BASKETBALL: BUNDESLIGA

Die Baskets bleiben nach Sieg auf Play-off-Kurs

Basketball - easyCredit BBL - s.Oliver Wuerzburg - Eisbaeren Bremerhaven
Jan Niklas Wimberg (links) versucht hier den Würzburger Brad Loesing zu stoppen, der vier Punkte zum Sieg der Gastgeber beisteuerte.HEIKO BECKER Foto: Foto:

Mit dem nächsten Kraftakt hat Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg seine imposante Serie ausgebaut und am Sonntagnachmittag gegen den Tabellen-Vorletzten Eisbären Bremerhaven in einer bis in die Schlussminute hinein offenen Partie mit 80:71 (37:31) den 15. Saisonsieg eingefahren. Vor 2951 Zuschauern in der s.Oliver Arena war es der elfte aus den letzten 14 Begegnungen, und der dritte binnen acht Tagen nach den Erfolgen vergangenen Samstag in Jena (82:78) und am Donnerstag gegen Frankfurt (72:63).

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„Ich bin erleichtert, dass wir in diesen Partien keine Federn gelassen haben und uns vor dem Liga-Endspurt so positioniert haben, dass wir ein ernstzunehmender Play-off-Anwärter sind. Heute haben zwei gute Viertel in der Defensive gereicht, um zu gewinnen“, resümierte Cheftrainer Denis Wucherer. „Ich habe das Gefühl, ich sage jetzt zum dritten Mal in Serie, dass es ein Arbeitssieg war. Es war sicher nicht immer schön, aber wir haben am Ende wieder einen Weg gefunden, die Partie für uns zu entscheiden“, freute sich Flügelspieler Florian Koch, der mit insgesamt 14 Zählern erstmals in dieser Saison bester Baskets-Werfer war und mit obligatorische Sieger-Humba anstimmen durfte.

Entscheidender Mann in den Schlusssequenzen der Partie war allerdings nicht der 27-Jährige, die Rolle des Matchwinners fiel Xavier Cooks zu. Über weite Strecken der Partie agierte der in den vergangenen Wochen bärenstarke Australier unglücklich, versuchte vergeblich mit Einzelaktionen das (Wurf-)Glück zu erzwingen, traf nur einen seiner fünf Versuche aus dem Feld.

Xavier Cooks grinst schelmisch

In der Crunchtime war aber auf den 23-jährigen Rookie Verlass: zunächst traf er 56 Sekunden vor Spielende per Drei-Punkte-Wurf zum 77:68, um nur 27 Sekunden später noch mal aus der Distanz zum 80:71-Endstand einzunetzen. „Ehrlich gesagt waren die Optionen für die beiden Angriffe andere“, sagte der 2,03 Meter große Flügelspieler mit einem schelmischen Grinsen, und ergänzte: „Auch wenn ich die beiden letzten Spiele offensiv etwas geschwächelt habe, habe ich das Selbstvertrauen und auch grünes Licht vom Coach, die Würfe dann zu nehmen, wenn sie sich anbieten.“

Dass die Gastgeber gegen die auswärts seit November sieglosen Eisbären überhaupt so lange um den Erfolg zittern mussten, hatten sie sich zu einem Gutteil selbst zuzuschreiben. Immer wenn sich die Heim-Fünf ein wenig absetzen und die Partie scheinbar unter Kontrolle bringen konnte, leisteten sie sich Nachlässigkeiten, die die gegen den Abstieg kämpfenden Gäste ziemlich humorlos ausnutzten.

So hatten die Würzburger nach ausgeglichenem ersten Viertel (20:20) im zweiten Abschnitt defensiv einen Gang hochgeschaltet und sich bis zur Halbzeit dank nur elf Gegen-Punkten ein Sechs-Punkte-Polster (37:31) geschaffen. Im hektischen und zerfahrenen dritten Viertel – allein hier verteilten die abermals wenig souveränen Schiedsrichter 27 (!) Freiwürfe auf beiden Seiten nach nur vier in der ersten Halbzeit – gelang es den Würzburger nicht, die Kontrolle über die Partie zu behalten. „Wir haben in dieser Phase die Bretter nicht gut kontrolliert und nicht gut auf den Ball aufgepasst. Und Bremerhaven steht mit dem Rücken zur Wand, die haben nicht aufgegeben“, sagte Koch.

Baskets erhöhen die Intensität

Die Eisbären drehten die Begegnung, lagen sogar 54:50 in Front (27.) – es sollte jedoch die letzte der Partie bleiben. Mit einer knappen 60:59-Führung gingen die Baskets in den Schlussabschnitt, wo sie wie schon drei Tage zuvor gegen Frankfurt die Intensität in der Verteidigung noch einmal erhöhten und wie schon gegen die Hessen in den letzten zehn Spielminuten nur noch zwölf Zähler zuließen.

„Wir haben es zu sehr im Eins-gegen-Eins probiert, während Würzburg am Schluss einfach konsequenter war und ein paar wichtige Würfe getroffen hat,“ sagte Eisbären-Coach Michael Mai – und meinte neben Cooks‘ beiden Dreiern sicher den von Skyler Bowlin. Der US-Spielmacher hatte nicht nur über weite Strecken sein Bremerhavener Pendant Chris Warren gut im Griff, sondern traf 1:42 Minuten vor Ende ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum 74:68 – mitten hinein ins Eisbären-Herz.

„Offensiv war das über weite Strecken okay heute. Aber wir müssen jetzt den nächsten Schritt machen, denn die kommenden Aufgaben werden sicher nicht leichter“, warf Wucherer den Blick voraus auf das knackige Liga-Restprogramm mit Begegnungen gegen die sechs vor den Baskets platzierten Teams und natürlich das Halbfinal-Hinspiel im EuropeCup-Wettbewerb. Dort sind die Würzburger am Mittwoch um 20.30 Uhr beim norditalienischen Traditionsklub Pallacanestro Varese zu Gast.

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Xavier Cooks (links) kam auf zehn Punkte und setzt sich hier gegen Darnell Jackson (Bremerhaven) durch. HEIKO BECKER Foto: Foto:

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