Fußball: Stadtmeisterschaft

Stadtmeisterschaft 2020: Das ist geplant

Die Organisatoren haben sich für die Wiederauflage des traditionsreichen Turniers einiges einfallen lassen. Wie der Wettbewerb zum Fest für die ganze Familie werden soll.
Michael Freudenberger (links) und Sercan Acan (rechts) sind die Hauptorganisatoren der Würzburger Stadtmeisterschaft 2020. Über das erneute Stattfinden des Turniers freut sich Oberbürgermeister Christian Schuchardt (Mitte). Foto: Fabian Ballweg

Nach einem Jahr Pause wird am Sonntag, 5. Januar, wieder eine Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Würzburg stattfinden. Darüber hatten Verantwortliche des Würzburger FV und des ETSV bereits Ende Oktober informiert. Die beiden befreundeten Vereine teilen sich die Organisation der 38. Auflage des Hallenturniers, dessen Konzeption nach sinkenden Zuschauerzahlen und steigenden Organisationskosten überarbeitet worden ist. So wird die Stadtmeisterschaft nur noch an einem Tag statt an zwei Tagen in der Würzburger s.Oliver Arena ausgetragen, und der "Eventcharakter der Veranstaltung" soll in den Vordergrund rücken, sagt Michael Freudenberger, einst Vorstand beim WFV und nun Mitorganisator der Veranstaltung.

15 Klubs halten zusammen

Dass der traditionsreiche Wettbewerb nicht untergeht, dafür hatten sich 15 Klubs aus Würzburg stark gemacht. Deren Vertreter – allen voran Matthias Purucker vom TSV Rottenbauer, Josef Baumann vom TSV Grombühl, Sercan Acan vom ETSV Würzburg und Freudenberger – tauschten sich aus und suchten nach Möglichkeiten für einen Fortbestand. "Mit der Planung sind die beiden Vereine (WFV und ETSV, Anm. d. Red.) noch mehr zusammengewachsen. Es entstanden neue Freundschaften", schreibt der ehemalige Vorstand der Zellerauer in einer Pressemitteilung.

Dass es weitergehen kann, dazu trage auch der neue Partner bei: Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (WVV) erklärten sich bereit, das Sponsoring für die nächsten beiden Jahre zu übernehmen. Einen mittleren vierstelligen Betrag gibt das Unternehmen laut den Organisatoren dafür aus, hinzu komme ein Zuschuss der Stadt Würzburg in etwa gleicher Höhe. Der Wettbewerb wird in "WVV Active Stadtmeisterschaft" umbenannt.

Die Gruppen
Gruppe A
Würzburger FV (Bayernliga), SV Oberdürrbach (Kreisklasse), TSV Rottenbauer (Kreisklasse), SB Versbach (Kreisliga), FC Würzburger Kickers II (Kreisklasse), ETSV Würzburg (Kreisliga), FT Würzburg (A-Klasse), SV Heidingsfeld (Kreisliga).
Gruppe B
TSV Lengfeld (Landesliga), Soccerclub Würzburg (B-Klasse), DJK Würzburg (Kreisklasse), SC Lindleinsmühle (Kreisliga), TV Würzburg (A-Klasse), Gehörlosen SV, TSV Grombühl (Kreisklasse).

Inzwischen ist auch der Turniermodus bekannt: Die 15 teilnehmenden Mannschaften spielen in zwei Gruppen nach dem Prinzip "jeder gegen jeden". Der Würzburger FV (Bayernliga) und der TSV Lengfeld (Landesliga Nordwest) sind als Gruppenköpfe gesetzt. Es qualifizieren sich jeweils die ersten beiden Teams für die Halbfinals, Platzierungsspiele gibt es keine. Die Vorrundenspiele gehen über  zehn Minuten, das Finale dauert 15 Minuten. Los geht es um neun Uhr mit der Partie des WFV gegen den SV Oberdürrbach, das Endspiel ist für 21 Uhr geplant. 

Für das Rahmenprogramm haben sich die ausrichtenden Vereine einiges einfallen lassen. So gibt es um 15.30 Uhr ein Einlagenspiel, das die U-9-Teams des WFV und des ETSV bestreiten. Um 17.30 Uhr spielen die Frauen des SC Heuchelhof-Würzburg (Regionalliga) gegen den Würzburger Stadtrat. Um 19.30 Uhr soll es eine weitere Showeinlage geben, bevor direkt vor dem Beginn des Finales eine Breakdance-Gruppe auftritt. Für die Kinder gibt es im Parterre der s.Oliver Arena eine Geschwindigkeitsmessung (11 bis 18 Uhr), Kinderschminken (11 bis 16 Uhr) sowie ein Glücksrad. Im Foyer wird für die Erwachsenen ein Sekt- sowie ein Coktailstand aufgebaut, an dem es bis 17 Uhr alkoholfreie und danach alkoholische Getränke geben wird.

Hoffnung auf friedliches Turnier

"Es soll wieder ein interessantes, friedliches und familienfreundliches Turnier mit vielen Zuschauern werden", so der Wunsch der Organisatoren. Dafür greifen sie auf das Sicherheitskonzept der vergangenen Jahre zurück, was bedeutet, dass um die 20 hauptberufliche Sicherheitsleute anwesend sein werden. "Sicherheit ist wirklich, wirklich wichtig", betont Freudenberger.

Der Eintritt kostet regulär acht, ermäßigt sechs Euro. Frauen zahlen drei Euro und bekommen beim Einlass außerdem einen Gutschein für ein Glas Sekt. Zudem wird eine Familienkarte für zehn Euro angeboten.

Die Sieger und Finalspiele der vergangenen 37 Stadtmeisterschaften

  • 1982: SV Heidingsfeld (kein Endspiel, Gruppensieger)
  • 1983: FC Würzburger Kickers – SV Heidingsfeld 3:0
  • 1984: SV Heidingsfeld – Würzburger FV 4:0
  • 1985: Würzburger FV – FC Würzburger Kickers 1:0
  • 1986: Würzburger FV – TSV Rottenbauer 9:2
  • 1987: FC Würzburger Kickers – Würzburger FV 5:4 n.V.
  • 1988: SV Heidingsfeld – TSV Lengfeld 2:1
  • 1989: SV Heidingsfeld – FC Würzburger Kickers 3:2
  • 1990: TSV Grombühl – ETSV Würzburg 4:2
  • 1991: Würzburger FV – SV Heidingsfeld 6:5 n.V.
  • 1992: SV Heidingsfeld – SV 09 Würzburg 4:3
  • 1993: SV 09 Würzburg – Würzburger FV 3:0
  • 1994: FC Würzburger Kickers – ETSV Würzburg 8:7 n.S.
  • 1995: FC Würzburger Kickers – Würzburger FV 7:3
  • 1996: Würzburger FV – SV Heidingsfeld 3:2 n.V.
  • 1997: Würzburger FV – SV 09 Würzburg 6:0
  • 1998: Würzburger FV - FC Würzburger Kickers 5:4 n.V.
  • 1999: Würzburger FV – FC Würzburger Kickers 4:3
  • 2000: Würzburger FV – FC Würzburger Kickers 3:2 n.V.
  • 2001: Würzburger FV – FC Würzburger Kickers 8:7 n.S.
  • 2002: Würzburger FV – SV Heidingsfeld 7:4
  • 2003: Würzburger FV – Post SV Sieboldshöhe 0:3
  • 2004: Post SV Sieboldshöhe – SV Heidingsfeld 1:2
  • 2005: TSV Lengfeld – Post SV Sieboldshöhe 7:6 n.S.
  • 2006: Würzburger FV – TSV Lengfeld 5:3 n.S.
  • 2007: FC Würzburger Kickers – Post SV Sieboldshöhe 3:1
  • 2008: Würzburger FV – Post SV Sieboldshöhe 4:1
  • 2009: Würzburger FV – TSV Lengfeld 1:3
  • 2010: SV Heidingsfeld – Würzburger FV 2:3
  • 2011: Würzburger FV – Post SV Sieboldshöhe 3:0
  • 2012: TSV Lengfeld – FC Würzburger Kickers 3:2
  • 2013: Würzburger FV – TSV Lengfeld 3:2
  • 2014: Würzburger FV – FC Würzburger Kickers 2:1 n.V.
  • 2015: Würzburger FV – SC Heuchelhof 3:1
  • 2016: FC Würzburger Kickers II – TSV Lengfeld 4:6 n.V.
  • 2017: Würzburger FV –FC Würzburger Kickers U23 3:2
  • 2018: Würzburger Kickers U23 – TSV Lengfeld 5:6 n.N.
  • 2019: Erstmals fand keine Stadtmeisterschaft statt

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