HANDBALL: BAYERNLIGA

Prognose: Ein Handball-Verein steigt ab, einer rettet sich rechtzeitig

Bergtheim, Waldbüttelbrunn, Heidingsfeld und Rimpar II: Eine Halbzeitbilanz und ein Ausblick für die lokalen Bayernligisten vor dem Start ins neue Handballjahr.
Nächste Hiobsbotschaft für die Handballer der TG Heidingsfeld: Auch Ivan Skaramuca verließ den Verein nach nur einem halben Jahr wieder.  Foto: Heiko Becker

Während die drei lokalen Männer-Bayernligisten hinter den Erwartungen zurückliegen, sind die Handball-Frauen des HSV Bergtheim in der Spur. Wir stellen vor dem letzten Vorrundenspieltag am Wochenende die Halbzeitbilanzen der vier Klubs vor – und wagen eine Prognose.

HSV Bergtheim (3. Platz/19:5 Punkte)

Im ersten Spiel des neuen Jahres kommt es in der Karl-Heinz-Hiersemann in Erlangen zum Verfolgertreffen. Die Mittelfränkinnen haben erst ein Match in der Fremde verloren, sind zu Hause noch verlustpunktfrei und stellen die beste Abwehr in der Liga. Auch das HSV-Trainerinnenduo Michaela Lehnert und Karin Wehner legt den Fokus vor dem Spitzenspiel auf die Defensive. "Ich wünsche mir eine Abwehr aus Beton und zwei Torfrauen, die einen Sahnetag erwischen", sagt Lehnert. Im Großen und Ganzen sei man mit der Hinrunde recht zufrieden, wisse aber, dass "wir in der Rückrunde mehr Auswärtsspiele haben. Da heißt es Schippe für Schippe draufzulegen und sich immer weiter zu verbessern." Für Lilith Reichert ist die Saison hingegen beendet. Die 21-Jährige zog sich beim Uni-Handball ihren zweiten Kreuzbandriss zu.

Prognose: Der HSV Bergtheim wird sich in der Spitzengruppe halten. Zum großen Wurf reicht es jedoch in diesem Jahr noch nicht – selbst im Falle eines Überraschungscoups in Erlangen.

DJK Waldbüttelbrunn (7./15:11)

Die kurze Weihnachtspause kam für die Waldbüttelbrunner zur Unzeit. "Zuletzt hatten wir unsere Form gefunden", sagt DJK-Coach Dusan Suchy. "Diesen positiven Trend wollen wir in der Rückrunde fortsetzen." Doch erneut machte Suchy und seiner Sieben eine Hallensperre einen Strich durch die Rechnung. Training war in dieser Woche nicht möglich. "Wir haben uns einmal im Freien zu einer Konditionseinheit getroffen", so Suchy. Daher ist der DJK-Trainer vor dem Derby bei der Rimparer Zweitliga-Reserve zurückhaltend. "Wir nehmen uns keine großen Ziele vor, auch weil deren erste Mannschaft spielfrei hat", erklärt Suchy, dem in der Hinrunde bei seiner Mannschaft der Feinschliff gefehlt hat. "Deshalb haben wir einige Punkte unnötig liegengelassen."

Prognose: Ins Titelrennen können die Waldbüttelbrunner nicht mehr eingreifen. Doch eine gute Platzierung ist allemal noch drin - ebenso wie die Weiterentwicklung von Perspektivspielern.

TG Heidingsfeld (11./7:17)

Zum Jahresauftakt erwarten die kriselnden Heidingsfelder daheim den Tabellenzweiten TG Landshut (2./20:4). Anfang dieser Woche musste TGH-Trainer Heiko Karrer die nächste Hiobsbotschaft verdauen. Denn auch Ivan Skaramuca hat ihm mitgeteilt, dass er den Hätzfeldern nicht mehr zur Verfügung steht. Der Kroate war erst im Sommer von Rothenburg in den Würzburger Stadtteil gewechselt. Zuvor hatten bereits Torwart Matyas Varga und Patrick Schneider während der Saison das Weite gesucht, weil sie das Aufwand-Ertrags-Verhältnis als nicht mehr hinnehmbar empfanden. Somit sind neben den beiden Schlussmännern nur noch acht Feldspieler übrig, von denen zwei (Luis Franke, Dennis Orf) angeschlagen sind. "Ich hoffe, dass zumindest bei den Heimspielen der eine oder andere aus der zweiten Mannschaft in die Bresche springt", sagt Karrer, der die Saison noch nicht abgeschrieben hat: "Ungeachtet dessen, wie es weitergeht, will ich auf keinen Fall sportlich absteigen."

Prognose: Der Bayernliga-Handball in Heidingsfeld ist schneller wieder zu Ende, als er begonnen hat. Schon der sportliche Klassenerhalt wird aufgrund des ausgedünnten Kaders ein schwieriges Unterfangen.

SG DJK Rimpar II (13./4:20)

Nur ein Sieg über das Schlusslicht und zwei Remis stehen für den Wölfe-Unterbau bislang zu Buche. "Mit der Punkteausbeute sind wir natürlich absolut nicht zufrieden", gesteht DJK-Trainer Sebastian Kraus. Der 35-Jährige erklärt sich die sportliche Talfahrt mit zahlreichen Ausfällen und der insgesamt jungen, teils unerfahrenen Mannschaft. "Sie hat sich aber gut weiterentwickelt", so Kraus, dem vor dem Heim-Derby gegen Waldbüttelbrunn mit den Rückkehrern Max Wirth, Maximilian Lang und Robin Scheler-Eckstein nun wieder mehr Alternativen zur Verfügung stehen. "Wir haben in dieser Woche ordentlich trainiert und das Selbstbewusstsein zu sagen, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen", unterstreicht Kraus. "Ich bin auch guten Mutes, dass wir am Ende den Klassenerhalt packen."

Prognose: Der Wölfe-Unterbau kämpft bis zum letzten Spieltag um den Klassenverbleib, bekommt den Kopf aber gerade noch so aus der Schlinge.

Die Spiele in der Übersicht

Bayernliga Frauen

HC Erlangen (2./22:2) – HSV Bergtheim (3./19:5)
(Samstag, 18 Uhr)

Bayernliga Männer

SG DJK Rimpar II (13./4:20) – DJK Waldbüttelbrunn (7./15:11)
(Samstag, 20 Uhr, Dreifachsporthalle)

TG Heidingsfeld (11./7:17) – TG Landshut (2./20:4)
(Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle am Wiesenweg)

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