Zellerau

Auftritt beim direkten Konkurrenten

Mit einem Sieg gegen Gebenbach kann der WFV einen wichtigen Schritt weg von den Abstiegsplätzen machen. In der Zellerau wird indessen fleißig Geld gesammelt.
Vorne schnell, hinten kompakt: 'Den Fußball muss man nicht jede Woche neu erfinden', sagt WFV-Coach Berthold Göbel.
Foto: Heiko Becker | Vorne schnell, hinten kompakt: "Den Fußball muss man nicht jede Woche neu erfinden", sagt WFV-Coach Berthold Göbel.

DJK Gebenbach – Würzburger FV
(Samstag, 16 Uhr)

Neuer Spieltag, neues Glück. Am Samstag geht es für die Bayernliga-Fußballer des Würzburger FV (11./12) zur punktgleichen DJK Gebenbach (10./12.), die dank des besseren Torverhältnisses (19:17/+2) vor den Zellerauern (17:19/-2) steht. Mit einem Sieg könnte das Team von Berthold Göbel also am direkten Konkurrenten vorbeiziehen und sich weiter vom immer näher rückenden Abstiegsrelegationsplatz entfernen. Da steht momentan der FC Sand, der den WFV unlängst mit einem 4:1-Sieg vom Platz gefegt hat, mit acht Punkten. Doch hat das Team von Dieter Schlereth mit Aufsteiger Karlburg einen schlagbaren Gegner vor der Brust. "Ich denke nicht über den Tabellenstand nach. Wir wollen ein gutes Spiel machen", sagt WFV-Trainer Berthold Göbel, der bis auf Innenverteidiger Tim Lorenz (Muskelverletzung) seinen Kader komplett hat. Hinten gelte es, gut zu stehen, nach vorne schnell zu spielen: "Fußball ist im Grunde ganz einfach. Das wird nicht jede Woche neu erfunden."

Private Darlehen zurückgezahlt

Unterdessen hat man bei den Zellerauern, bei denen die Lage nach der Fast-Insolvenz im vergangenen Jahr laut Vorsitzendem Roland Metz "unverändert gut" ist, ein neues Projekt ins Leben gerufen. Gesucht werden Rasenpaten, die symbolisch für eine Saison ein Stück des Spielfeldes übernehmen und dafür zwischen 15 und 200 Euro zahlen. "Die Pflege ist unserer Plätze ist recht intensiv momentan", sagt Metz. Zum einen liege das an den steigenden Mitgliederzahlen – rund 760 sind es momentan – und die daraus resultierende größere Auslastung. Zum anderen war der Brunnen, der mit Grundwasser versorgt wird und 50 000 Liter fasst, zuletzt öfter leer, so dass bei der Bewässerung zum Beispiel mit mobilen Rasensprengern nachgeholfen werden musste.

Da freut es die Verantwortlichen natürlich, dass schon fast die Hälfte der symbolischen Rasenstücke verkauft worden ist. Und der Vorsitzende hat gleich noch eine gute Nachricht: "In dieser Woche haben wir das letzte noch ausstehende private Darlehen zurückgezahlt." Fällig gewesen wäre es erst im Dezember, aber man habe ein Zeichen setzen wollen. Seine Schulden bei Privatleuten in Höhen von insgesamt rund 45 000 Euro habe der WFV damit alle beglichen. "Das ist ein schönes Gefühl", resümiert Metz, der aber auch weiß: "Wir sind für die weiteren Planungen vor allem auf Sponsoren angewiesen, die sich längerfristig an den Verein binden." 

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