HANDBALL

Sergej Gorpishin: Früher Rimpar, heute Königsklasse

DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - HG Saarlouis
Sergej Gorpishin 2018 im Trikot der DJK Rimpar Wölfe Foto: Scheuring

Beim Namen Gorpishin denken im Handball viele zuerst an den Olympiasieger von 1992 und 2000, Wjatscheslaw „Slava“ Gorpishin – eine russische Legende. Doch längst schreibt dessen Sohn Sergej seine eigene Geschichte. In der Winterpause 2018, kam der Kreisläufer im Tausch für Jan Schäffer für ein halbes Jahr vom Erstligisten HC Erlangen zum Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe. Im Sommer 2019 wechselte der heute 22-Jährige zum Champions-League-Sieger RK Vardar Skopje nach Mazedonien. In der SEHA-Liga kam er in sieben Spielen (acht Tore) zum Einsatz, in der Königsklasse in neun Partien (3). Im Interview sprach der gebürtige Erlanger über den Karriereschritt und die bevorstehende EM mit Russland, für die er nach einem Meniskusriss wieder fit zu sein scheint.

Frage: Sergej, wie lief Ihr erstes halbes Jahr bei Vardar Skopje?

Sergej Gorpishin: Für mich lief es gut, auch wenn die Umgewöhnung mitunter sehr anstrengend war. Grundsätzlich bin ich aber mit den Einsatzzeiten, die ich mir erkämpft habe, zufrieden. Beim Super Globe (Handball-Vereins-WM, Anm. d. Red.) durfte ich unter anderem gegen den THW Kiel viel spielen.

Was waren beziehungsweise sind die größten Herausforderungen bei Ihrer ersten Station im Ausland?

Gorpishin: Neu sind neben dem Verein natürlich die Umgebung und Sprache. Die Sorgen waren aber unbegründet. Meine Teamkollegen sprechen alle Englisch, die Hälfte sogar Deutsch und die andere Russisch.

Was ist der große Unterschied zwischen den deutschen Ligen und dem Handball in Mazedonien?

Gorpishin: Die Reisen. Wir müssen viel mehr fliegen als zuvor, und die Strecken sind weiter. Zudem ist die Qualität deutlich höher, die Gegner sind von einem anderen Kaliber.

Was hat Sie dazu bewegt, den Schritt ins Ungewisse zu wagen?

Gorpishin: Das war nach der Weltmeisterschaft 2019 und noch bevor Vardar Skopje die Champions League gewonnen hat. Wenn so ein Verein auf dich zukommt, bleibt dir nichts anderes übrig, als das Angebot anzunehmen. Als 21-Jähriger zu so einem Verein zu wechseln, ist nicht das Schlechteste, was einem passieren kann.

Bei der WM haben Sie schon einmal in der russischen Nationalmannschaft auf sich aufmerksam gemacht und gegen das deutsche Team sogar ein Tor erzielt. Was rechnen Sie sich für die EM aus?

Gorpishin: Ich hoffe, dort weiter zu wachsen. Wir haben eine schwere Gruppe mit schweren Spielen gegen Island und Ungarn. Aber wir wollen in die Hauptrunde kommen und uns bestenfalls für Olympia qualifizieren.

Ihr Trainer bei Vardar Skopje, Eduard Alexandrowitsch Kokscharow, ist auch Ihr Coach in der Nationalmannschaft. Ist das ein Vorteil für Sie?

Gorpishin: Ich habe zwar mehr Zeit, mich zu zeigen, aber auch mehr Zeit, Fehler zu machen. Aufgrund des straffen Programms in der Champions League haben sie bei Vardar Skopje wenig Zeit, Spieler einzeln zu fördern. In Skopje wird keiner bevorzugt oder benachteiligt.

Was haben Sie sich für die Zukunft vorgenommen?

Gorpishin: Ich will das Bestmögliche herausholen, als Sportler gesund bleiben. Ein Traum wäre, das Champions-League-Final-Four mit Vardar zu erreichen oder mit der Nationalmannschaft weit vorne zu landen.

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