FUßBALL

Ein Hoch auf die Alten Zeiten

Die Enttäuschung über die 2:5(2:1)-Niederlage im Finale um die Bayerische Meisterschaft war bei den Spielern des FV 04 Würzburg schnell dem Stolz über das Erreichte gewichen – das kann man aus den Aussagen von Rudi Gerner, dem ehemaligen Spielführer der A-Juniorenmannschaft des FV04, herauslesen. Am 24. Juli 1967 holten sich die Jugendfußballer von Trainer Sepp Endres die Vizemeisterschaft gegen den FC Bayreuth. Am Samstag jährt sich dieses Ereignis zum 50. Mal und soll auf der Anlage des Würzburger FV, dem Nachfolgeverein des FV04 Würzburg, gefeiert werden.

Ein von den Nullvierern offensiv angegangenes Spiel verlief in der ersten Spielhälfte noch halbwegs nach Plan. Nach dem Jürgen Mensch, der letzte Woche verstorben ist, in der 14. Minute für die Blauen den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt hatte, konnte er kurz darauf, wie auch sein Teamkollege Gerner, die Chance zur Führung nicht nutzen. Auch die Angriffsbemühungen der Würzburger im zweiten Durchgang wurden nicht belohnt und die Bayreuther schossen die Tore. Schlussendlich musste sich das Zellerauer Jugendteam deutlich mit 2:5 geschlagen geben.

Aus Sicht des Bayreuther Trainers Jumbo Zeitler war trotz der drei Tore Unterschied Glück im Spiel. „Die unter Wert geschlagenen Nullvierer haben eine gute Mannschaft. Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, hätte Würzburg seine klaren Chancen vor der Pause zur Führung genutzt“, sagte er nach er Partie. Wertschätzende Worte des Gewinners also.

Die Vorfreude ist groß

Genau 50 Jahre nach ihrem sensationellen Erfolg finden sich die Spieler aus dem damaligen Team an diesem Samstag nun wieder zusammen. Ab 15 Uhr wollen sie mit ihren Gästen die alten Zeiten aufleben lassen, aber auch Spenden für die Jugendabteilung des Würzburger FV sammeln. Die Vorfreude ist auf jeden Fall groß, dass ist den Helden von damals schon anzumerken. Um ein Haar hätten es auch die Finalgegner des FC Bayreuth in die Domstadt geschafft. Das Treffen mit den ehemaligen Kontrahenten muss aus terminlichen Gründen verschoben werden, soll aber definitiv nachgeholt werden.

Das, was den Zellerauern vor 50 Jahren gelang, ist ein Erfolg, den „bis zum heutigen Tag kein Würzburger Jugendfußballteam mehr erreichen konnte“, sagt Gerner. Auch Trainer Endres, nach dem heute die Sportanlage in der Mainaustraße benannt ist, war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. So ist es den alten Zeitungsartikeln zu entnehmen.

Fünf Stationen waren es, die die Würzburger gehen mussten, bis sie sich im großen Finale wiederfanden. Im ersten Spiel trafen sie auf den ewigen Stadtrivalen FC Würzburger Kickers, um die Kreismeisterschaft zu entscheiden. 4:0 siegten die Zellerauer am Schluss über die Rothosen. „Das gab unserem Team neuen Antrieb für die nächsten Partien“, so Gerner. In der Qualifikation zur Unterfränkischen Meisterschaft geriet dann Haibach unter die Räder. Mit 6:1 ließen die Domstädter der Alemannia keine Chance.

Unterfränkisches Finale

Im unterfränkischen Finale stand die Endres-Elf dem FC 05 Schweinfurt gegenüber. Das Spiel endete zwar auf dem Papier mit 3:2 denkbar knapp, war aber laut Gerner auf dem Platz eine klare Angelegenheit. Im Qualifikationsspiel zur Bayerischen Meisterschaft gegen Windischeschenbach setzten sich erneut souverän die taktisch und spielerisch überlegenen Würzburger mit 3:1 durch. In der letzten, vorentscheidenden Partie gegen einen starken Kontrahenten vom SK Lauf ging es nach einem glücklichen, aber durchaus verdienten 2:1-Sieg ins Endspiel gegen die „Bayreuther Nelken“.

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