Würzburg

Der Residenzlauf als Station auf dem Weg zu Olympia?

Marathon-Spitzenathletin Katharina Steinruck kündigt ihren Start in Würzburg an. Die Attraktivität für jugendliche Top-Läufer ist gestiegen.
Anziehungspunkt für Top-Läufer und Nachwuchs-Athleten gleichermaßen: Der Würzburger Residenzlauf, hier ein Bild von der 30- Auflage 2018.
Foto: Christoph Weiß | Anziehungspunkt für Top-Läufer und Nachwuchs-Athleten gleichermaßen: Der Würzburger Residenzlauf, hier ein Bild von der 30- Auflage 2018.

Zwei Minuten vor dem Start der ersten Pressekonferenz anlässlich des 32. Residenzlaufs in Würzburg hat Organisationsleiter Reinhard Peter am Dienstagmittag einen Anruf erhalten. Am anderen Ende der Leitung: Christoph Kopp. Der Laufmanager verkündete den Start der ersten Spitzenathletin für den diesjährigen Zehn-Kilometer-Straßenlauf rund um das Unecso-Weltkulturerbe am 26. April. Katharina Steinruck, geborene Heinig, wird aller Voraussicht nach beim Lauf der Asse mit von der Partie sein. Es wäre für sie eine Premiere in Würzburg. Vor zwei Jahren war die 30-Jährige durch eine Krankheit ausgebremst worden.

Steinruck ist in der Form ihres Lebens: Erst im Herbst vergangenen Jahres lief die zweifache deutsche Meisterin sowohl über die zehn Kilometer (32:39 Minuten) als auch die Halbmarathon- (1:12:23 Stunden) und die Marathon-Distanz (2:27:26 Stunden) persönliche Bestzeit. Mit der dritten Zeit unterbot sie bereits zum zweiten Mal die Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele in Tokio. Kurzum: Steinruck hat gute Chancen, beim Marathon in Japan dabei zu sein. Ihre Mutter Katrin Dörre-Heinig war einst über diese Distanz ebenfalls sehr erfolgreich und ist amtierende Marathon-Bundestrainerin.

Lauf der Asse vor dem Hauptlauf

Der Würzburger Lauf der Asse wird diesmal bereits um 14 Uhr vor dem Hauptlauf über die Bühne gehen. Peter erhofft sich dadurch ein höheres Zuschauerinteresse als zuletzt. Verdient hätte es der Wettbewerb allemal: Der Residenzlauf war 2019 einer der schnellsten Zehn-Kilometer-Straßenläufe weltweit. Vincent Kiprotich Kibet aus Kenia verpasste den Streckenrekord mit seinen 27 Minuten und 34 Sekunden um lediglich zwei Sekunden. Bei den Frauen fehlten der Äthiopierin Eva Cherono auch nur fünf Sekunden. Mal sehen, welche ostafrikanischen Läuferinnen und Läufer Kopp heuer nach Würzburg lotst.

Sicher ist auch, dass der eine oder andere jugendliche Top-Athlet mit dabei sein wird. Denn nach einem Jahr Unterbrechung ist der Residenzlauf wieder Teil des sogenannten Deutschen Nachwuchs Laufcups – "und zwar der einzige in ganz Süddeutschland", so Peter. In Würzburg können sich Nachwuchsläufer in den Alterklassen U 18, U 20 und U 23 miteinander messen und sich für das Finale am Vortag des Berlin-Marathons am 26. September qualifizieren. Es winken zudem Prämien zwischen 50 und 300 Euro.

2020 kein Handbike-Rennen

Die internationale Handbike-Szene wird sich in diesem Jahr hingegen kein Stelldichein rund um die Residenz geben. "Weil parallel drei oder vier internationale Qualifikationsrennen stattfinden, gibt es in diesem Jahr kein Handbike-Rennen. Es hätte keinen Sinn gemacht", bedauerte Orga-Chef Peter, der die Situation 2021 neu bewerten will.

  • Viele Informationen und Bilder rund um den Würzburger Residenzlauf finden Sie in unserem Dossier.
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