LEICHTATHLETIK

Carmen Försters schnelles, aber einsames Rennen

Wieder einmal Schnellste: Carmen Förster gewann in souveräner Manier den TakeNet-Funlauf im Rahmen des Würzburger Marathons.
Wieder einmal Schnellste: Carmen Förster gewann in souveräner Manier den TakeNet-Funlauf im Rahmen des Würzburger Marathons. Foto: C. Weiss

Der TakeNet-Funlauf gehört schon seit einigen Jahren zum Programm beim Würzburger iWelt-Marathon. In diesem Jahr ging es dreieinhalb Stunden nach dem Marathon-Startschuss erstmals auf offiziell vermessener Strecke exakt zehn Kilometer lang am Main entlang und durch die Innenstadt. 321 Männer und Frauen waren bei der Premiere dabei. Auch um zu testen, ob der neue Kurs vielleicht ein wenig schneller sein könnte, als die vier Runden um die Residenz, die bei Würzburgs bekanntestem Zehn-Kilometer-Straßenlauf – dem Residenzlauf – Ende April unter die Füße genommen werden.

Bei beiden Wettbewerben dabei war mit Carmen Förster ein Urgestein der hiesigen Laufszene. In 38:50 Minuten war die 42-Jährige am Sonntag nicht nur Schnellste bei TakeNet-Funlauf, sondern auch 25 Sekunden fixer als bei ihren Runden um die Residenz. Daraus allerdings ableiten zu wollen, dass sich die zweifache Mutter aus Estenfeld fortan auf den Marathon-Termin konzentrieren möchte, wäre weit übers Ziel hinausgeschossen.

Zwar gefällt Carmen Förster der Kurs beim Funlauf und sie hält die Strecke „wahrscheinlich“ auch für etwas schneller, aber mehr Spaß hat ihr zumindest in diesem Jahr der Residenzlauf gemacht. „Ich laufe ja generell gerne in Würzburg, leider war das Wetter bei beiden Veranstaltungen beileibe nicht optimal. Aber am Sonntag hat zu einem die Konkurrenz gefehlt, zum anderen war ganz wenig los an der Strecke. Irgendwie hatte ich das Gefühl, Würzburg sei im Mittagsschlaf. Für mich war das ein richtig einsames Rennen“, sagte die 42-Jährige. Im Gegensatz zum Residenzlauf, wo an mehreren Abschnitten des 2,5-Kilometer-Kurses „massig Zuschauer stehen und einen total puschen“.

Ein flottes Trio aus Eritrea

Eher gegenseitig puschen sich drei Jungs aus Eritrea, die als unbegleitete Flüchtlinge nach Deutschland kamen, im Würzburger Steinbachtal eine neue Heimat gefunden haben und nunmehr die unterfränkische Laufszene aufmischen. Schon am vergangenen Mittwoch in Eibelstadt, beim dem Marathon vorgeschalteten Firmenlauf, war das unter „Team GERitrea“ startende U-20-Trio nicht zu schlagen – und genauso lief es auch beim TakeNet-Funlauf.

Esseyas Hadush rannte am Sonntag nach 33:57 Minuten als Erster durchs Ziel, gefolgt Mebrahtom Gebrehiwet (34:02) und Filimon Habtmicael (34:42). Vier Tage davor am Mittwochabend beim Firmenlauf in Eibelstadt hatte die Reihenfolge Gebrehiwet (20:49), Hadush (20:50) und Habtmicael (21:03) gelautet.

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