FUßBALL

Martin Lang weißt die Favoritenrolle von sich

Martin Lang weißt die Favoritenrolle von sich

Wenn man sich bei den Teilnehmern der Hallenbezirksmeisterschaft aus den Spielkreisen Würzburg, Schweinfurt und der Rhön umhört, favorisieren die meisten den TSV Rottendorf. Denn die Kicker aus dem Würzburger Vorort reisen an diesem Samstag nicht nur als Titelverteidiger nach Haßfurt, sondern haben auch in den vorherigen Turnieren auf Kreisebene Eindruck hinterlassen. Allerdings rechnen sich auch die Schweinfurter Bezirksligisten gute Chancen aus.

Freiwillige Teilnahme

Souverän marschierte der amtierende Bezirksmeister Rottendorf durch das in eigener Halle ausgetragene Vorturnier und die Kreismeisterschaft in Ochsenfurt. Dabei gewannen die Schützlinge von Martin Lang alle 13 Spiele und kassierten lediglich vier Gegentore. Nur die Höchberger konnten Schlussmann Peter Trappschuh im Sechsmeterschießen im Viertelfinale überwinden. „Die Jungs haben einfach Bock drauf und sind fokussiert, das Bestmögliche zu erreichen. Sie sind heiß“, sagt TSV-Coach Martin Lang. Sogar so heiß, dass sie an den Kreisturnieren teilnahmen, obwohl sie für den Bezirksentscheid bereits qualifiziert waren.

Überheblichkeit ist der Anfang vom Ende

Die Favoritenrolle weißt der Übungsleiter aber von sich: „Wenn die anderen das so sehen, meinetwegen. Wir werden uns nicht in diese Rolle hieven.“ Überheblichkeit sei der Anfang vom Ende, sprich: für ein frühzeitiges Aus in der Gruppe. Die ist aus Langs Sicht alles andere als einfach, warten doch zu Beginn gleich die Freien Turner aus Schweinfurt, aktuell Tabellenführer der Bezirksliga Ost. „Das wird eine Standortbestimmung“, so der 47-Jährige, dessen Team noch auf die Kreisklassisten Gencler Birligi Aschaffenburg, Sieger im Kreis Aschaffenburg, und Bergtheim trifft.

Überraschende Qualifikation

Der SV hatte sich überraschend als Vierter der Würzburger Kreismeisterschaft qualifiziert. Nach dem Sieg beim eigenen Vorturnier nutzte die Truppe von Sven Krönlein die Tatsache, dass Rottendorf, das als Bezirksmeister bereits für den Entscheid in Haßfurt qualifiziert war, das Turnier in Ochsenfurt gewann. Deshalb löste auch der Viertplatzierte, also Bergtheim, die Fahrkarte für die Bezirksendrunde. „Das kam natürlich sehr unerwartet. Aber jetzt fahren wir dorthin und wollen es ähnlich gut machen, wie zuletzt“, freut sich der 31-Jährige. Sicherlich sei die Gruppe, die mit zwei der besten Mannschaften des Turniers besetzt sei, sehr schwer. Gegen Rottendorf unterlag der Kreisklassen-Tabellenführer in Ochsenfurt zweimal, gegen Schweinfurt beim EEV-Cup. Da aber erneut die beiden besten Gruppendritten das Ticket für das Viertelfinale lösen, rechnet sich Krönlein Chancen aus.

Mindestziel Viertelfinale

Nicht ohne Ambitionen reist auch der SV Maidbronn/Gramschatz zum Bezirksentscheid. „Wenn wir schon einmal die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen, dann wollen wir uns bestmöglich präsentieren“, sagt Spielertrainer Simon Friedrich mit Blick auf die Gegner FC Augsfeld (A-Klasse), DJK Salz/Mühlbach (Kreisklasse) und TSV Gochsheim (Bezirksliga). Mindestens ins Viertelfinale wolle man kommen. Danach sei alles möglich. Das hat der Kreisligist bereits bei der Kreismeisterschaft unter Beweis gestellt. Nach zwei Niederlagen zu Beginn marschierte die Friedrich-Fünf bis ins Finale und wurde nicht unverdient Zweiter.

Frickenhausen will es wissen

Den nächsten Husarenritt möchte der TSV Frickenhausen wagen. Der neben Gastgeber Augsfeld unterklassigste Verein möchte den favorisierten Teams das Fürchten lehren. Schließlich verloren die Grün-Weißen beim Vor- und Kreisentscheid nur zwei ihrer elf Spiele und kegelten dabei Teams wie Leinach, Schwarzach (Vorturnier) oder Rimpar (Kreismeisterschaft) aus dem Wettbewerb. Allerdings wartet mit Oberschwarzach/Wiebelsberg der Schweinfurter Kreismeister gleich zu Beginn. „Es ist gut, dass wir sie gleich am Anfang haben. Da haben wir noch Dampf auf dem Kessel“, so der Trainer, dessen Team sich auch mit Burgwallbach (Kreisliga) und Strietwald (Kreisklasse) messen muss.

Oberschwarzach/Wiebelsberg rechnet sich Erfolge aus

Erfolge rechnet sich Kreismeister Oberschwarzach/Wiebelsberg aus. „Wir wissen, dass wir eine gute Hallenmannschaft haben“, sagt Spielertrainer Alexander Gress, dessen Team sich im Kreisentscheid nach einer starken Gruppenphase gegen Ligakonkurrent Gochsheim und im Endspiel gegen die FT Schweinfurt durchsetzte. In Haßfurt strebt Gress einen Platz auf dem Treppchen an.

Von Anfang an präsent sein

Für diesen hat er auch die anderen beiden Schweinfurter Bezirksligisten FT Schweinfurt und TSV Gochsheim auf dem Zettel, die der DJK beim Kreisentscheid das Leben schwer gemacht haben. Beide zeigten in Bergrheinfeld ihre Klasse und wollen diese auch in Haßfurt unter Beweis stellen. Anlaufzeit dürfen sich dafür vor allem aber die Freien Turner nicht gönnen. Denn die Mannschaft von Adrian Gahn trifft gleich in ihrem ersten Turnierspiel auf Titelverteidiger TSV Rottendorf.

Ambitionierte Gochsheimer

Ambitioniert geht die dritte Mannschaft aus dem Spielkreis Schweinfurt, der TSV Gochsheim, in die Bezirksmeisterschaft. „Die Jungs sollen natürlich Spaß haben, sollen aber auch etwas reißen. Wir sind zwar weit entfernt davon, zu sagen, wir wollen das Turnier gewinnen, aber das Viertelfinale muss schon Ziel sein“, sagt Ralf Habl, der den Viertplatzierten der Bezirksliga Ost betreut.

Keine besonderen Ziele

Ohne besonderen Ziele geht hingegen Ausrichter FC Augsfeld den Bezirksentscheid an. „Wir werden mit einer aus erster und zweiter Mannschaft gemischten Truppe an den Start gehen und wollen uns so gut wie möglich verkaufen“, so Johannes Derre, Coach des Gastgebers. Für ihn stehe eindeutig der Spaß im Vordergrund.

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