BASKETBALL: 2. BUNDESLIGA

Harter Test zum Saisonstart für Würzburgs Basketballerinnen

Bereit für die neue Spielzeit: Die QOOL Sharks Würzburg mit (hinten von links) Lilly Feistkorn, Lina Vogt, Paula Wenemoser, Marja Wahl, Franziska Riedmann, Theresa Muck, Raphaela Jochimczyk, Alexandra Daub, Raziyah Farrington, (vorne von links) Chiara Dröll, Paige Bradley und Jelena Bozic. Zum Team gehören auch: Annette Rieß, Franziska Kirchhoff und Anna Hanzalek. Foto: Patrick Wötzel

Die Leidenschaft für den Basketball ist unverändert da bei Thomas Glasauer – das wird beim Gespräch mit dem neuen Headcoach der QOOL Sharks Würzburg schnell klar. Fragen sind so gut wie unnötig, denn der Würzburg-Rückkehrer erzählt ganz von sich aus und fast ohne Punkt und Komma, worauf es ankommt vor dem Saisonstart der Frauen in der zweiten Bundesliga an diesem Sonntag im Pokal gegen den Erstligisten aus Nördlingen.

„Das wird natürlich ein ganz harter Test, aber wir wollen bei der Premiere vor unserem Publikum versuchen, uns vernünftig zu präsentieren und so lange wie möglich mitzuhalten“, sagt der 47-Jährige, der nach zwölf Jahren Würzburg-Abstinenz an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückgekehrt ist.

Co-Trainer der X-Rays

Hier gelang ihm als Spieler 1998 an der Seite von Dirk Nowitzki der Aufstieg in die erste Liga, hier war er vier Jahre lang Co-Trainer der „X-Rays“ in der Bundesliga, ehe er 2005 als Leiter des Nachwuchsprogramms zu den EWE Baskets Oldenburg wechselte. Es folgten Stationen als Headcoach unter anderem in der ersten Liga in Luxemburg und in den deutschen 2. Ligen, ehe Glasauer sich vor fünf Jahren eine Auszeit vom Profi-Basketball nahm.

„Meine Familie und ich haben schon länger damit geliebäugelt, nach Würzburg zurückzukehren“, so Glasauer. Vor einigen Monaten ließ er sich von seinem Arbeitgeber, der Bundesanstalt für Arbeit, nach Würzburg versetzen und nahm das Angebot an, die TGW-Frauen in der 2. Liga Süd zu trainieren.

Die bisherige Cheftrainerin Janet Fowler-Michel, gleichzeitig Bundestrainerin im weiblichen Nachwuchsbereich, wird sich künftig mehr um die jungen Talente in der WNBL (Weibliche Nachwuchs Bundesliga) und der Regionalliga-Mannschaft kümmern, bleibt Glasauer aber als Co-Trainerin erhalten.

„Es macht mir viel Spaß, ich muss über den Damenbereich in den kommenden Monaten aber noch einiges lernen“, sagt Glasauer. Dabei ist hilfreich, dass er nach den Abgängen einiger Leistungsträger wie U-20-Nationalspielerin Jessika Schiffer auf erfahrene Spielerinnen wie Raphaela Jochimczyk zählen kann.

Die inzwischen 29-Jährige, die schon im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal für die TGW-Frauen spielte, hatte das Glück, als Referendarin an das Matthias-Grünewald-Gymnasium versetzt zu werden: „Ich freue mich sehr darüber, wieder im schönen Würzburg zu sein und hier noch einmal mit meinen alten Freundinnen spielen zu können.“

Prominentester Neuzugang ist die US-Amerikanerin Paige Bradley, die in den vergangenen drei Jahren in der ersten Liga für Marburg gespielt hat. „Ich hatte eigentlich gar nicht damit gerechnet, wieder nach Deutschland zurückzukommen. Mein eigentliches Ziel war Australien, aber dann kam das Angebot aus Würzburg“, berichtet die 25-jährige Spielmacherin, die wie ihre Vorgängerinnen einen Job bei Sharks-Hauptsponsor gefunden hat: „Diese Möglichkeit war auch einer der Gründe für meinen Wechsel.“

Bradley freut sich auf die Rolle als Führungsspielerin in einem jungen Team: „Das ist eine spannende neue Aufgabe. Als ich in Marburg angefangen habe, war ich eine der jüngsten im Team.“ Für Glasauer ist die 25-Jährige „ein absoluter Glücksgriff“.

Ihre ersten Erfahrungen in Europa macht die zweite Amerikanerin im Team: Raziyah Farrington ist 22 Jahre alt und kommt direkt vom College. Die deutschen Neuzugänge sind Chiara Dröll (19 Jahre) aus Berlin und Jelena Bozic (20) aus Ludwigsburg, dazu kommen mit Paula Wenemoser (15), Lina Vogt (16) und Lilly Feistkorn (16) drei Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs.

Liga-Auftakt in Langen

Nach dem Härtetest in der zweiten Runde des DBBL-Pokals gegen die XCYDE Angels aus Nördlingen an diesem Sonntag (Sprungball um 18 Uhr im TGW-Sportzentrum Feggrube) folgt am 3. Oktober der Liga-Auftakt in Langen und am 2. Spieltag (Sonntag, 6. Oktober, 15:30 Uhr) das erste Heimspiel gegen Bad Homburg.

„Erst danach werden wir wissen, was wir können und wo wir stehen. Wir sind nach einer relativ kurzen Vorbereitung noch nicht da, wo wir hinkommen wollen“, so Thomas Glasauer. Am erfolgreichen Konzept der vergangenen Jahre will der neue Cheftrainer weitestgehend festhalten: „Wir wollen junge Spielerinnen entwickeln, schnellen und attraktiven Basketball spielen und uns in der Liga gut positionieren.“

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