HANDBALL: BAYERNLIGA

Bergtheims Reaktion und Revanche

Die Heimserie der HSV-Handballerinnen hält: Gegen Günzburg sorgen sie sogar für Jubelstürme - wenn auch am Ende nicht mehr bei ihren Trainerinnen.
Lisa Seibert war mit sieben Toren zweitbeste Werferin der Handballerinnen des HSV Bergtheim beim Heimsieg über den VfL Günzburg (links Alena Harder).  Foto: Heiko Becker

Bayernliga, Frauen
HSV Bergtheim – VfL Günzburg 37:32 (19:10)

Die Auswahl an Brötchen und Stangen könnte beim HSV Bergtheim viel größer nicht sein. Wahlweise sind sie mit Käse, Mett, Wurst und sogar Lachs belegt. Wer es in der Pause nicht ins Foyer schafft, dem werden von Jugendlichen in einem Rollwagen Essen und Getränke direkt an den Tribünenplatz geschoben. Die Bergtheimer Helfer tun alles, damit sich ihre zahlreichen Gäste während der Heimspiele in der Willi-Sauer-Halle wohlfühlen.

Wenn dann noch dazu die Handballerinnen – so wie am Samstagabend beim 37:32 (19:10)-Sieg über Günzburg – für Jubelstürme sorgen, sollte jeder zufrieden nach Hause gegangen sein. Dabei waren die HSV-Frauen mit nur einem Punkt aus zwei Auswärtsspielen alles andere als flüssig ins neue Jahr gestartet. Weil sich das Spitzenduo aus Gräfelfing und Erlangen hingegen keine Blöße gegeben hatte, mussten die Bergtheimerinnen in der Tabelle nach ganz oben abreißen lassen. Das aber sorgte für keinen Verdruss beim HSV. "Nach den durchwachsenen Leistungen in fremden Hallen war das diesmal eine tolle Reaktion des gesamten Teams", lobte Michaela Lehnert. Und ihre Mittrainerin Karin Wehner bemerkte: "In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft alle Vorgaben perfekt umgesetzt."

Zehn-Tore-Führung nach 20 Minuten

Mit einer 5:1-Deckung und einer vorgezogenen Anna Zimmer hatten die Gastgeberinnen dem VfL Günzburg frühzeitig die Butter vom Brot genommen. Und auch vorne lief es gut. Allen voran Anna-Maria Renner brachte ihre Würfe geschmeidig im gegnerischen Tor unter. "Heute hat das Handballspielen echt Spaß gemacht", sagte die Rückraumspielerin später.

Auch die beiden Außen Lisa Seibert (rechts) und Svenja Winheim (links) hatten praktisch keinen Fehlwurf. Winheim brachte zudem alle drei Siebenmeter im Kasten unter. So führte Bergtheim in diesem Verfolgertreffen bereits in der 20. Minute mit 16:6, zur Pause stand es 19:10. Nun muss man den Donaustädtern zu Gute halten, dass sie frühzeitig auf ihre beiden besten Werferinnen verzichten mussten: Lena Götz und Martina Jahn fielen beide mit Knieproblemen aus.

Seit 8. Dezember 2018 zu Hause ungeschlagen

"So erfahren sind wir dann auch nicht, dass wir das kompensieren können", erklärte Jürgen Kees, der die Schwaben gemeinsam mit seinem Bruder Peter coacht. "Wir sind von Anfang an in der Abwehr nicht zurechtgekommen. Die zweite Halbzeit war ein Charaktertest, da haben wir uns nochmal rangekämpft." Doch insgesamt habe man sich das natürlich ganz anders vorgestellt.

Ein deutlicheres Ergebnis hätten sich Lehnert und Wehner erhofft. Am Ende ließ ihre Sieben den Günzburgerinnen zu viele Freiräume, die diese zu einfachen Tore nutzten. "Da müssen wir hinten über 60 Minuten aufpassen", konstatierte Wehner. Doch letztlich änderte das nichts mehr an der erhofften Reaktion und Revanche für das 29:31 im Hinspiel. Bergtheim bleibt damit weiter seit dem 8. Dezember 2018 zu Hause unbesiegt.

Zwei neue Gesichter

Zwei neue Gesichter haben zuletzt die erste HSV-Mannschaft aufgefrischt. So gab das erst 16-jährige Eigengewächs Hannah Lichtlein, die jüngere Schwester von Drittliga-Spielerin Lisa (TSG Ober-Eschbach) am Samstagabend auf der linken Rückraumposition ihr Heimdebüt. Und die vielseitig einsetzbare Lena Riedel, die zuletzt ebenfalls für Ober-Eschbach gespielt hat, kehrte vor einiger Zeit zurück, um sich beim HSV fit zu halten. Beim jüngsten Auswärtsspiel in Winkelhaid (30:30) sprang sie ein, diesmal fehlte sie beruflich bedingt. "Lena macht kein großes Aufheben um ihre Rückkehr. Sie hilft uns sporadisch, wenn sie kann", so HSV-Trainerin Lehnert.

Die Statistik des Spiels

Bergtheim: Mathan (1.-14.), Kunzmann (15.-60.) – Deckert 2, Seibert 7, Gerdes, Albert, Bausenwein 3, Winheim 6/3, Zimmer 1, Winkler 3, Renner 9, Schwalbe 4, Lichtlein 2.
Günzburg: Gremmelspacher, Hoffmann – Götz 2, Harder 7, Kubasta, Stoll 4, Engelmann 2, Schütte, Sperandino 1, Christel 5/1, Jahn 2, Porkert 9.
Siebenmeter: 3/3 : 2/1.
Zeitstrafen: 7:9.
Rot: Kubasta (55., drei Zeitstrafen, Günzburg).
Schiedsrichter: Balzner/Schreiner (beide Gefrees).
Zuschauer: 300.
Spielfilm: 3:3 (5.), 7:3 (8.), 10:6 (13.), 16:6 (20.), 19:10 (Halbzeit), 22:14 (34.), 25:19 (39.), 29:19 (42.), 36:30 (58.), 37:32 (Endstand).

Die Bayernliga-Spiele der Männer im Stenogramm

DJK Waldbüttelbrunn – HSC 2000 Coburg II 22:25 (9:14)
Tore für Waldbüttelbrunn: Bardina 9, Glöggler 4, Paul 3, Stumpf 3, Renz 2, Tendera 1.

HT München – SG DJK Rimpar II 21:20 (12:14)
Tore für Rimpar: Dürr 4/2, Karle 4, Mohr 3, Schömig 3, B. Gräsl 2, Huber 2/1, Fischer 1, Keidel 1.

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