HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

Max Brustmann: Das Gesicht der Wölfe

Handball, 2. Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HSG Nordhorn-Lingen
Kann schon mal sauer werden, wenn er mit sich oder seinen Vorderleuten nicht zufrieden ist: Rimpars Torhüter Max Brustmann. Foto: Heiko Becker

DJK Rimpar Wölfe – VfL Eintracht Hagen (Samstag, 19.30 Uhr, s. Oliver Arena)

Von seinem neuen, noch nicht bezugsfertigen Heim im Rimparer Baugebiet am Sonnenweg hat Max Brustmann einen wunderschönen Blick über die Landschaft und Dächer der Marktgemeinde – bis hinauf zur Trainingshalle des Handball-Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe. Dort ist der Schlussmann weniger häufig anzutreffen als seine Kollegen. „Ich bin mittlerweile aber auch der Einzige, der noch in Vollzeit arbeitet. Außerdem verbessere ich mich durchs Training nicht mehr wirklich.“

Großes Selbstbewusstsein

Diese Bemerkung sagt viel über das Selbstverständnis des Lehrers aus. Brustmann hat Selbstvertrauen – und weiß genau, was er kann. An eine wirkliche Durststrecke während seiner Karriere zwischen den Pfosten könne er sich nicht erinnern, so der 36-Jährige: „Ich habe schon bei der Zweitliga-Premiere mit den Wölfen im September 2013 in Nordhorn gemerkt, dass ich mithalten kann.“

245 Paraden in 23 Spielen

Die Statistiken geben Brustmann recht, auch wenn er auf diese nach eigenem Bekunden keinen gesteigerten Wert legt: Aktuell weist die offizielle Torhüter-Datenbank für ihn 245 Paraden in 23 Spielen aus. An diesen Wert kommt kein anderer Torhüter ran. Auch in den letzten Jahren zählte er stets zu den besten Zweitliga-Schlussmännern. Den wahrscheinlich größten Sprung, sagt Brustmann, habe er in seinen vier Jahren beim HSC Bad Neustadt gemacht. 2008 kehrte er nach Rimpar zurück – und ist womöglich das markanteste Gesicht der Wölfe.

Vertrag verlängert

Während die Eigengewächse Sebastian Kraus und Stefan Schmitt im Sommer ihre Karrieren beendeten, hat der ältere Brustmann Ende 2018 angekündigt, noch ein weiteres Jahr dranzuhängen. „Ich wollte damit ein Zeichen für die anstehenden Vertragsverlängerungen setzen“, sagt der Routinier vor dem samstäglichen Heimspiel seiner Wölfe (9./23:23) gegen den in der Rückrunde noch punktlosen VfL Eintracht Hagen (15./17:29): „Außerdem macht es mir nach wie vor Spaß, mich mit anderen Mannschaften zu messen.“

Achtung vor Schimpftiraden

An Ehrgeiz scheint Brustmann keinen Yokto-Meter eingebüßt zu haben. Nach wie vor müssen sich seine Vorderleute vor Schimpftiraden während des Spiels in Acht nehmen. „Ja, da bin ich impulsiv“, gesteht Brustmann und fügt an: „Es geht aber immer nur um sachliche Kritik. Nachdem Schmitti als Abwehrchef aufgehört hat, waren wir in der ersten Saisonhälfte lange Zeit zu offen gestanden. Mittlerweile haben wir die Lücke gut schließen können.“ Wie er sich im Spätherbst seiner Laufbahn für jedes Match motivieren kann, auch wenn es gegen weniger klangvolle Namen wie Hagen geht? „Das ist überhaupt kein Problem. Ich habe noch immer Lust, mich intensiv per Videoanalyse auf die gegnerischen Werfer vorzubereiten.“

Ausgeglichenes Punktekonto

Aufgrund ihres ausgeglichenen Punktekontos sind die Wölfe auf einem guten Weg, auch im siebten Jahr hintereinander der dann nur noch 18 Klubs umfassenden zweiten Liga anzugehören. „Es wird für den Verein immer schwerer, da mitzuhalten, weil viele Konkurrenten ganz andere Möglichkeiten haben und die Ur-Rimparer nun nach und nach aufhören“, sagt Brustmann.

Wunschgegner Gummersbach

Für seine letzte Saison wünscht sich der Vater einer 14 Monate alten Tochter, dass Coburg und Großwallstadt in der Liga bleiben. Bei Derbys läuft „The Wall“, wie er seit dem bayerischen Supercup-Gewinn der Rimparer 2009 nach Paraden gefeiert wird, regelmäßig zu Höchstform auf. Und dann spekuliert Brustmann noch auf einen Abstieg des neunfachen deutschen Meisters VfL Gummersbach. „Das wäre nochmals ein richtiges Highlight, sich mit diesem Traditionsklub zu messen.“

Kostüm-Prämierung und Gewinnspiel

Das Heimspiel der Rimparer Wölfe gegen den VfL Eintracht Hagen steht abseits des Parketts ganz im Zeichen des Faschings, der am Samstagnachmittag auch mit einem Umzug in der Marktgemeinde gefeiert wird. In der s. Oliver Arena gibt es dann eine Kostüm-Prämierung – und nach dem Match noch eine Faschingsfete im Foyer. Auf dem Feld muss DJK-Trainer Matthias Obinger, der am Mittwoch 39 Jahre alt geworden ist, voraussichtlich nur auf Linksaußen Fin Backs (Blinddarm) verzichten. Bester Werfer der Westfalen ist Rückraumspieler Jan-Lars Gaubatz, der es auf 112 Tore bei 21 Einsätzen bringt.
 
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