Basketball: Bundesliga

Starting5: Fünf Fakten zu den Merlins Crailsheim

Der Klub aus der 34000-Einwohner-Stadt gibt sich trotz eines guten Saisonstarts bescheiden. Wie die Zauberer einst das "Wunder von Würzburg" erlebten.
Würzburgs Basketballer (von links) Xavier Cooks, Cameron Wells, Johannes Richter und Felix Hoffmann feiern nach dem Heimsieg gegen Crailsheim im Februar 2019. Foto: Heiko Becker

Der Klub

Vom Fast-Absteiger zum Überraschungsteam der Basketball-Bundesliga (BBL). Erst am letzten Spieltag der Vorsaison (lesen Sie dazu auch „Das Besondere“) retteten sich die Crailsheimer als Aufsteiger über die Ziellinie. „Etwas seniorenlastig“ sei der Kader gewesen, sagte Geschäftsführer und Klub-Gründer Martin Romig rückblickend der „Heilbronner Stimme“. Das neu formierte Team – mit Sebastian Herrera und DeWayne Russell blieben nur zwei Vorjahres-Spieler übrig – legte dann einen furiosen Saisonstart hin: Nach fünf Spieltagen standen die selbsternannten „Zauberer“ ungeschlagen an der Tabellenspitze, aktuell rangieren sie mit 12:8 Punkten auf Platz fünf. Trotz des guten Saisonstarts gibt sich der Klub aus dem 34 000-Einwohner-Städtchen angesichts eines der kleinsten Etats der Liga (ca. 3,4 Millionen Euro) bescheiden: „Wir werden immer Underdog in der Liga sein. Da muss man realistisch sein“, sagt der sportliche Leiter Ingo Enskat.

Der Trainer

Finnen-Power an der Seitenlinie: Seit März 2016 leitet Tuomas Iisalo (37) die sportlichen Geschicke bei den Merlins, seit dieser Saison unterstützt ihn sein dreieinhalb Jahre jüngerer Bruder Joonas als Assistent. „Tuomas ist eher der Analytiker, während Joonas einen emotionalen Aspekt mit hineinbringt“, charakterisierte Romig in der „BIG“ das Brüderpaar, das von Kindertagen an eine enge Beziehung zueinander pflegt, was letztlich auch den Ausschlag bei der Besetzung der vakanten Co-Trainer-Stelle gab, wie Romig verriet: „Wir wollten, dass Tuomas wieder einen Vertrauensmann an der Seite hat, auf den er sich blind verlassen kann. Und das ist bei Joonas zu 100 Prozent der Fall.“

Der Schlüsselspieler

Vom belgischen Spitzenklub Spirou Carleroi wechselte US-Flügelspieler Quincy Ford nach Crailsheim. Mit durchschnittlich 11,7 Punkten (48,8 Prozent Dreier-Quote), 6,3 Rebounds, 1,8 Korbvorlagen und 1,5 Ballgewinnen pro Partie liefert der 2,03-Meter-Mann ein beeindruckendes Gesamtpaket ab und ist einer der Erfolgsgaranten. Große Hoffnungen setzen die Crailsheimer auch in den erst vor 14 Tagen verpflichteten Maurice Stuckey. "Moe kann enorm heiß laufen und damit immer wieder die Spiele beleben oder das Feuer auf dem Feld neu entfachen", beschreibt Enskat den Neuzugang. Der einstige Würzburger Publikumsliebling wagt nach eineinhalb sportlich für ihn frustrierenden Jahren in Bamberg einen Neuanfang und bestreitet ausgerechnet an alter Wirkungsstätte sein erstes Auswärtsspiel im Merlins-Dress.

Die Bilanz

Vier BBL-Spiele – vier Siege. Die Weste von s.Oliver Würzburg gegen Crailsheim in den "besonderen Franken-Derbys" zwischen den bayerischen Unterfranken und den schwäbischen Hohenlohe-Franken ist bislang blütenweiß. In der vergangenen Saison gewannen die Baskets das Hinspiel am 19. Januar 2019 – unterstützt von über 200 ganz in rot gekleideten Anhängern – souverän in der "Arena Hohenlohe" mit 87:69. Das Heimspiel in der s.Oliver Arena am 9. Februar entschieden die Gastgeber mit 87:75 für sich.

Das Besondere

Als "Wunder von Würzburg" wird der letzte BBL-Spieltag der Saison 2018/19 am 12. Mai in die Annalen des Crailsheimer Basketballs eingehen. Weil die eigene Arena wegen einer "Tattoo Convention" belegt war, mussten die Merlins in die Würzburger s.Oliver Arena ausweichen – und unbedingt den damaligen Tabellenzweiten Oldenburg bezwingen, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Die Merlins schaffen die Sensation, besiegten die Norddeutschen mit 99:87 – und profitieren gleichzeitig von der 87:90-Niederlage Bremerhavens beim MBC, wodurch die Küstenstädter den Weg in die zweite Liga antreten mussten. Die "rot-weiße Turnhölle" wurde zur "weiß-blauen Partyhalle". Es ist schwer, in dieser Situation Worte zu finden. Wir haben unmögliches möglich gemacht. Es ist ein magischer Tag", jubelte der sonst eher introvertierte Iisalo.

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