Eibelstadt

Der TSV Eibelstadt muss finanzielle Einbußen hinnehmen

Sportlich gesehen war die Saison für die alle Volleyball-Teams ein Erfolg.
Trotz abgebrochener Saison haben Eibelstadts Drittliga-Volleyballer Grund zum Feiern.
Trotz abgebrochener Saison haben Eibelstadts Drittliga-Volleyballer Grund zum Feiern. Foto: Nils Pieper / Pieper Perspektiven

Die Volleyballsaison wurde, wie Spielzeiten in manchen andren Sportarten auch, im März für beendet geklärt. Das bedeutet, dass ausstehende Partien nicht mehr ausgetragen, Meistertitel nicht vergeben und Relegationsturniere nicht gespielt werden.  Darauf einigten sich der Deutsche (DVV) und der Bayerische (BVV) Volleyball-Verband mit Beginn der Corona-Krise in Deutschland. Für die Volleyballer des TSV Eibelstadt hat dieser Entschluss sowohl  positive als auch negative Folgen.

Sportlich gesehen profitieren alle Teams vom Saisonabbruch. Die Männermannschaft, die in der dritten Liga aufschlägt, beenden die Spielzeit auf Rang eins. Bereits Anfang 2020 hatte die Volleyball Liga angefragt, ob sie am Lizenzierungsverfahren für die zweite Liga teilnehmen wollen. „Spieler und Trainer lehnten das aber intern mit deutlicher Mehrheit ab“, erklärt Stefan Sebold, Vorsitzender des Vereins auf Nachfrage dieser Redaktion. Zu hoch wäre sowohl der zeitliche Aufwand für das Team – bestehend aus Berufstätigen und Studenten – als auch die finanzielle Mehrbelastung gewesen. „Wir würden einen mittleren fünfstelligen Betrag an Sponsorengeldern benötigen, was für Volleyball in Eibelstadt nicht zu erreichen ist“, verdeutlicht Sebold.

Klassenerhalt trotz Relgationsrang

Die Frauen in der dritten Liga und die Reservemannschaft der Männer in der Bayernliga halten die Klasse, obwohl sie jeweils auf einem Abstiegsrelegationsplatz standen.  Nach oben geht es für die Reserve der Frauenmannschaft, die als Zweitplatzierte in der Landesliga Nord-West nun zum Aufstieg in die Bayernliga berechtigt ist. Ebenso steigt bei den Männern die dritte Mannschaft auf – als Spitzenreiter geht es von der Bezirksklasse in die Bezirksliga. Die dritte Mannschaft der Frauen verbleibt in der Bezirksklasse.

Schmerzhaft für den Verein sind die finanziellen Einbußen. Es fehlen Eintrittsgelder und Verkaufserlöse von vier ausgefallenen Heimspielen. „Das macht rund 20 Prozent des Volleyballetats aus“, erklärt Sebold. Er befürchtet, dass sich Sponsoren in der kommenden Saison eher zurückhaltend zeigen könnten. Für die regelmäßig im Sommer ausgerichteten drei Beach-Volleyball-Turniere sind ebenfalls noch keine Termine vergeben. Wahrscheinlich fallen auch sie und damit potenzielle Einnahmen aus. „In wirtschaftlicher Hinsicht wird es spannend“, fasst Sebold zusammen, „aber sobald es wieder möglich ist, werden wir die Aufstiege trotzdem feiern, auch wenn es keine offiziellen Meister gibt“.

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