Baskebtall: Bundesliga

Starting5: Fünf Fakten zu den MHP Riesen Ludwigsburg

Warum Cheftrainer John Patrick erstmals seit seinem Amtsantritt in die Kritik geriet und der Verein nach einer größeren Halle sucht.
Marcos Knight (links, hier am 25. Januar 2019 im Zweikampf mit Cameron Wells) ist einer der Schlüsselspieler bei den MHP Riesen Ludwigsburg. Foto: Heiko Becker

Der Klub

Fünf Mal in Folge erreichten die MHP Riesen Ludwigsburg ab 2013 die Play-offs der Basketball-Bundesliga (BBL), vergangene Spielzeit reichte es für die Schwaben jedoch nur zu Rang zehn in der Endabrechnung. Auf die erfolgreichste Spielzeit 2017/18 mit dem erstmaligen Einzug ins Play-off-Halbfinale um die deutsche Meisterschaft (0:3 gegen Alba Berlin) und der Teilnahme am "Final-Four"-Turnier der Fiba-Champions-League in Athen (65:87 im Halbfinale gegen AS Monaco) folgte somit die sportlich schwächste seit sechs Jahren. "Es ist uns nicht so gelungen, unsere Tugenden auf den Platz zu bringen. Wir konnten nicht nach jedem Spiel sagen, dass wir alles gegeben haben", bilanzierte Präsident Alexander Reil. Als Konsequenz drückte der Klub den "Reset"-Knopf, krempelte der Klub radikal um mit elf Neuverpflichtungen – mit Erfolg bislang: mit sieben Siegen aus acht Partien rangiert Ludwigsburg hinter Meister FC Bayern München auf Rang zwei der Tabelle.

Der Trainer

Da hatte Headcoach John Patrick allen Grund zum Lachen: Sein Team schlug am 17. November 2019  Berlin mit 81:77. Foto: Thomas Kienzle, dpa

Den Umbruch gestalten statt selbst Teil davon zu sein gilt für Cheftrainer John Patrick, der sich angesichts des schwachen sportlichen Abschneidens erstmals seit seinem Amtsantritt auch Kritik im Umfeld stellen musste. Doch der smarte US-Amerikaner genoss angesichts der Erfolge  der Vergangenheit genug Kredit bei der Vereinsführung, und die aktuelle Entwicklung spricht für den 51-Jährigen, dessen Name in Würzburg noch immer mit dem bislang größten Klub-Erfolg, dem Einzug ins Play-off-Halbfinale 2012, verbunden ist. In Ludwigburg ist Patrick noch bis 2021 vertraglich gebunden. "Wir hatten eine Saison, in der wir am Ende nicht dort standen, wo wir hätten stehen sollen. Dieses Jahr haben wir eine Truppe, die kämpft und athletische Power hat. Zudem haben wir dieses Jahr wesentlich mehr Talente", sagt Patrick über den neuformierten Kader.

Der Schlüsselspieler

Marcos Knight (rechts), aktuell die Nummer drei der Korbjägerliste, setzt sich am 25. Januar 2019 gegen Würzburg Xavier Cooks durch. Foto: Heiko Becker

Vergangene Woche gab mit Frankfurts Lamonte Jones der aktuelle Top-Scorer der BBL in Würzburg seine Visitenkarte ab. An diesem Samstag sind mit Kahdeen Carrington (24) und Marcos Knight (30) die Nummer zwei und drei der aktuellen Korbjägerliste zu Gast in der s.Oliver Arena. US-Spielmacher Carrington bringt es auf durchschnittlich 19,0 pro Partie, trifft dabei starke 52,5 Prozent seiner Drei-Punkte-Würfe (21 von 40). Kraftpaket Knight, der seine 98 Kilogramm auf 1,88 Meter Körpergröße verteilt, folgt seinem Landsmann mit 18,6 Punkten im Schnitt pro Begegnung, sammelt zudem 4,2 Reobunds pro Spiel ein und verteilt 3,2 Korbvorlagen – womit er einer der effektivsten Spieler der Liga ist.

Die Bilanz

Da hatte Baskets-Geschäftsführer Steffen Liebler allen Grund zur Freude: Nach ein grandiosen Aufholjagd schlagen seine Würzburger am 25. Januar 2019 Ludwigsburg mit 82:79. Foto: Heiko Becker

Sechs der bislang 14 BBL-Duelle konnte s.Oliver Würzburg gegen Ludwigsburg für sich entscheiden, davon vier der sieben Heimspiele. Vergangene Saison gewannen die Baskets beide Aufeinandertreffen: Das Hinspiel am 3. November 2018 in der MHP-Arena mit 80:75 (40:41), in der heimischen s.Oliver Arena am 25. Januar nach einem 13:30-Startviertel dank einer grandiosen Aufholjagd mit 82:79 (36:44).

Das Besondere

Größere Hallen = mehr Zuschauer = mehr Aufmerksamkeit = Platz zwei hinter "König Fußball"? Der stramme Wachstumskurs, den sich die Basketball-Bundesliga in den letzten Jahren zum Teil selbst verordnet hat, soll konsequent weitergegangen werden. Neben einem inzwischen nötigen Mindest-Budget von drei Millionen Euro steht auch eine Erweiterung der Hallen-Kapazität von aktuell 3000 Plätzen auf 5000 immer wieder mal zur Debatte. Ein Thema, dem sich auch Alexander Reil, in Personal-Union Präsident der MHP Riesen und der BBL, für seinen Klub immer wieder im Zusammenhang mit einem möglichen Umzug nach Stuttgart in die 8500 Zuschauer fassende Porsche-Arena stellen muss. "Ich bin der Meinung, so wie Ludwigsburg dasteht, ist das ein solides Ergebnis. Wenn der Verein danach trachtet, unter die Top-Vier der Liga zu kommen, wird er das am Standort Ludwigsburg nicht realisieren können. Aber das ist eine Grundsatzentscheidung, die momentan nicht ansteht. Ich sehe Stuttgart zurzeit nicht als Alternative. Wir haben keine konkreten Ambitionen, den Standort zu verlagern", betonte Reil diese Woche im Interview mit der "Ludwigsburger Kreiszeitung."

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