FUSSBALL

Die neue SG der Erzrivalen bleibt ungeschlagen

Funktionieren zwei rivalisierende Vereine als Spielgemeinschaft? Darum profitieren Sommerhausen und Winterhausen von der gemeinsamen Sache - und sind erfolgreich.
ASV-Torwart Matthias Schmelzeisen ahnt die richtige Ecke, kommt aber nicht mehr an den Ball: Der SG-Kapitän Philipp Keßler trifft vom Punkt zum 2:1.
ASV-Torwart Matthias Schmelzeisen ahnt die richtige Ecke, kommt aber nicht mehr an den Ball: Der SG-Kapitän Philipp Keßler trifft vom Punkt zum 2:1. Foto: Hans Will

SG Sommerhausen/Winterhausen - ASV Rimpar II 4:1 (2:1)

Sowohl im Lager der TSG Sommerhausen als auch beim FC Winterhausen gab es nicht wenige, die die Fusion kritisch sahen. Gemeinsame Sache mit dem Erzrivalen machen, geht das denn gut? Die zu Saisonbeginn neu geschaffene SG Sommerhausen/Winterhausen kann diese Frage klar bejahen. Gegen die Reserve des ASV Rimpar streicht das Team des Trainerduos Felix Vetter und Christian Kohl einen 4:1-Heimsieg ein und bleibt damit in der Kreisklasse Würzburg 1 ungeschlagen.

Das ist für Spielertrainer Vetter jedoch kein Grund, die Saisonziele nach oben zu korrigieren. Vor dem Rundenbeginn hatte die Mannschaft als Maxime angegeben, erst einmal zueinander finden zu wollen. "Wir hatten einen guten Saisonstart und wollen diesen Trend beibehalten", sagt der gebürtige Schwabe. "Aber wir dürfen diese Spiele auch nicht überbewerten und von der Tabellenspitze reden, das wäre Quatsch." Zudem müsse man beachten, dass die Mannschaft bisher keine verletzungs- oder urlaubsbedingten Ausfälle hatte.

Und das soll so bleiben. An Personal mangelt es Vetter und Kohl gewiss nicht. Bedingt durch den Zusammenschluss haben die beiden einen extrem breiten Kader zur Verfügung - was auch Konfliktpotenzial birgt, können schließlich nur elf Mann in der "Ersten" auflaufen. "Der breite Kader tut uns aber eher gut", entgegnet Vetter. "Jeder will spielen, keiner ist gesetzt. Deshalb kann sich niemand ausruhen, der Konkurrenzkampf spornt die Jungs zusätzlich an."

Spielertrainer Felix Vetter fehlt im Aufgebot

Einen weiteren Platz hatte Kohl gegen den ASV Rimpar II aber frei, Vetter war im Urlaub. Ohne den Leitwolf auf dem Rasen verschliefen die Hausherren die Anfangsphase - und lagen schnell zurück, nachdem Lukas Holleber auf Zuspiel von Sadia Balde einnetzte (8.). Den Ausgleich Marke Traumtor besorgte Philipp Keßler: Sein Drehschuss aus 20 Metern touchierte die Unterkante der Latte und landete unhaltbar hinter ASV-Torhüter Matthias Schmelzeisen in den Maschen (15.).

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SG Sommerhausen/Winterhausen - ASV Rimpar II

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Die Partie auf dem Karl-Steinmann-Sportgelände in Sommerhausen verlor in der Folge an Qualität, was hauptsächlich der ruppigen Gangart beider Kontrahenten geschuldet war. "Der ASV hat sehr körperbetont agiert und hat das vor allem in der Defensive gut gemacht. Da hat uns die nötige Ruhe gefehlt", resümierte Kohl. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es Schiedsrichter David Williams aber zu viel: Bei einem Eckstoß ging SG-Akteur Philipp Keßler im gegnerischen Strafraum zu Boden, der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Daniel Keßler trat an und verwandelte sicher - 2:1 für die Gastgeber (45.).

Rimpar ohne zwingende Aktionen im Angriff

Die zweite Hälfte ging die SG passiver an, dem ASV fehlten jedoch zwingende Chancen. Das sah auch deren Trainer Stefan Johannes so: "Wir haben das 30 Minuten lang gut gemacht, aber das reicht eben nicht. Vorne hatten wir zu wenig klare Aktionen." Für die Entscheidung sorgte Fabian Mainberger per Kopfball zum 3:1 (72.), ehe SG-Kapitän Daniel Keßler das 4:1 mit einem sehenswerten Schlenzer in den Winkel nachschickte (78.). 

Während für Kohl der Sieg seiner Mannschaft "vielleicht etwas zu hoch" ausfiel, zollte der ASV-Coach Johannes Respekt. "Die SG hat reifer gespielt, war körperlich präsent und hatte viel Tempo im Spiel. Der Sieg ist absolut verdient. Wir müssen schauen, dass wir gegen andere Teams punkten."

Nach dem Kirchweihsieg: SG-Spielertrainer Felix Vetter am Horn

Gegen den ASV Rimpar II fehlte Felix Vetter, im Kirchweihspiel in der Vorwoche gegen den TSV Reichenberg hatte der Spielertrainer noch den Siegtreffer besorgt - und war nach Spielende dafür mit Kaltgetränken aus dem Horn belohnt worden. "Ich glaube", so Vetter, "es war Asbach-Cola. Aber sicher bin ich mir nicht."

Die Statistik des Spiels

SG Sommerhausen/Winterhausen:
Guller - Schwarz, Kernwein, Pöhland, Wilbald - Keßler S., Keßler D. - Keßler P. (76. Böhm), Mainberger (82. Herrhammer), Obenhuber (67. Dickel) - Morawietz 
ASV Rimpar II: Schmelzeisen - Mahler (46. Graf), Schmitt, Moskwiak, Frost - Fischer, Stenzinger - Clemens, Zenter, Balde - Holleber (46. Weckesser)
Schiedsrichter: David Williams (Würzburg)
Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Lukas Holleber (8.), 1:1 P. Keßler (15.), 2:1 D. Keßler (45., FE), 3:1 Mainberger (72.), 4:1 D. Keßler (78.).
Gelb: P. Keßler (82.) - Fischer (28.), Zenter (39.), Clemens (47.), Frost (84.).

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