FUSSBALL: 2. BUNDESLIGA

Lukas Fröde will endlich sein Können zeigen

Respekteinflößend: Lukas Fröde (rechts) im Zweikampf mit Mönchengladbachs Thorgan Hazard. Foto: Frank Kranewitter

Eigentlich will Lukas Fröde ja nur spielen. Deshalb ist er nun hier bei den Würzburger Kickers. Deshalb hat der 21-Jährige in diesem Winter die Stadt, die er längst als seine Heimat bezeichnet verlassen, ist vom Erstligisten Werder Bremen zum Fußball-Zweitligisten an den Main gewechselt. Im Trainingslager im spanischen Marbella hat der Kampf um die Stammplätz längst begonnen. Fröde dürfte dabei gute Karten haben. „Wenn man nicht spielt“, sagt der gebürtige Fuldaer, „kann man sich nicht weiterentwickeln.“

Und genau das ist nun sein Ziel. Der Winter-Neuzugang ist wieder einer dieser Akteure, die genau in das Profil passen, nach dem Kickers-Coach Bernd Hollerbach die Ligen durchforstet. Ein ehrgeiziger junger Mann, gewiss talentiert, der unruhig darauf wartet, sein Können endlich zu zeigen. „Am Anfang“, so sagt Fröde, „muss man sich vielleicht noch etwas Zeit geben.“ Aber natürlich wolle er „am liebsten sofort spielen und der Mannschaft helfen.“ Bereits im vergangenen Sommer gab es erste Kontakte zwischen Trainer Bernd Hollerbach und dem Defensivakteur. Sicherlich auch ein Grund, warum Fröde die Würzburger Offerte der von anderen interessierten Zweitligisten am Ende vorzog.

Im Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach (0:2) durfte er sich im defensiven Mittelfeld beweisen und war gleich einer der auffälligsten Akteure.

Stolze 1,92 Meter ist Fröde groß. „Ich bin ein zweikampfstarker Spieler, der aber auch ein gutes Gefühl für das Spiel hat“, sagt er nach einigem Zögern, wenn er nach seinen Stärken gefragt wird. Eigentlich sollten das aber lieber andere bewerten, findet er. Die Bescheidenheit wirkt nicht gespielt. Nicht dass es dem Neu-Würzburger an Selbstvertrauen mangeln würde, aber er ist eben ein echter Profi.
Sieben Jahre bei Werder
Ein Spieler, der das Fußballgeschäft in der Nachwuchs-Abteilung von Werder Bremen von Grund auf gelernt hat. „Er hat in den vergangenen sieben Jahren das Trikot des SV Werder Bremen getragen und die Werte des Vereins vorbildlich nach innen und außen verkörpert“, sagte Bremens in Würzburg geborener Sport-Geschäftsführer Frank Baumann zu Frödes Abschied in Bremen. „Mit 14 Jahren bin ich dort mit meinem Rucksack einmarschiert ins Internat. Ich habe dann einige Jahre im Stadion gelebt,“ erzählt Fröde. Wenn er von Bremen spricht, „wo Werder an jeder Eck gelebt wird“, dann spürt man schon noch etwas Wehmut und vielleicht auch Enttäuschung, darüber, dass es dort nicht zum ganz großen Durchbruch gereicht hat.

„Aber Wechsel gehören im Profigeschäft dazu. In Würzburg steckt noch viel Potenzial. Da entsteht gerade etwas. Es ist ein interessantes Projekt, das noch nicht zu Ende ist.“ Und da will Fröde, der in Bremen zuletzt zwar meist zum Bundesliga-Kader zählte, in dieser Saison aber nur auf elf Spielminuten in der ersten Liga kam, kam nun dabei sein. Verloren seien die letzten Jahre aber nicht gewesen: „Ich glaube diese Zeit kann für mich noch ganz wertvoll werden. Ich habe viel von der Bundesliga mitbekommen und immerhin zwölf Spiel gemacht. Und das in schweren Zeiten, in denen wir mit Werder nicht nur mit dem Rücken an der Wand sondern schon in der Wand standen.“

Weggefährte Schopenhauer
Da ist die Situation in Würzburg eine andere. Aber wo sieht der Defensiv-Allrounder, der bei den Kickers mit Clemens Schopenhauer auf einen alten Weggefährten aus Werder-Tagen getroffen ist, nun seine Position im Würzburger Team, als Innenverteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler? „Das wurde ich schon häufig gefragt. Ich glaube, ich kann beides spielen und das ist ein großer Vorteil.“ Nun ist die Konkurrenz auf beiden Positionen im Kader der Kickers nicht eben gering. Nur eines steht für Fröde fest: Er will eigentlich nur spielen.

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