Motorsport

Wachablösung in Eichenbühl

Blitzschnell im Blickpunkt der Zuschauer: Der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik ist in seinem Norma M20F das Maß der Dinge in Eichenbühl und holt sich den Gesamtsieg samt Streckenrekord. Foto: Hartmut Hess

In den vergangenen vier Jahren dominierte Uwe Lang vom AC Schweinfurt jeweils als Gesamtsieger des Unterfranken-Bergrennen in Eichenbühl (Lkr. Miltenberg). Doch am Sonntag kam es zur Wachablösung durch den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik. Der 32-Jährige feierte erwartungsgemäß einen Favoritensieg in einem Norma M20F, dem schnellsten Renner im Feld der über 200 Fahrer. Patrik Zajelsnik nahm Uwe Lang im ersten Rennlauf auch noch den Streckenrekord ab, die Bestmarke steht jetzt bei 1:11,53 Minuten für die 3,05 Kilometer von Eichenbühl nach Umpfenbach.

Das war ein Rennwochenende ganz nach dem Geschmack der Organisatoren und Zuschauer und zugleich eine Werbung für den Automobil-Bergrennsport in Eichenbühl. Denn bei recht gutem Wetter verbuchte der veranstaltende German American Motorsportclub (GAMSC) Würzburg eine Steigerung der Zuschauerzahl um 20 Prozent. „Wir sind in jeder Hinsicht total zufrieden“, freute sich Rennleiter und GAMSC-Präsident Peter Thumbeck – und das zurecht.

Zufriedener Rennleiter

Denn die Würzburger brachten die ausgeschriebenen drei Rennläufe problemlos durch, es gab fast keine Unfälle und die Fans sahen rasanten Motorsport zum Anfassen. Wenn Peter Thumbeck fast ins Schwärmen geriet wie heuer, dann heißt das was. Denn der Nürnberger fungiert schon 35 Jahre als Rennleiter in Eichenbühl und war in dieser Position zuvor sieben Jahre beim Bergrennnen in Sulzthal verantwortlich. Gestählt von den Erfahrungen aus über 40 Jahren am Berg ist der 67-Jährige eher ein ruhiger und besonnener Vertreter seiner Zunft – in diesem Kontext kam seine Zufriedenheit am Wochenende schon Freudensprüngen gleich.

Natürlich hätte die Mehrheit der Zuschauer lieber den einheimischen Uwe Lang ganz oben gesehen – dennoch gab es einen heimischen Sieger. Denn Lokalmatador Norbert Brenner glänzte mit einer Demonstration seines Leistungsvermögen. Dass er mittlerweile 67 Jahre ist, hielt Brenner nicht davon ab, in seinem rennsportlichen Wohnzimmer mit seinem aus der DTM stammenden Opel Vectra die Konkurrenz zu dominieren.

Der Rekord-Tourenwagen-Meister hielt in seiner Klasse Klaus Hoffmann mit seinem Opel Astra vom AMC Kitzingen oder den Österreicher Herbert Stolz in Schach. Im Gesamtklassement fuhr Brenner auf Rang drei hinter Zajelsnik und Lang und bewies, noch längst nicht zum alten Eisen zu gehören.

Die zahlreichen Zuschauer honorierten bei der Siegerehrung die Leistungen der weiteren Lokalmatadoren Nils Abb und Christof Hörnig, die in der 1400er-Klasse mit den Plätzen sechs und sieben prima abschnitten. Applaus gab es auch für den Berg-Neueinsteiger Günther Winkler.

Während bei den Rennsportfahrzeugen die Titelentscheidung erst beim letzten Saisonrennen in Mickhausen fällt, sicherte sich der Happurger Jörg Weidinger vorzeitig und mit sehr großem Vorsprung den Titel des Deutschen Tourenwagen-Bergmeisters. Die Protagonisten genossen am Sonntag den Beifall des Publikums und wie sie bei der finalen Rückführung zum Startpunkt von einer Welle der Begeisterung durch die Zuschauer förmlich den Berg herunter getragen wurden.

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