Fußball: Bayernliga

Benjamin Schömig verlässt den WFV

Wenn der 32-Jährige im Sommer seine Fußballschuhe an den Nagel hängt, wird er wohl über 400 Partien für die Zellerauer gespielt haben. Dann erfüllt er sich einen Traum.
Will bis zum letzten Tag alles für den WFV geben: Urgestein Benjamin Schömig (links, im Zweikampf mit Elia Bifano von der SpVgg Hof).
Will bis zum letzten Tag alles für den WFV geben: Urgestein Benjamin Schömig (links, im Zweikampf mit Elia Bifano von der SpVgg Hof). Foto: Heiko Becker

Fußball, Bayernliga Nord
Würzburger FV – DJK Vilzing
(Samstag, 14 Uhr, Sepp-Endres-Sportanlage)

Benjamin Schömig ist das Gesicht des Fußball-Bayernligisten Würzburger FV (7./31), der am heutigen Samstagnachmittag an der Mainaustraße die DJK Vilzing (2./47) empfängt. Der 32-Jährige spielt seit 2006 durchgehend für die Zellerauer, hat für sie bisher schon 396 Partien absolviert – und wird den Verein im Sommer verlassen. Das bestätigte Schömig am Freitagmittag auf Nachfrage.

"Ich wollte schon immer ins Trainergeschäft einsteigen. Jetzt habe ich die große Chance bekommen, im leistungsorientierten Jugendfußball zu arbeiten", berichtet der B-Lizenz-Inhaber, ohne schon den konkreten Klub nennen zu wollen. Nun werde er erstmal bis zum letzten Tag alles für den WFV geben - und damit wohl am Ende über 400 Spiele für die Zellerauer auf dem Buckel oder besser gesagt, in den Füßen haben. "Es ärgert mich daher auch, dass ich momentan verletzt bin", sagt Schömig, der sich mit einer entzündeten Sehne im Fuß herumschlägt und daher im Duell mit den Vilzingern zum Zuschauen verdammt ist.

Noch ein Spiel Rotsperre für Dennie Michel

Der Defensivspieler, der in Güntersleben wohnt, ist beileibe nicht der einzige Verletzte im WFV-Kader. Hinzu kommt die noch ein Match laufende Rotsperre von Dennie Michel. Daher wird sich die Mannschaft fast von alleine aufstellen. "Wir wollen mit den Spielern, die uns zur Verfügung stehen, dagegenhalten", macht WFV-Coach Berthold Göbel deutlich. Im letzten Test hat das ganz famos geklappt. Da besiegten die Blauen auf ihrem Kunstrasen den Ligadritten SV Seligenporten mit 2:1.

Dort wird auch die Partie gegen Vilzing ausgetragen. "Der Hauptrasen ist so von Schlamm untersetzt, dass beim Grätschen die Gefahr besteht, dass sich größere Stücke lösen", erklärt WFV-Vorstandsvorsitzender Roland Metz. Und ein zweites Mal wollte man die schon einmal verschobene Begegnung nicht absagen. Mit einem Sieg könnten die Oberpfälzer die Tabellenspitze übernehmen, wenn der SC Eltersdorf im parallel ausgetragenen Spitzenspiel in Seligenporten nicht gewinnt.

WFV muss Ex-Drittligaspieler im Auge behalten 

Bei ihrem Vorhaben, Vilzing in Würzburg nicht auf den Thron zu lassen, sollte die WFV-Verteidigung unbedingt auf André Luge Acht geben. Der beidfüßige Ex-Drittligaspieler (SSV Jahn Regensburg, Carl Zeiss Jena) hat bereits 19 Saisontore erzielt und acht Treffer vorbereitet. Im Hinspiel traf Luge beim 3:0 zweimal für den Chamer Stadtteil-Klub. "Die Vilzinger haben auch sonst sehr viel Qualität", weiß Göbel. Der Kroate Ivan Milicevic etwa bringt es auch schon auf 12 Treffer und acht Vorlagen. Das Geläuf dürfte kein Vorteil für den WFV sein. Denn auch das Team von Christian Stadler kann auf Kunstrasen trainieren.

Nach den Abgängen von WFV-Routinier Benjamin Schömig und dem jungen Torwart Julian Koch, der sich bereits zum 1. April studienbedingt nach Köln orientiert, ist bei den Zellerauern auch der erste Sommer-Neuzugang bekannt geworden. Demnach wechselt Moritz Renninger vom Landesligisten TSV Lengfeld an die Mainau. Der 21-Jährige hat alle höheren Jugendklassen des FC 05 Schweinfurt durchlaufen und sich in Lengfeld einen Stammplatz erkämpft. Schon zum Jahresanfang kam Lukas Irmgrund vom Ligakonkurrenten TSV Karlburg. Er ist allerdings noch verletzt – genauso wie Moritz Lotzen, Jasmin Kadiric, Jayson Tuda, Mamadou Bah und Max Reinders.

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