Fußball: Bayernliga Nord, Männer

WFV bleibt zu Hause ungeschlagen

Nicht zu halten: Nach dem entscheidenden Treffer von Cristian Alexandru Dan jubelte WFV-Coach Marc Reitmaier mit seinen Jungs.
Nicht zu halten: Nach dem entscheidenden Treffer von Cristian Alexandru Dan jubelte WFV-Coach Marc Reitmaier mit seinen Jungs. Foto: Heiko Becker
Der Würzburger Fußballverein bleibt in dieser Bayernliga-Saison zu Hause ungeschlagen. Mit 3:2 setzte sich die Elf von Trainer Marc Reitmaier am Samstagnachmittag vor 372 Zuschauern gegen den 1. FC Sand durch und konnte sich dabei – wie beim 1:1 gegen die U23 des FC Würzburger Kickers am Dienstagabend – über ein spätes Tor freuen. Stürmer Cristian Alexandru Dan netzte in der 90. Spielminute zum entscheidenden Treffer für die Blauen ein.


Der WFV als Spezialist für Last-Minute-Treffer? „Letzte Saison und zu Beginn dieser Spielzeit hatten wir das ja nicht. Ich glaube, das zeigt die beeindruckende Fitness der Mannschaft“, gab sich Reitmaier zufrieden. An der Seitenlinie hatte er nicht weniger geschwitzt als seine Jungs, sich nach Dans Treffer zum 3:2 in die Jubeltraube an der Eckfahne gestürzt. Sands Trainer Uwe Ernst, der mit einer deutlich dezimierten Mannschaft - unter anderem musste er auf die Stammspieler Dominik Leim, Joe Bechmann, Danny Schlereth und Tevin McCullough verzichten - an die Mainaustraße gekommen war, sah die Niederlage relativ gelassen: „Für das, wie wir beieinander sind und wie viele Leute fehlen, kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Tatsächlich hatten beide Teams auf dem Platz Willen und Moral gezeigt.

WFV startet stark in die Partie

In der dämpfigen Schwüle auf der Sepp-Endres-Sportanlage waren es die Zellerauer, die besser in die Partie fanden. Reitmaier hatte seine Elf im Vergleich zum Dienstag durchgemischt, um den Kräfteverzehr auszugleichen. Der Plan ging zunächst auf. 20 Minuten lang setzten seine Jungs die Gäste unter Druck, konnten jedoch keine ihrer hochwertigen Chancen verwandeln. So köpften Nicolas Engelking (4.) und Tim Lorenz (9.) an die Latte, Sebastian Götz wuchtete den Ball aus etwa 30 Metern neben das Sander Gehäuse (16.) und Dennie Michel rutschte an einer schönen Hereingabe von Engelking knapp vorbei (21.). Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste nur einmal vor WFV-Torhüter Andre Koob aufgetaucht, ohne diesen in Verlegenheit zu bringen.

Eine Trinkpause war es, die den Zellerauern schließlich zum Verhängnis wurde. „Ab da war ein Bruch im Spiel“, resümierte Reitmaier. Bis zur Pause fand sein Team keinen Zugriff mehr auf die Gäste, für die erst Adrian Reith lässig zum 1:0 einschob (29.) und dann Christopher Gonnert auf 2:0 erhöhte (37.). Mit diesem Rückstand ging der WFV, begleitet vom ungläubigen Kopfschütteln der Zuschauer, in die Pause und kehrte – auf drei Positionen verändert – aufs Feld zurück. Erstmals setzte Reitmaier auf einen Dreifachwechsel, um, wie er hinterher sagte, mit Patrick Hofmann, Dan und Wojtek Droszcz frischen Wind ins Spiel zu bringen. Das gelang. Auch wenn es zunächst der von Beginn an spielende Adrian Istrefi war, der sich, nachdem Schiedsrichter Sven Laumer nach einem Foul an Michel kurz vor dem Sechzehner Vorteil hatte laufen lassen, den Ball schnappte und diesen am Torwart vorbei in den Kasten schob (58.).

Reitmaier spricht von "verdientem Sieg"

Die emotionale Partie war in der letzten halben Stunde von Standards geprägt. Dass die eine Stärke des WFV sind, zeigte sich wieder einmal, als Dan nach einer Istrefi-Ecke zum 2:2 einköpfte (76.). Für den Stürmer jedenfalls hat es sich nach seinem Tor angefühlt, auch wenn der Schiedsrichter den Treffer als Eigentor der Gäste verbuchte. Nur noch einmal kam Sand durch Reith gefährlich vors Tor (88.), während der WFV nun wieder das Heft in der Hand hatte und folgerichtig – wenn auch aus abseitsverdächtiger Position – den Siegtreffer erzielte. „In der Halbzeit haben wir uns noch einmal eingeschworen, haben noch einmal alles mobilisiert. Aufgrund der zweiten Hälfte denke ich, dass es ein verdienter Sieg ist“, sagte Reitmaier. Für Ernst und sein Team heißt es indessen: „Mund abwischen und weitermachen“



Die Statistik des Spiels


Würzburger FV - 1. FC Sand 3:2 (0:2)

Würzburg: Koob - Schömig, Lorenz, Drösler (46.Hofmann), Ganzinger - Wasser, Götz (46. Droszcz) - Michel, Istrefi, Engelking (46. Dan) - Fries.
Sand: Medem - Gonnert, Ch., Nöthling, Gundelsheimer, Steinmann - Schlereth, Th., Krüger (65. Rödel), Karmann, Schmitt, Fischer (46. Gonnert, O,) - Reith.
Schiedsrichter: Laumer (Nürnberg).
Zuschauer: 372.
Tore: 0:1 Reith (29.), 0:2 Gonnert, Ch. (37.), 1:2 Istrefi (58.), 2:2/3:2 Dan (76./90.)

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