Erfolgreiche Allianz der Würzburger Rudervereine

Würzburg Die beiden Würzburger Rudervereine ARCW und WRVB, in der Jugendarbeit schon seit Jahren mehr von Gemeinsamkeit denn Rivalität geprägt, bilden seit kurzem auch in Sachen Spitzensport eine erfolgreiche Allianz. Laura Tasch (ARCW) und Claudia Schad (WRVB) ruderten am Wochenende bei der internationalen Regatta in Ratzeburg im Leichtgewichts-Doppelzweier souverän zum Sieg. Damit empfahl sich das junge Duo (21/Laura und 20 Jahre alt) für einen Start bei der U  23-Weltmeisterschaft Ende Juli im belgischen Hazewinkel.

Der Bildung des Würzburger Zweiers vorausgegangen war ein nationaler Leistungstest in Brandenburg. Dort belegte Tasch den vierten, Schad den fünften Rang. Damit war endgültig klar, dass bei der A-WM im August in Eton/England keine Würzburgerin die einzige olympische Bootsklasse der Leichtgewichts-Ruderinnen, den Doppelzweier, zieren wird. "Das ist zwar schade, aber die Leistung reichte in diesem Jahr einfach nicht", suchte Laura Tasch gar nicht erst nach Ausreden.

Suche nach Sponsoren für WM

Ein Start in Eton ist für Tasch und Schad aber dennoch so gut wie sicher. Zusammen mit Mathilde Pauls (Berlin) und Lena Karsten (Mainz) wollen die beiden Würzburgerinnen den Leichtgewichts-Doppelvierer des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) bilden. Ihre Leistungsfähigkeit haben sie mit einem klaren Sieg in Ratzeburg schon mal unter Beweis gestellt, jetzt fehlt nur noch das offizielle Okay des Verbandes. Eigentlich eine Formsache, denn an den Kosten beteiligt sich der DRV in den nichtolympischen Klassen sowieso nicht. Die bleiben in Gänze an den Heimatvereinen der Ruderinnen hängen, weshalb ARCW und WRVB jetzt dringend nach Sponsoren suchen.

Vor dem Auftritt in Eton steht für das Duo Schad/Tasch aber noch die WM der unter 23 Jahre alten Ruderinnen an. Die endgültige Nominierung dafür wird erst nach den deutschen Meisterschaften der U 23 in knapp zwei Wochen in Essen erfolgen. Doch am Start von Schad/Tasch bestehen eigentlich keine Zweifel. In Ratzeburg ruderten sie der härtesten nationalen Konkurrenz um elf Sekunden davon - im Rudersport sind das regelrecht Welten.

Einen starken Eindruck hinterließ bei der Regatta in Ratzeburg auch Nora Wehrhahn (ARC Würzburg). Obwohl die 23-Jährige die letzten zwei Wochen zusammen mit ihrer Partnerin Johanna Rhönfeldt (Hamburg) hart trainiert hatte, wirkte das Duo frisch und gewann beide Rennen im Zweier. Für die Würzburgerin, die zuletzt Ende Mai beim Weltcup-Sieg mit dem deutschen Achter für Aufsehen gesorgt hatte, steht nun am Wochenende der zweite Weltcup-Auftritt im polnischen Poznan auf dem Programm.

Eirich/Weidinger überzeugen

Zu überzeugen wussten in Ratzeburg auch die Leichtgewichte Sebastian Eirich (WRVB) und Philipp Weidinger (ARCW). Im Doppelvierer ruderten sie auf Rang zwei, im Doppelzweier auf Platz drei. In der Besetzung des Vierers peilen sie jetzt in zwei Wochen in Essen den deutschen U-23-Meistertitel an.

Relativ unwahrscheinlich ist ein Start in Essen dagegen für Katrin Schercher (WRVB). Sowohl im Zweier wie auch im Vierer kam die 19-Jährige nicht über den letzten Platz hinaus. Bei den Rennen am zweiten Tag wurde sie deshalb vom Bundestrainer gar nicht mehr berücksichtigt.

Eine bittere Enttäuschung erlebte im Norden der Republik auch Stephan Schad (WRVB). Zusammen mit seinem Partner Valentin Schätzlein (Stuttgart) verpasste er die Qualifikation für die Studenten-WM um eine halbe Sekunde.

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