Würzburg

Waldbrunner Fußballer initiieren Spenden-Aktion

Im Dienst der guten Sache wurden schon über 500 Kilometer gelaufen und etliche Workouts absolviert. Wer das Geld am Ende bekommt ist allerdings noch nicht ganz klar.
Laufen gemeinsam für den guten Zweck: Benedikt Fiederling, 2. Vorstand des SV Waldbrunn (rechts), und Felix Schrauth, einer der Initiatoren der Sport against Corona-Challenge.
Laufen gemeinsam für den guten Zweck: Benedikt Fiederling, 2. Vorstand des SV Waldbrunn (rechts), und Felix Schrauth, einer der Initiatoren der Sport against Corona-Challenge. Foto: Alexander Rausch

Bis vor einer Woche wäre es unwahrscheinlich gewesen, Felix Schrauth am Morgen am Mainkai beim Joggen anzutreffen. Aber nicht nur die Corona-Krise und die damit verbundene Heim-Arbeit haben den 27-Jährigen dazu animiert, zu dieser Tageszeit die Laufschuhe zu schnüren. Der Fußballer des SV Waldbrunn hat mit seinem Mannschaftskameraden Frederik Lanny vor wenigen Tagen die Spendenchallenge "Sport against Corona" ins Leben gerufen.

"Ich war am vergangenen Wochenende joggen und habe viele Menschen Sport machen gesehen. Es hat mich überrascht, dass es so viele trotz der Ausgangsbeschränkung nach draußen treibt. Die meisten hatten zudem Trainingsanzüge oder Klamotten ihrer Vereine an", erzählt Schrauth, wie ihm die Idee zu dieser Aktion kam. Zusammen mit Lanny entwickelte er daraufhin ein Konzept, das das Duo über den vereinseigenen Internetauftritt sowie die Social-Media-Kanäle verbreitete.

Trainer verdoppelt den Spendenbetrag

Sie rufen dazu auf, sich sportlich zu betätigen in Form eines Laufs oder Work-Outs und Bilder davon einzuschicken, die dann veröffentlich werden. Für jeden absolvierten Kilometer spendet der Teilnehmer 50 Cent für die Aktion. Für Work-Outs soll ein beliebiger Betrag beigesteuert werden. Das Geld kann über ein PayPal-Konto gesendet oder auf ein extra eingerichtetes Konto überwiesen werden. "Wir wollten damit eine Motivation schaffen in der ungewollt fußballfreien Zeit und den Gedanken des guten Zwecks mitreinbringen", erklärt Lanny, der wie Schrauth vornehmlich im Home-Office arbeitet. Auch die Mannschaft des Kreisklassisten unterstützt die Challenge, zumal Trainer Thomas Finger den Betrag für jeden gelaufenen Kilometer aus eigener Tasche verdoppelt. Nun gelte es, den Geldbeutel des Trainers leerzulaufen, meint Lanny und lacht.

Bisher wurden über 500 Kilometer und rund zehn Work-Outs gemeldet. Der aktuelle Stand ist auf der Vereinsinternetseite einzusehen. Selbst weniger Internet affine oder ältere Menschen erreiche die Aktion, wie Lanny zudem berichtet: "Vorgestern hat mich ein Herr per E-Mail angeschrieben, der kein Paypal hat, aber spenden wollte. Er wirft uns das Geld in den Briefkasten."

Inspiriert von wekickcorona.de

Inspiriert wurden die Waldbrunner von der Spendenaktion wekickcorona.com, die die Profi-Fußballer Joshua Kimmich und Leon Goretzka ins Leben riefen. Einen direkten Kontakt gibt es aber nicht. "Da wir nicht wussten, wie die Challenge angenommen wird, haben wir uns an der Aktion orientiert. Sollte sich eine gemeinnützige Organisation aus der Region melden, stehen wir dem natürlich offen gegenüber", so Lanny.

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