RUDERN

Joachim Agnes erster Schritt Richtung WM

„Das war auf jeden Fall ein Fingerzeig, dass ich in den Vierer gehöre“: Weltmeister Joachim Agne, hier auf dem Gelände des ARCW, gewann bei der DM in Köln das B-Finale. Foto: Natalie Gress

Seinen WhatsApp-Status von 2016 hat Joachim Agne am vergangenen Mittwoch noch geändert. „Warum sollte ich abmelden, wenn der Weltmeister gemeldet hat?“ hatte der Text drei Jahre lang gelautet – und war damit längst überholt. Denn seit Mitte September 2018 ist der Athlet des Akademischen Ruderclubs Würzburg (ARCW) ja selbst Weltmeister im Leichtgewichts-Doppelvierer. Als solcher fuhr der 24-Jährige am Wochenende zur d eutschen Meisterschaft der Kleinboote auf dem Fühlinger See in Köln , um sich dort erneut für den Vierer des Deutschen Ruderverbands (DRV) zu qualifizieren, der in diesem September in Linz den Titel verteidigen möchte. Agnes neuer WhatsApp-Status passt dazu und heißt: „Denn wirklich große Ziele machen Mensch zur Maschine.“

Fingerzeig für den Vierer

Einen ersten Schritt auf dem Weg zu seinem großen Ziel hat der Würzburger beim Saisonauftakt in Köln gemacht, wo die Plätze für die Nationalmannschaftsboote im Einer über 2000 Meter ausgefahren wurden. Zwar verpasste er nach lockererem Vorlauf und Viertelfinale in seinem „sehr stark besetzten“ Halbfinale am Samstagnachmittag als Vierter das A-Finale der besten Sechs. Doch das B-Finale am Sonntagmittag gewann er dafür in 7:27,55 Minuten mit 4,70 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Mahni Fatahi (Ulm).

„Das war auf jeden Fall ein Fingerzeig, dass ich in den Vierer gehöre“, sagte Agne danach am Telefon. Er sei „soweit zufrieden“ mit seiner Leistung; Robert Sens, der Disziplintrainer für die leichten männlichen Skuller im DRV ist es offenbar auch. „Nach dem Rennen hat er mir am Steg gesagt: 'Mission Titelverteidigung steht'.“

Das WM-Ticket hat Agne zwar noch nicht in der Tasche, denn das wird seinen Worten zufolge erst nach den Weltcups im Sommer endgültig vergeben. Doch er ist damit für den deutschen Doppelvierer so gut wie gesetzt.

Erwartbares Ergebnis

Den Sieg im Leichtgewichts-Einer sicherte sich bei der DM nach der krankheitsbedingten Absage des favorisierten Weltmeisters Jason Osborne (Mainz) erwartungsgemäß Jonathan Rommelmann (Crefeld, 7:12,90) vor Max Röger (Berlin, 7:17:10) und Lucas Schäfer (Marburg, 7:20,85). „Ich wollte schon auch gerne ins A-Finale“, räumte Agne ein, der bei einem Einladungsrennen Mitte März ebenfalls in Köln unter acht Ruderkollegen Rang vier belegt und damit ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hatte. „Aber eher war mein Abschneiden in diesem Vortest die Überraschung als mein Ergebnis jetzt. Das war eigentlich so zu erwarten.“

Dass der Informatikstudent „mehr erreichen kann, als man sich zutraut und dass man für große Ziele über sich hinauswachsen kann“, das soll sein aktueller WhatApp-Status ausdrücken. Der neue Text erinnert ihn nicht nur an sein erstes WM-Gold, sondern auch daran, dass er ein zweites will.

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