Handball: Bayernliga

TGWH-Vorsitzende appelliert an den Sportsgeist der Handballer

Warum Andrea Germeroth das Verhalten einiger Spieler respektlos findet, aber dennoch an den Fortbestand des Teams glaubt.
Augen zu und durch: Trotz der aktuell frustrierenden Situation wollen Trainer Heiko Karrer und sein verbliebenes Team die Saison in der Handball-Bayernliga zu Ende spielen. Bence Bordcas gehört allerdings nicht mehr dazu.  Foto: Heiko Becker

Heidingsfelds Bayernliga-Handballer spielen die Saison ordnungsgemäß zu Ende. Davon jedenfalls geht TGWH-Vorsitzende Andrea Germeroth aus. Aktiv eingreifen will sie jedoch nicht. "Die Vorstandschaft kann ohnehin nichts zu der Situation beitragen", sagte die Rechtsanwältin am Dienstag auf Nachfrage: "Wir haben im September alles besprochen – und die Mannschaft hat bis auf Mátyás Varga die Zusage für die komplette Saison gegeben." Dass nun bereits drei Spieler (Anm. der Red.: Patrick Schneider, Ivan Scaramuca und Bence Bordacs) gegangen sind, findet Germeroth respektlos gegenüber dem Team, dem Trainer und auch den Gegnern.

"Von den drei hat sich niemand bei mir gemeldet. Ich kenne ihre Beweggründe daher nicht. Vielleicht wollen sie nach Ablauf der achtwöchigen Wartefrist noch bei einem anderen Verein einspringen. Als Amateursportler steht ihnen ein solcher Wechsel natürlich frei. Meine Auffassung von Sportsgeist sieht anders aus", sagt die TGWH-Vorsitzende, die früher Badminton und Volleyball gespielt hat.

"Das ein Kader dünn ist, ist nichts Ungewöhnliches."
Andrea Germeroth, Vorsitzende der TG Würzburg-Heidingsfeld

Dass die verbliebenen Spieler beim Heimspiel gegen Landshut geschlossen nicht angetreten seien, habe sie aus der Zeitung erfahren. "Wenn es sich wirklich so zugetragen hat, ist das für mich kein Zeichensetzen, sondern illoyal gegenüber Verein, Abteilung und Trainer", sagt Germeroth. "Dass ein Kader dünn ist, ist nichts Ungewöhnliches. Das gibt es auch in anderen Sportarten." Dann müsse man sich eben gegenseitig unterstützen.

Über die zweite und dritte Heidingsfelder Handball-Mannschaft lässt Germeroth nichts kommen – im Gegenteil: "Ich finde es aller Ehren wert, dass sie am Samstag so kurzfristig eingesprungen sind." Man müsse schließlich auch berücksichtigen, dass diese Spieler mit ihren Teams ebenfalls am Spielbetrieb teilnehmen. "Für mich steht in dieser Hinsicht keine Mannschaft über der anderen. Wenn sich Spieler in der Ersten festspielen und daher nicht mehr für die Zweite auflaufen können, ist das auch problematisch."

Sie habe nun allerdings gehört, dass man einen Plan aufstellen will, wann welcher Spieler aushilft. Die Reserve ist aktuell in der Bezirksliga mit sieben Siegen aus sieben Spielen auf Meisterkurs. Ein Aufstieg könnte wichtig sein, falls die Heidingsfelder, die ihr "Bullen-Logo" aus rechtlichen Gründen nicht mehr verwenden, ihr Bayernligateam nach der Saison zurückziehen. Die dritte Mannschaft spielt in der Bezirksklasse außer Konkurrenz mit. Am Montagabend wollten die Abteilungsverantwortlichen über das weitere Vorgehen beratschlagen. Bis zum frühen Dienstagnachmittag war zu diesem Treffen nichts in Erfahrung zu bringen.

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