Rimpar

Waldbüttelbrunns Handballer starten mit Derby-Sieg ins neue Jahr

Für Keeper Jens Brückner fühlte sich die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte komisch an. Beim Sieg seiner DJK machte er auf dem Feld aber eine gute Figur.
Für Waldbüttelbrunns neuen Keeper Jens Brückner war es ein komisches Gefühl als Gast nach Rimpar (im Bild: Bernhard Huber) zurückzukehren.  Foto: Volker Danzer, HMB Media

SG DJK Rimpar II – DJK Waldbüttelbrunn 16:19 (9:11)

Als das wenig erbauliche Handball-Derby zwischen der Rimparer Reserve und der DJK Waldbüttelbrunn schon einige Minuten vorüber war, stand Jens Brückner noch immer an seinem Lieblingsplatz: zwischen den Pfosten. Der Waldbüttelbrunner Schlussmann ließ sich an seiner vormaligen Wirkungsstätte von seinem kleinen Stiefbruder bewerfen – solange, bis das Tor schließlich von den heimischen Helfern abgebaut wurde.

Ein komisches Gefühl sei es gewesen, als Gast hierher zu kommen, sagte Brückner, der in der ersten Halbzeit so einige Würfe vereiteln konnte. Bis zum Sommer war er in der Rimparer A-Jugend zwischen den Pfosten gestanden. Dann nutzte er seine Chance, um bei den Sumpflern als 18-Jähriger sogleich in der Bayernliga seinen Mann zu stehen. "Es half mir schon, dass ich mit dem einen oder anderen Rimparer zusammengespielt habe und daher deren Wurfbilder kannte", gestand Brückner, der lediglich für zwei Siebenmeter von  Max Feuerbacher, ebenfalls ein früherer Rimparer, abgelöst worden war.

Markus Leikaufs spektakuläre Parade

Ihrem Gegenüber Markus Leikauf konnten die beiden freilich nicht das Wasser reichen. Mit spektakulären Paraden hielt der 27-Jährige seine teils indisponierten Vorderleute nach der Pause im Spiel. "Er hat ein unglaubliches antizipatives Verhalten und ist für mich über Jahre der beste Torwart in der Liga", unterstrich Waldbüttelbrunns Trainer Dusan Suchy nach dem 19:16-Auswärtssieg. Über die eher dürftige Offensivleistung seiner Sieben sollte das nicht hinwegtäuschen. "Wir wollten kontrolliert nach vorne spielen, um nicht in die Gegenstöße zu laufen. Doch das war für meinen Geschmack etwas zu verhalten", sagte Suchy, der sich dafür über eine immer bessere Abwehrarbeit freuen konnte. Insgesamt hatte die quirlige DJK-Defensive nur 16 Gegentreffer zugelassen.

"Wir hätten mehr Eins-gegen-eins-Situationen suchen oder den Kreis anspielen müssen. Doch das hat heute kaum funktioniert", bemängelte DJK-Trainer Sebastian Kraus, der sich zuvor die Seele aus dem Leib geschrien hatte. Mehrmals kamen die Rimparer vor den rund 400 Zuschauern zwar noch einmal bis auf zwei Treffer heran. Dann trafen sie aber immer wieder die falschen Entscheidungen, so dass es nicht mehr wirklich spannend wurde.

Keine Unterstützung von der ersten Mannschaft

Kraus´ Kompagnon Stefan Schmitt fehlte aufgrund der Geburt seiner Tochter. Also beratschlagte sich der frühere Linksaußen nach dem Abpfiff mit seinem Vorgänger Janko Skrbic, der das Derby von der Tribüne aus verfolgt hatte. Weil die erste Mannschaft übers Wochenende beim Trainingslager in Hemau war, bekam der Unterbau einmal mehr keine Unterstützung von oben. "Die Wölfe haben Priorität. Das ist nun mal so", erklärte Kraus, für den der Abstieg eine Art Supergau wäre: "Damit befasse ich mich nicht. Wir werden weiter fleißig trainieren und den Klassenerhalt schaffen."

Schon am kommenden Samstagabend wartet zu Hause die nächste schwere Hürde auf die Zweitliga-Reserve. Dann kommt der Tabellenzweite HaSpo Bayreuth mit einer noch offensiver ausgerichteten Abwehrformation nach Rimpar. Und wie geht es für Waldbüttelbrunn weiter? Suchy verabschiedete sich noch am Sonntagmorgen zum Schulskifahren. Daher werden Co-Trainer Matyas Varga und Spieler Lukas Meyer unter der Woche das Training anleiten, ehe es das Duell beim am Samstag erstmals punktenden Schlusslicht Fürstenfeldbruck II ansteht.

Die Statistik des Spiels
SG DJK Rimpar II – DJK Waldbüttelbrunn 16:19 (9:11)
Rimpar: Leikauf (1.-60.), Hruschka (n.e.) – Weber, Fischer, Keidel 1, Mohr, Gräsl 1, Kütt, Lang 1, Märker 4, Scheler-Eckstein, Huber 4, Wirth 2, Dürr 3/2.
Waldbüttelbrunn: Brückner (1.-60.), Feuerbacher (zwei Siebenmeter), Varga (n.e.) – Stumpf 3, Tendera 3, Glöggler 3, Paul 6, Issing 1, Kwiatkowski 3, Kirchner, Renz, Meyer, Bardina.
Schiedsrichter: Böhme/Sand (Waltenhofen/Lauingen). Zeitstrafen: 1:1. Siebenmeter: 3/2 – 0/0. Zuschauer: 400. Spielfilm: 1:2 (6.), 4:4 (10.), 5:7 (14.), 7:10 (24.), 9:11 (Halbzeit), 10:13 (42.), 12:14 (44.), 12:16 (49.), 15:17 (55.), 16:19 (Endstand).

Die restlichenSpiele im Stenogramm

HC Erlangen – HSV Bergtheim 28:16 (15:8)
Tore für Bergtheim: Bausenwein 6, Renner 4, Lichtlein 3, Seibert 1, Winkler 1, Zimmer 1.

TG Heidingsfeld – TG Landshut 15:43 (10:23)
Tore für Heidingsfeld: Nöth 3, Scheuerlein 3, Steinmetz 3, Albers 2, Singer 2, Krank 1.

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