HANDBALL: ZWEITE LIGA

Rimpars erstes Gastspiel in Gummersbach

Die Wölfe treten beim deutschen Altmeister und Bundesliga-Absteiger im Oberbergischen an. Die Adresse der Spielstätte ist einem Handballidol gewidmet.
Sieht keinen Druck bei seinem Team: Rimpars Trainer Ceven Klatt (Zweiter von links). Foto: foto2press/Frank Scheuring

Handball, Zweite Bundesliga

VfL Gummersbach – DJK Rimpar Wölfe

(Samstag, 18.30 Uhr, Schwalbe-Arena)

Wenn es um den VfL Gummersbach (14./1:3) geht, ist Rimpars (6./3:1) Coach Ceven Klatt genau wie halb Handball-Deutschland schnell auf Betriebstemperatur. Eine der landesweit bekanntesten Adressen, große Erfolge in der Vergangenheit, Bundesliga-Dino bis zum Abstieg in diesem Jahr, Heimat und Wohnort des langjährigen Bundestrainers Heiner Brand. "Dem kann man in Gummersbach ganz normal beim Kaffeetrinken begegnen", weiß Klatt und lässt offen, ob er selbst schon mal die Ehre hatte.

In Gummersbach, das etwa 50 Kilometer östlich von Köln liegt, ist der neue DJK-Trainer schon öfter gewesen. Schließlich war er in Düsseldorf, Neuss und Ferndorf aktiv – und von da aus ist man schnell im Oberbergischen. Doch auch Klatt wird zum ersten Mal um Punkte beim ruhmreichen VfL Gummersbach antreten – genau wie fast alle seine Spieler. "Das ist schon ein ganz besonderes Spiel, das wir genießen wollen. Denn dafür macht man das Ganze ja auch", sagt Klatt vor der dritten und letzten Rimparer Auswärtsaufgabe in Serie.

1400 verkaufte Dauerkarten

Von Abstiegsfrust war in Gummersbach spätestens im Sommer nichts mehr zu spüren. Der Verein setzte die Rekordmarke von 1400 Dauerkarten ab; am Samstagabend werden genau wie im ersten Heimspiel mehr als 3000 Zuschauer erwartet. Nur sportlich will es trotz eines nominell stark besetzten Kaders weiterhin nicht rund laufen.

Zweimal schon verloren die Blau-Weißen in dieser Saison gegen den VfL Lübeck-Schwartau – einmal im DHB-Pokal-Wettbewerb und letzte Woche auch in der Liga. Die Schwartauer sind pikanterweise der Ex-Klub des neuen VfL-Trainers Torgen Greve. Dazwischen zitterten sich die Oberbergischen noch zu einem Heimauftakt-Remis gegen den TuSEM Essen. "Die Gummersbacher stehen schon ziemlich unter Druck und werden uns das von Anfang an spüren lassen", vermutet Klatt und fügt an: "Wir haben dort nach unserem gelungenen Start mit einem Unentschieden und einem Sieg nichts zu verlieren."

Die Chance der Rimparer könnte sein, dass sich Gummersbach nach dem großen Umbruch im Sommer wohl noch nicht gefunden hat. Acht Spieler, darunter der Würzburger Schlussmann Carsten Lichtlein, haben den Verein verlassen. Dafür sind sechs namhafte Neuzugänge gekommen. Torwart Filip Ivic etwa wechselte vom polnischen Spitzenklub Kielce, Champions-League-Sieger von 2016, ins Oberbergische. Mit Alexander Hermann (zuletzt HSG Wetzlar) und Janko Bozovic (TV Emsdetten) stehen neuerdings zwei österreichische Nationalspieler im Kader des Meisters.

Aus dem dritten Satz des Vorberichts auf das Rimpar-Match auf der VfL-Webseite kann man schon etwas Sarkasmus herauslesen. Dort heißt es: "Aus den ersten beiden Ligaspielen […] ohne doppelten Punkterfolg schlussfolgert Janko Bozovic, dass man in dieser Liga in jedes Spiel mit dem Ziel gehen muss zu gewinnen.‘"

Am Heiner-Brand-Platz 1

Darf man sich da als Rimparer Wolf überhaupt etwas ausrechnen? "Ja, schon", findet Klatt. "Wir müssen versuchen, das VfL-Tempospiel zu unterbinden und die Partie möglichst lange offenhalten. Dann kann viel passieren", sagt der DJK-Coach vielsagend. Wer das Navi benötigt, um zur Schwalbe-Arena zu kommen, muss neben der Stadt übrigens Folgendes eingeben: Heiner-Brand-Platz 1. Ohne Garantie auf persönliche Begegnung mit dem Handballidol...

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