Fußball: Dritte Liga

Fokus auf Wien: Spielen Kickers für Magath nur eine Nebenrolle?

Der Würzburger Drittligist scheint im Flyeralarm-Fußball-Konzern die Nummer zwei zu sein. Der Chef Felix Magath will sich offenbar auf Österreich konzentrieren.
Felix Magath, hier bei einem Pressetermin im Würzburger Stadion, hat gegenüber österreichischen Medien angekündigt, seinen Arbeitsschwerpunkt als Flyerarlarm-Fußball-Chef nach Mödling bei Wien zu legen. Foto: Thomas Obermeier

Dreieinhalb Wochen nachdem der einstige Meistertrainer Felix Magath als Chef des neuen deutsch-österreichischen Fußball-Unternehmens Flyeralarm Global Soccer vorgestellt wurde, hat er bei einem Pressetermin in Mödling bei Wien klargestellt, wo seine Priorität liegt. In Würzburg bei den Kickers oder in der Nähe von Wien beim FC Flyeralarm Admira? "Ich werde eher hier sein", zitieren die Niederösterreichischen Nachrichten den 66-Jährigen. Auch die "Kronen Zeitung" berichtet, dass der Fokus von Magath in Zukunft beim österreichischen Erstligisten liegen werde. "Ich sehe bei Admira mehr Möglichkeiten etwas zu entwickeln", so Magath bei der Presserunde in Österreich. Magath berichtete auch, dass er zwar in München wohnen bleiben will, sich aber auch in Wien bereits nach einer passenden Wohnung umschaue.

Noch am Montag hatte sich der gebürtige Aschaffenburger zu seinen Zielen mit den Würzburger Kickers, die als Tabellenachter der Dritten Liga an diesem Freitag (19 Uhr, Liveticker auf mainpost.de) beim 18. Preußen  Münster antreten müssen, geäußert und klipp und klar festgestellt: "Wir müssen aus dieser Liga raus." Beim Tabellen-Zehnten der österreichischen Bundesliga, der in Mödling (Niederösterreich) vor den Toren Wiens beheimatet ist, formuliert Magath indes bereits höhere Ziele. Die Admira soll möglichst bald den Sprung in einen europäischen Wettbewerb schaffen. "Das schöne an der Liga ist, dass dieses Ziel relativ einfach erreicht werden kann", sagte er mit Blick auf die Elite-Liga im Nachbarland.

Die Admira, die in ihrer Geschichte mehrfach ihren Namen und ihr Zuhause wechselte, gehört zu Östereichs Traditionsklubs. Das Interesse an den Heimspielen in der BSFZ-Arena ist aber überschaubar. Gerade einmal 2396 Besucher kamen in dieser Saison bislang im Schnitt. Bei den Kickers liegt der Zuschauerschnitt (5274) in dieser Drittliga-Saison mehr als doppelt so hoch.

Auf der Tribüne am Dallenberg: Flyeralarm-Fußball-Chef Felix Magath neben dem Kickers-Vorstandsvorsitzenden Daniel Sauer (oben rechts). Foto: foto2press/Frank Scheuring

Das Wüzburger Online-Druck-Unternehmen Flyeralarm ist sowohl in Mödling als auch bei den Kickers als Sponsor und Investor aktiv. Beim Drittliga-Klub am Dallenberg gehören Flyeralarm 49 Prozent der Anteile an der Profifußball AG. Firmen-Gründer und Geschäftsführer Thorsten Fischer ist Aufsichtsratsvorsitzender. Bei der Admira, wo der einstige Kickers-Spieler Amir Shapourzadeh seit 2017 als Manager arbeitet, sind 20 Prozent in Besitz der unterfränkischen Firma.

Die neu gegründete Unternehmenssparte Flyeralarm Global Soccer soll die Fußball-Aktivitäten unter der Leitung von Magath bündeln. Der einstige Nationalspieler und Bundesliga-Coach hat bereits angekündigt, auch bei Entscheidungen in den Klubs Einfluss zu nehmen. Derzeit will er sich aber noch einen umfassenden Überblick verschaffen. So wurde auch eine Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags von Kickers-Trainer Michael Schiele erst einmal auf Eis gelegt.

Felix Magath über die Kickers:

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Felix Magath: Liga 2 ist Ziel für Kickers - Drei Wochen nach seiner offiziellen Vorstellung als neuer Chef von "Flyeralarm Global Soccer" trafen wir Felix Magath zum Interview.

Bei den beiden Heimspielen der Rothosen gegen Unterhaching und Ingolstadt war Magath als interessierter Beobachter auf der Tribüne gesessen, noch vor dem offiziellen Start seines Engagements beim Investor, hatte der 66-Jährige die Kickers im Trainingslager in Spanien besucht, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Insofern kommt die Ankündigung das Hauptaugenmerk in Zukunft auf die Entwicklung in Österreich zu legen, durchaus überraschend. Allerdings hatte Magath im Gespräch am Montag auch, die aus seiner Sicht, mangelnde Unterstützung durch die Stadt Würzburg für die Rothosen beklagt. 

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