WÜRZBURG

Heute: FC Würzburger Kickers – Borussia Dortmund

Das Gastspiel des Champions-League-Finalisten aus Westfalen sorgt beim unterfränkischen Fußball-Regionalligisten für viel Vorfreude, ein volles Stadion und einen erfreulichen Geldregen. Sportlich freilich sind die Rollen eindeutig verteilt.
Emotionaler Trainer I: Dortmunds Jürgen Klopp. Foto: dpa

Am Endergebnis wird es wohl kaum einen Zweifel geben. Wer erwartet an diesem Dienstagabend (18 Uhr, flyeralarm Arena, live auf Sport 1) schon etwas anderes als einen deutlichen Sieg von Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund über Regionalligist FC Würzburger Kickers? Na klar. Der BVB wird siegen, und trotzdem fiebern bei den Gastgebern alle auf dieses Spiel – oder soll man sagen – diese Niederlage hin. Fast 11 000 Zuschauer werden dabei sein. „Wir wollen diesen Tag einfach nur genießen“, sagt Kickers-Trainer Wirsching.

Es wird ein Kurzbesuch der Dortmunder werden. Vor den Hotels der Stadt braucht nach der Partie niemand nach dem Mannschaftsbus Ausschau halten, direkt nach der Partie geht es ratzfatz wieder zurück nach Westfalen. Schließlich ist der Auftritt am Dallenberg für das Team von Trainer Jürgen Klopp der letzte Test, bevor am Samstag mit der Pokal-Aufgabe beim SV Wilhelmshaven die ernsthafte Saison so richtig los geht. Wie groß das Interesse am neuen Supercup-Sieger ist, zeigt ja auch die Tatsache, dass sich mit Sport 1 ein Fernsehsender gefunden hat, der die Partie live übertragen wird.

„Wir können dem Rest der Republik zeigen, dass in Würzburg auch Fußball gespielt wird“, sagt Kickers-Vorstandsvorsitzender Michael Schlagbauer. Diese Partie, die der große Kickers-Förderer, das Online-Druck-Unternehmen flyeralarm, durch sein Werbe-Engagement beim Champions-League-Finalisten aus dem Pott erst ermöglicht hatte, sei vor allem ein großer Imagegewinn für die Rothosen, glaubt Schlagbauer. „Unser Ziel ist es, den Fußball in Würzburg wieder zu verankern, dabei spielt dieses Spiel eine ganz entscheidende Rolle.“ Wer die langen Schlangen der Menschen sah, die sich um ein Ticket für die Begegnung bemühten, der mag ihm da glauben. „Ein volles Stadion und die große Fußball-Welt zu Gast, das sind die Dinge, auf die ich mich besonders freue“, so Schlagbauer.

Finanziell wird am Ende ein dickes Plus auf dem Kickers-Konto stehen bleiben. Was die Rothosen mit dem Gewinn aus dem Spiel anfangen werden, das haben sie sich bereits überlegt: Ein Flutlicht steht schon länger auf dem Wunschzettel des Regionalligisten. „Ob das Geld dafür reicht, werden wir erst am Ende sehen. Aber wir werden die Einnahmen nachhaltig in unsere Anlage investieren“, so Schlagbauer.

Vorher aber geht es für die Rothosen erst einmal darum, sich sportlich möglichst gut aus der Affäre zu ziehen. Mit welcher Mannschaft der BVB letztlich in Würzburg antreten wird, darüber kann man nur spekulieren. Zugesichert ist, dass das Team mit dem kompletten Kader mit allen Nationalspielern – sofern sie denn fit sind – anreist. Auch wenn der Gegner übermächtig erscheint – klein beigeben wollen die Kickers gewiss nicht. „Wir werden auf einen Gegner treffen, der uns physisch und technisch überlegen ist. Unser Bestreben wird es sicherlich nicht sein, das Dortmunder Spiel kaputt zu machen. Aber wir wollen schon zeigen, was wir können, und wir werden diese Partie ernst nehmen“, so Wirsching: „Ich bin selbst gespannt wie lange und wie gut es uns gelingt, das Spiel offen zu gestalten.“

Rund um das Gastspiel des BVB am Dallenberg

Einige Restkarten sind für die Partie kurzfristig noch verfügbar. Diese – es sind neben einigen hundert Stehplatztickets auch noch rund 20 Sitzplatzkarten – werden auch noch am heutigen Dienstag im Fanshop der Würzburger Kickers in der Eichhornstraße in der Würzburger Innenstadt verkauft. Am Stadion selbst findet kein Verkauf statt.

Anstoß in der flyeralarm Arena ist an diesem Dienstag um 18 Uhr – und zwar pünktlich. Mögen die Schlangen vor dem Stadion auch noch so lang sein, eine kurzfristige Verlegung wird es nicht geben. „Wir haben in dieser Sache keinerlei Spielraum“, betont Kickers-Vorstandsmitglied Benjamin Hirsch. Der Grund dafür ist die Fernseh-Live-Übertragung.

Der TV-Sender Sport 1 überträgt ab 18 Uhr live vom Dallenberg. Kommentator des Spiels wird Hans-Joachim Wolff sein, der sich am Montag bereits ausführlich mit Kickers-Coach Dieter Wirsching unterhielt. „Er wollte zum Beispiel wissen, wer bei uns in der Mannschaft was arbeitet“, berichtet Wirsching.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollten, laut Würzburger Kickers, die Besucher am besten zur flyeralarm Arena kommen. Die Eintrittskarte gilt auch als Fahrschein im gesamten Gebiet des Verkehrsverbunds Mainfranken (vvm). Rund um den Dallenberg sind viele Straßen vor und nach dem Spiels nur für Anwohner befahrbar und sonst gesperrt. Wer mit dem Auto kommt, sollte am besten auf der Talavera parken. Von dort wird es auch Sonderstraßenbahnen geben, die direkt zum Dallenberg fahren. Als Ausweichparkplätze stehen auch die Parkplätze der Josef-Greising-Schule (Tiefe Gasse 6) und der Schotterparkplatz am TGW-Sportzentrum in der Feggrube zur Verfügung.

Das Spiel wird ab 18 Uhr auf dem Sender "Sport 1" live übertragen.

Emotionaler Trainer II: Würzburgs Dieter Wirsching. Foto: Fabian Frühwirth

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