Basketball: Bundesliga

Kontinuität bei den Baskets

Das Bundesliga-Team von s.Oliver Würzburg (hinten von links): Physiotherapeut Ronny Frank, Florian Koch, Athletiktrainer Philipp Burneckas, Jonas Weitzel, Felix Hoffmann, Fynn Fischer, Cameron Wells, Lucas Fischer, Skyler Bowlin, Johannes Richter, Jordan Hulls, Brekkott Chapman, Badu Buck, Noah Allen, Cheftrainer Denis Wucherer, William Sheehey und Assistenztrainer Steven Key. Vorne kniend (von links): Philipp Hadenfeldt, Joshua Obiesie, Nils Haßfurther, Julian Albus. Foto: Easy credit BBL

Mit großer Kontinuität geht Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg in die neue Saison. Sieben Spielern aus dem Vorjahres-Kader, drei davon als frisch Vermählte,stehen nur vier Neuzugänge gegenüber. Zudem haben gleich fünf Korbjäger Verträge über die anstehende Spielzeit hinaus. Zum Team gehören mit Julian Albus, Philipp Hadenfeldt, Badu Buck, Fynn Fischer und Jonas Weitzel auch fünf Doppellizenz-Spieler, die vorrangig im Baskets-Farmteam TG s.Oliver Würzburg in der drittklassigen ProB auf Korbjagd gehen werden.

Die Guards

Cameron Wells (31 Jahre, Rückennummer 22): Bereits ins fünfte gemeinsame Jahr der Zusammenarbeit mit Cheftrainer Denis Wucherer geht der US-Amerikaner, der schon von 2014 bis 2017 in Gießen verlängerter Arm des 46-Jährigen auf dem Parkett war. Der kräftige 1,86-Meter-Mann ist ein klassischer „floor general“, der sowohl selbst abschließen als auch seine Mitspieler in Szene setzen kann. Mit durchschnittlich 5,7 Korbvorlagen war Wells einer der Top-Passgeber der Liga.

Jordan Hulls (29, #1): Einen treffsicheren Werfer als den 1,80 Meter großen US-Amerikaner, der sich vertraglich bis 2021an die Baskets gebunden hat, findet man kaum in der Liga: 47,2 Prozent seiner Dreier versenkte der „Sniper aus Indiana“ vergangene Saison, 96,6 Prozent (!) seiner 178 Freiwurfversuche in den vergangenen drei Jahren. Seine im EuropeCup-Finalhinspiel in Sassari erlittene Rippen-Verletzung verhinderte am Ende vielleicht den ganz großen Baskets-Coup auf internationalem Parkett.

Skyler Bowlin (30, #12): Als gegen Ende der vergangenen Saison sich mehr und mehr Spieler in den Verletztenstand verabschiedeten, zeigte der US-Amerikaner seine Wichtigkeit fürs Team und übernahm an beiden Enden des Spielfelds viel Verantwortung. Lohn für den aggressiven Verteidiger und sicheren Distanzschützen, der im Sommer seine dänische Freundin Camilla heiratete: seinen ursprünglich bis 2020 datierten Vertrag verlängerte der Klub vorzeitig um ein weiteres Jahr.

Joshua Obiesie (19, #3): Die Enttäuschung über die Nicht-Berücksichtigung beim diesjährigen NBA-Draft hat das Top-Talent verarbeitet. Für den U-20-Nationalspieler gilt es nun, in der Bundesliga den nächsten Schritt mit einer größeren Rolle im Team zu machen – um dann im Sommer vielleicht einen neuen Anlauf für seinen Traum von der besten Basketball-Liga der Welt zu nehmen. Sein bis 2022 gültiger Vertrag beinhaltet jedenfalls entsprechende Ausstiegsklauseln.

Nils Haßfurther (20, #7): Der gebürtige Bamberger ist die vielleicht größte Überraschung der Saison-Vorbereitung. Von ProA-Vizemeister Nürnberg gekommen, überzeugte der U-20-Nationalspieler auf Anhieb mit seiner schon erstaunlich abgeklärten Spielweise und dürfte einen festen Platz in der Rotation innehaben. Der 1,84-Meter-Mann hat einen Vertrag bis 2021 unterschrieben.

Die Forwards

Brekkott Chapman (23, #23): Der US-Amerikaner startet nach vier Jahren an der Weber State University in Würzburg seine Profi-Karriere. Bringt mit 2,06 Metern Gardemaß für die Position des großen Flügelspielers mit, schnappte sich im letzten College-Jahr 8,5 Rebounds pro Partie und traf 43,2 Prozent seiner Dreier. Obwohl noch ohne Bundesliga-Erfahrung, hat er das Zeug, ein Schlüsselspieler bei den Baskets zu werden.

Noah Allen (24, #32): Einen guten Eindruck in der Vorbereitung hinterließ der als kurzfristiger Ersatz für den erneut verletzten Will Sheehey, der aller Voraussicht nach keine Zukunft in Würzburg hat, verpflichtete US-Amerikaner. Bis Mitte Oktober ist sein Kontrakt zunächst befristet. Ob der 2,01-Meter-Mann darüber hinaus für die Baskets auf Korbjagd gehen wird, hängt sicher auch davon ab, wie die Mannschaft aus den Startlöchern kommen wird und ob sie etwas mehr Physis auf den großen Positionen benötigt.

Florian Koch (27, #21): Acht Kilogramm Muskelmasse hat der gebürtige Bonner den Sommer über draufgepackt, um neben seinen unbestreitbaren Wurf-Qualitäten (62,2 Prozent Zweier war Baskets-Bestwert im Vorjahr, dazu 40,5 Prozent Dreier-Quote) auch physisch,gerade defensiv, dagegenhalten zu können. Der 1,97-Meter-Mann verpasste aber einen Großteil der Vorbereitung wegen eines doppelten Bänderrisses.

Felix Hoffmann (30, #34): Der „Würzburg Warrior“, der im Sommer seine Freundin Jana vor den Traualtar führte, ist mehr als nur die Identifikationsfigur der Baskets. Auch sportlich hat sich der 1,95 Meter große „Energizer“ sich stetig weiterentwickelt und stand vergangene Saison mehrfach in der Startformation. Der Liebling der Anhänger hat sich für zwei weitere Jahre vertraglich an seinen Heimatverein gebunden.

Die Center

Luke Fischer (24, #40): Nach zwei Jahren in der spanischen ACB bei Herbalife Gran Canaria und Einsätzen in der Euroleague sucht der von einer Schulterverletzung genesene US-Amerikanerin Würzburg eine neue Herausforderung. Der 2,11-Meter-Hüne präsentierte sich in der Vorbereitung als „moderner Fünfer“ mit gutem Auge für die Mitspieler. Könnte sich als Ersatz für den ursprünglich verpflichteten kosovarischen Nationalcenter Lis Soshi als Glücksgriff entpuppen.

Johannes Richter (26, #8): Rechtzeitig zum Saisonstart ist der Mittelfranke nach überstandener Ellenbogen- und Bänderverletzung ist der frisch gebackene Ehemann, der Anfang Juli seine Freundin Hanna ehelichte, wieder genesen. Dem 2,05-Meter-Mann dürfte als „Back-up“ für Luke Fischer diese Saison eine größere Rolle zufallen.

Rückblick

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