Fußball:

Urgestein Alf Mintzel hört nach dem Aufstieg auf

Alf Mintzel nach dem Zweitliga-Aufstieg und seinem letzten Spiel für den SV Wehen Wiesbaden. Foto: FrankHoermann/SVEN SIMON, Imago

Mit dem Aufstieg ist Schluss. Nach dem 3:2-Sieg des SV Wehen Wiesbaden beim FC Ingolstadt im Relegationsspiel zur zweiten Bundesliga ließen die Mitspieler Drittliga-Urgestein Alf Mintzel hochleben. Der 37-Jährige, der bislang nach dem 40-jährigen Bremer Claudio Pizarro der zweitälteste Feldspieler im deutschen Profifußball war, beendet seine Karriere mit einem echten Paukenschlag, mit dem nach der 1:2-Heimniederlage im Hinspiel unerwarteten Sprung in Liga zwei. "Der raucht wie ein Schlot, säuft Weizen en masse. Aber was der abspult, ist Wahnsinn", hatte Wehens Torhüter Markus Kolke im Moment des Triumphs halb im Spaß über Mintzel gesagt. Der hatte geantwortet: "Ein guter Diesel braucht Benzin und stinkt ein bisschen. Ich bin einer vom alten Schlag." Um einen flotten Spruch war Mintzel noch nie verlegen und wurde so zum Vorzeigespieler eines Vereins, der stets um Beachtung und Anerkennung kämpfen musste.

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Zwei Tage nach dem Triumph erklärte der gebürtige Würzburger, der in Rimpar aufwuchs und nach seiner Jugendzeit beim dortigen ASV 2001 zunächst zum Würzburger FV in die Bayernliga wechselte, ehe er über Greuther Fürth, den SC Feucht, Kickers Offenbach und den SV Sandhausen im Jahr 2010 nach Wiesbaden kam, sein Karriereende. Er tat dies, wie das heute Usus ist, mit einem Facebook-Video. Mintzel, mit 325 Partien der Spieler mit den zweitmeisten Drittliga-Einsätzen überhaupt und ab dem Start dieser Liga durchweg dabei, wird in der zweiten Liga nicht mehr kicken. Er wechselt nun in die Marketing-Abteilung des SV Wehen Wiesbaden, bei dem Mintzel spätestens seit er den Klub 2016 mit einem Treffer in der Nachspielzeit des letzten Saisonspiels vor dem Sturz in die Viertklassigkeit bewahrte, Legendenstatus besitzt.

"Die Geschichte ist so, wie es passiert ist, einfach rund", sagt Mintzel am Donnerstag am Telefon. Am Tag seines Rücktritts war er auf Vatertagsausflug unterwegs. Dem Linksverteidiger war in den letzten Jahren schon mehrfach das nahe Karriereende vorhergesagt worden. Am Ende hatte sich Mintzel dann aber doch immer wieder einen Stammplatz erkämpft. Jetzt aber soll Schluss sein mit dem Fußball. Das habe er schon vor den Relegationsspielen beschlossen. "Ich habe vor dem Spiel in Ingolstadt im Mannschaftskreis noch eine Brandrede gehalten und den Jungs klar gemacht, wie ich mir meinen Abschied vorstelle. Dass das so geklappt hat, ist natürlich sensationell", berichtet der zweifache Vater.

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