeutel-Regatta und den Rudersport in Bayern sein“, stellt Bernd Fleischmann, U-23-Ruder-Europameister von 1979 und „Express“-Mitglied, klar. Und genau da liegt die Krux: Das Kräftemessen war im Vorfeld auf Vereinsmannschaften und Renngemeinschaften aus maximal vier Vereinen beschränkt worden, die alle Mitglieder des Bayerischen Ruderverbands sein müssen. So kam es, dass die eigentlich siegreiche Renngemeinschaft mit Athleten aus Würzburg, Schweinfurt, Schwerin, Hamburg und Celle dann doch dem ARCW den Vortritt lassen musste, weil sie außer Konkurrenz angetreten war.

„Vielleicht kommt die geringe Teilnehmerzahl auch daher, dass gerade die erste Semesterwoche zu Ende gegangen ist und viele Studenten nicht nach Hause kommen“, mutmaßt Steinhübels Teamkollege Ulrich Volmer hernach, der sich davon aber nicht die Laune verderben lassen will. „Wir haben uns schon im Vorfeld darauf gefreut, im Achter rudern zu dürfen und wollen auch im nächsten Jahr wieder an den Start gehen.“

Alle Ergebnisse gibt's hier:

www.regattaverein-wuerzburg.de

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