Tauberbischofsheim

Corona-Fall: Fechtzentrum in Tauberbischofsheim  geschlossen

Nach der Rückkehr vom Skikurs in Südtirol wurde ein Schüler des Fecht-Teilinternats positiv auf das Coronavirus getestet. Mindestens bis kommenden Sonntag ruht der Sportbetrieb. 
Wegen eines Corona-Falls ruht vorerst der Sportbetrieb im Fechtzentrum Tauberbischofsheim.
Foto: Jan-Philipp Strobel, dpa | Wegen eines Corona-Falls ruht vorerst der Sportbetrieb im Fechtzentrum Tauberbischofsheim.

Im Main-Tauber-Kreis sorgt das Corona-Virus für immer neue Beeinträchtigungen: 24 bestätigte Fälle gibt es inzwischen, drei Schulen sind geschlossen - und seit vergangenem Montag auch das Fechtzentrum Tauberbischofsheim. "Es gibt einen nachgewiesenen Corona-Fall eines Schülers aus dem Teilinternat, der in Südtirol zum Skikurs war", bestätigte auf Anfrage Jochen Schneider, der Stellvertretende Verwaltungsleiter des Bundesstützpunktes.

Die vorläufige Einstellung des Sportbetriebs sowie die Schließung des Internats und der Fechthallen sei aus eigenem Antrieb erfolgt, so Schneider weiter , "und zwar in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Sowohl die Familie des Schülers als auch vier Fechter und die Internatsleiterin seien unter Quarantäne. Fünf weitere Schüler des Teilinternats  seien von ihren Familien heimgeholt worden. Spätestens am Donnerstag sollen die Testergebnisse in Sachen Corona-Virus für die betroffenen Fechter und die Internatsleiterin vorliegen. "Wenn sie absolut virenfrei sind, könnte das Fechtzentrum nächste Woche wieder öffnen", hofft Schneider.    

Leonie Ebert aus Würzburg ist mit den Florettfechterinnen zum Weltcupturnier in Anaheim (Kalifornien) geflogen.
Foto: Balazs Czagany, dpa | Leonie Ebert aus Würzburg ist mit den Florettfechterinnen zum Weltcupturnier in Anaheim (Kalifornien) geflogen.

Von der dramatischen Entwicklung vorerst nicht betroffen sind die Florettfechterinnen um um Olympiastarterin Leonie Ebert aus Würzburg: Die Athletinnen sind am Sonntag nach Anaheim in den US-Bundesstaat Kalifornien geflogen, wo am Wochenende das Weltcupturnier stattfinden soll. Im Vorjahr war Ebert dort im Einzel bis ins Viertelfinale vorgestoßen und hatte letztlich einen guten fünften Platz belegt. Normalerweise trainieren die Fechterinnen auch in Tauberbischofsheim - wenn es gut läuft, ist bis zu ihrer Rückkehr das Bundesleistungszentrum wieder geöffnet.

Jubel bei den Säbelfechtern nach der Olympia-Qualifikation mit (von links) Matys und Vilmos Szabo, Max Hartung, Dan Costache, der Werbacher Björn-Hübner-Fehrer und Richard Hübers schreien ihre Freude heraus. 
Foto: DFeB | Jubel bei den Säbelfechtern nach der Olympia-Qualifikation mit (von links) Matys und Vilmos Szabo, Max Hartung, Dan Costache, der Werbacher Björn-Hübner-Fehrer und Richard Hübers schreien ihre Freude heraus. 

"Vor ein paar Wochen schien das Virus noch so weit weg", blickt Jochen Schneider noch einmal auf die Säbelfechter zurück, die sich am vergangenen Wochenende mit Platz drei in Luxemburg für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert haben. Ursprünglich sollte das Weltcup-Turnier im italienischen Padua stattfinden, wurde dann zunächst nach Tauberbischofsheim verlegt und war nach einer Intervention von Landrat Reinhard Frank schließlich nach Luxemburg verlegt worden. Die deutsche Equipe mit dem Werbacher Björn Hübner-Fehrer sowie Max Hartung, Matyas Szabo, Richard Hübers (alle Dormagen) hatte in Luxemburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefochten.  "Es freut mich, dass das gut ausgegangen ist. Wenn das Turnier ersatzlos gestrichen worden wäre, hätten ansonsten Sportler, die sich vier Jahre hart auf Olympia hingearbeitet haben, vielleicht wegen ein paar fehlender Punkte ihr großes Ziel verpasst", so Jochen Schneider abschließend.

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