Würzburg

Drei Würzburger bescheren Deutschland die ersten Medaillen bei der Ruder-WM

Sophia Wolf, Fabio Kress und Joachim Agne vom ARCW lassen die deutschen Ruderer bei den Weltmeisterschaften in Tschechien am Freitag erstmals jubeln.
Der leichte Männer-Doppelvierer mit (von links) Joachim Agne und Fabio Kress vom Akademischen Ruderclub Würzburg sowie Johannes Ursprung und Simon Klüter (hier auf einem Foto von den Europameisterschaften im August in München), gewann bei der Ruder-WM in Racice Bronze. 
Foto: Sven Hoppe, dpa | Der leichte Männer-Doppelvierer mit (von links) Joachim Agne und Fabio Kress vom Akademischen Ruderclub Würzburg sowie Johannes Ursprung und Simon Klüter (hier auf einem Foto von den Europameisterschaften im August ...

Auch dank drei Würzburgern darf die deutsche Mannschaft bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Tschechien erstmals jubeln: Der leichte Männer-Doppelvierer mit Fabio Kress und Joachim Agne vom Akademischen Ruderclub Würzburg (ARCW) sowie der leichte Zweier ohne Steuerfrau mit ARCW-Teamkollegin Sophia Wolf gewannen am Freitag in Racice jeweils Bronze. Die beiden Boote holten in den nichtolympischen Klassen die ersten Medaillen bei den für Deutschland bisher enttäuschenden Titelkämpfen. Eine weitere Bronzemedaille sicherte sich Paul Umbach (Nürtingen) im Para-Einer PR2.

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Das Frauen-Duo mit Sophia Wolf und Eva Hohoff (Ludwigshafen) kam mit einem Rückstand von +16,78 Sekunden hinter den Booten aus Italien und den USA ins Ziel. Die Männer-Crew mit Johannes Ursprung (Frankfurt/Main), Simon Klüter (Mannheim), Fabio Kress und Joachim Agne belegte beim WM-Sieg Italiens ebenfalls den dritten Platz und musste sich dem Zweiten aus China mit zwei Zehntel Sekunden Abstand nur knapp geschlagen geben.

Deutschland-Achter verpasst das WM-Finale

Neben dem Jubel gab es allerdings auch Frust beim Deutschen Ruderverband (DRV): Erstmals seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking hat der Achter das Finale verpasst. Platz drei im Hoffnungslauf gut fünf Sekunden hinter den Niederlanden und den USA besiegelte das Aus des einstigen DRV-Paradebootes. „Wir haben zu wenig PS an Bord. Dann reicht es nur für 900 Meter Kampf und nicht für 2000. Da gehen uns die Mittel aus und wir kämpfen mit stumpfen Waffen“, klagte Steuermann Jonas Wiesen.

Wie schon drei Tage zuvor beim enttäuschenden vierten Rang im Vorlauf fuhren die Erfolgsgaranten der vergangenen Jahre der Weltspitze deutlich hinterher. Der kurzfristige Ausfall von Julian Garth nach einem positiven Corona-Test erwies sich als zusätzliches Handicap. Nur bis zur 1000-Meter-Marke war das DRV-Team konkurrenzfähig, verlor danach aber den Kontakt zu den beiden führenden Booten. „Der Abstand zur Weltspitze und den olympischen Qualifikationsplätzen ist sehr groß“, konstatierte Schlagmann Torben Johannesen. „Wir haben ordentlich was aufzuholen und müssen im Winter enger zusammenrücken.“

Oliver Zeidler nach Halbfinal-Sieg auf Kurs

Oliver Zeidler bescherte der DRV-Flotte indes einen WM-Lichtblick und erhält die Hoffnung auf eine weitere Medaille. Mit seinem souveränen Halbfinal-Sieg über Graeme Thomas (Großbritannien) und Jordan Parry (Neuseeland) untermauerte der Weltmeister von 2019 aus München seinen Anspruch. Der famose Auftritt schürte seine Vorfreude auf den Skiff-Showdwn am Sonntag (14.44 Uhr): „Jeder wird mit dem Messer im Mund im Boot sitzen“, kommentierte Zeidler mit Verweis auf die engen Abstände in der Weltspitze. Zeidler ist der letzte verbliebene Trumpf des DRV in den Endläufen der olympischen Wettkampfklassen.

Oliver Zeidler aus Deutschland siegte souverän im Einer-Halbfinale der WM in Racice. 
Foto: rný Vít, dpa | Oliver Zeidler aus Deutschland siegte souverän im Einer-Halbfinale der WM in Racice. 

Obwohl Zeidler am Freitag die beste Einer-Zeit fuhr, gab er die Favoritenrolle an Europameister Melvin Twellaar (Niederlande) weiter, gegen den er das Viertelfinale verloren hatte. „Melvin ist hier bisher ungeschlagen. Aber genauso wie 2019, als ich Weltmeister geworden bin, können alle sechs Finalisten den Titel gewinnen.“

Mit Material von dpa

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