Handball: Bayernliga

Topspiel für Titelkandidat DJK Waldbüttelbrunn

Warum DJK-Akteur Lucas Meyer am Samstag gegen Landshut im Fokus steht und wie der Linksaußen in Waldbüttelbrunn nicht nur sportlich heimisch wurde.
Eine feste Größe im Spiel der DJK Waldbüttelbrunn: Lucas Meyer (Mitte), auf unserem Archivbild in einer Partie gegen den TSV Lohr. Foto: Yvonne Vogeltanz

Topspiel in Waldbüttelbrunn: Am fünften Spieltag der Handball-Bayernliga empfängt die DJK Waldbüttelbrunn den ungeschlagenen Tabellenführer TG Landshut (Samstag, 19.30 UHr, Ballsporthalle). Ein Spiel mit sportlicher Brisanz: Die DJK, die nach vier Spielen bereits mit drei Minuspunkten dasteht, benötigt einen Sieg, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht abreißen zu lassen.

Wer ersetzt Spielmacher Andreas Paul?

Der holprige Saisonstart des alljährlichen Meisterschaftsanwärters aus Waldbüttelbrunn kam indes nicht völlig unerwartet, angesichts einer Vorbereitung, in der die DJK aufgrund der zeitweiligen Sperrung der heimischen Ballsporthalle in den Worten von Trainer Dusan Suchy "viel improvisieren" musste. Daher will der DJK-Coach trotz des mäßigen Saisonstarts nicht zu streng mit seiner Mannschaft ins Gericht gehen. Umso mehr, als dass sein Team in seinen bisherigen vier Saisonspiele auf „unbekannte“ Mannschaften traf: Sämtliche Gegner der Waldbüttelbrunner kamen als Auf- oder Absteiger neu in die Liga und waren entsprechend schwer einzuschätzen. Auch die „Leistungssteigerung von Spiel zu Spiel“, die Suchy bei seiner Mannschaft beobachtet hat, stimmt den Coach milde.

Am Samstag gegen die TG Landshut sollte sich diese Steigerung tunlichst fortsetzen, wenn die „Sumpfler“ zuhause ungeschlagen bleiben wollen. Denn die Gäste aus Niederbayern sind wahrlich keine Unbekannte, sondern eher eine feste Größe. Zudem muss die DJK auf Spielmacher Andreas Paul verzichten, der im Urlaub weilt. Um den herben sportlichen Verlust auszugleichen, hat Coach Suchy mehrere Varianten im Sinn. Eine davon sieht vor, Linksaußen Lucas Meyer in die Mitte zu ziehen: „Das hat er in der Vorbereitung schon ganz gut gemacht“, attestiert Suchy dem 28-Jährigen, der bereits in der Jugend die Spielmacherposition bekleidete. Auch Spielmacher Timo Issing wird eine größere Rolle spielen, um den Ausfall Pauls zu kompensieren.

"Familiäre Atmosphäre" bei der DJK

Beide Akteure sind seit vielen Jahren Konstanten im Kader Waldbüttelbrunns: Timo Issing stieß 2015 aus der eigenen Jugend in den Kader der ersten Mannschaft, Lucas Meyer kam bereits 2009 von seinem Heimatverein TV Etwashausen zur DJK. Beider Vita ist durchaus exemplarisch für die Philosophie bei den „Sumpflern“, die auf Konstanz im Kader und hohe Durchlässigkeit von der Jugend zur Herrenmannschaft setzen. Sicherlich auch eine Ursache für die „familiäre Atmosphäre“ in und um den Verein, die Meyer wahrnimmt.

Für den gebürtigen Etwashausener war diese auch der Grund, warum er den „Sumpflern“ seit mittlerweile zehn Jahren die Treue hält: „Ich habe mich hier sofort wohlgefühlt." Und mittlerweile ist der 28-Jährige bei der DJK nicht nur sportlich heimisch geworden. Vor sechs Jahren hat Meyer seinen Lebensmittelpunkt fest nach Waldbüttelbrunn verlegt, im Sommer dieses Jahres heiratete Lucas Meyer seine langjährige Freundin Jenny – die bei der von ihm trainierten Handball-Damenmannschaft der DJK das Tor hütet. „Das ist schon nicht immer einfach, dann Handball und Privates zu trennen, vor allem nach einem Training oder Spiel“ sagt er zur ungewöhnlichen Konstellation.

Zusätzlich zur Waldbüttelbrunner Damenmannschaft übernahm der 28-Jährige vor der Saison noch die weibliche A-Jugend – mittlerweile füllt das Engagement für den Verein den Großteil seiner Abende aus: „Bis auf einen Tag stehe ich quasi jeden Abend in der Woche beim Training oder Spielen in der Handballhalle“, berichtet Meyer. Zuviel wird ihm das Engagement trotz des erheblichen Zeitaufwands nicht: „Auf keinen Fall. Es ist eher so, dass es mir schnell langweilig wird, wenn ich mal einen ruhigen Abend habe.“ Lediglich logistisch gäbe es angesichts drei unterschiedlicher Trainings- und Spielpläne bisweilen Schwierigkeiten: „Da ist schon Koordination gefragt. Aber mein Co-Trainer nimmt mir viel ab.“

Günstige Rahmenbedingungen für Meisterschaft

Einfacher würde diese sicherlich nicht, falls der Linksaußen mit der Herrenmannschaft tatsächlich Meister werden und in die Dritte Liga aufsteigen sollte. Trotzdem bleibt die Meisterschaft natürlich ein Ziel. Und die Ausgangslage, um dieses in dieser Saison tatsächlich zu erreichen, ist für die DJK, die in den letzten sechs Spielzeiten dreimal Zweiter und dreimal Dritter wurde, eigentlich besser denn je: Im Unterschied zu den letzten Jahren gäbe es in dieser Saison kein absolutes Topteam, so Coach Suchy und Linksaußen Lucas Meyer übereinstimmend. Umso wichtiger, dass die DJK selbst kontinuierlich Punkte sammelt – am besten auch am Samstag gegen Landshut.

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