Würzburg

Für faires Verhalten ausgezeichnet

Mit der weiblichen Handball-B-Jugend der HSG Volkach (zweiter Preis) – vertreten durch Anna Schlachter (Mitte links), dem Fußball-Jugend-Trainer Christoph Rausch (Mitte Mitte, Jugendpreis), dem Korbballer Oliver Bauer (dritter Preis) – vertreten durch Maximilian Lutz (Mitte rechts) und den Fußballer Lukas Nüse (vorne, erster Preis) – zeichnete die Main-Post einmal mehr Sportler aus der Region für ihr faires Verhalten aus. Bei einer Gala im Vogel Convention Center wurden die Gewinner der Aktion „Fair ist mehr“, die von der Kanzlei Bendel & Partner (im Bild: Jörg Hofmann, hinten links) unterstützt wird, gewürdigt. Die Preise überreichten der Präsident des Deutschen Ruderverbands, Siegfried Kaidel (hinten, Zweiter von links), Stefan Schmitt von der DJK Rimpar Wölfe (hinten Dritter von rechts), die Paralympics-Siegerin Franziska Liebhardt (hinten, Zweite von rechts) und der Trainer der s.Oliver Baskets, Dirk Bauermann (hinten rechts). Ehrengast war der Tischtennis-Star und Olympia-Fahnenträger Timo Boll (hinten, Dritter von links). Foto: Heiko Becker
| Mit der weiblichen Handball-B-Jugend der HSG Volkach (zweiter Preis) – vertreten durch Anna Schlachter (Mitte links), dem Fußball-Jugend-Trainer Christoph Rausch (Mitte Mitte, Jugendpreis), dem Korbballer Oliver ...

Rund 200 Besucher waren am Dienstagabend auf Einladung der Main-Post ins Würzburger Vogel Convention Center gekommen, um bei einem Gala-Abend die Gewinner der jährlichen Fair-ist-mehr-Aktion zu würdigen. Diese wird von der Rechtsanwaltskanzlei Bendel & Partner unterstützt. Unter den Gästen war auch Tischtennis-Star und Olympia-Fahnenträger Timo Boll. Er lieferte sich mit Natalie Greß und Kai Dunkel, Main-Post-Redakteure und Moderatoren des Abends, ein verbales und sportliches Duell an der Platte.

Während der Tischtennis-Star den Journalisten die Bälle -  mit Schläger, Bratpfanne und Bocksbeutel - um die Ohren fliegen ließ, löcherten sie ihn mit Fragen. Eine eigene Unterwäsche-Kollektion wie der englische Ex-Fußball-Star David Beckham hat der 36-Jährige, der 2008 in China zum bestaussehensten Sportler gewählt worden, war zwar nicht. Dafür aber Ehrgeiz, Leidenschaft und Disziplin. Bekannt ist Boll auch für sein faires und sportliches Verhalten.

Auf Siegtreffer verzichtet

Dass für ihn Fairness wichtiger ist als ein Sieg, hatte auch der mit dem ersten Preis ausgezeichnete U-15-Fußballer Luca Nüse von der FG Marktbreit im Mai vergangenen Jahres bewiesen. Im Kreisliga-Spiel  gegen die JFG Schwanberg hatte er gegenüber dem Unparteiischen sein Handspiel zugegeben und damit auf den vom Schiedsrichter bereits gegebenen Siegtreffer verzichtet.

„Dem Gegner gegenüber unfair zu sein, ist auch Betrug an sich selbst“, sagte Paralympics-Gewinnerin Franziska Liebhardt in ihrer Laudatio. Sie übergab den mit 1500 Euro dotierten Preis. Für Luka Nüse scheint diese Weisheit bereits eine Selbstverständlichkeit: „Ich habe nicht überlegt, ich bin einfach direkt zum Schiedsrichter gegangen.“ Seine Mannschaftskollegen brachten der Aktion zunächst wenig Verständnis entgegen. „Letztendlich haben sie es aber verstanden“, sagte der junge Preisträger, der mit einem Augenzwinkern erzählte, dass er noch immer auf den vom Trainer versprochenen Kasten Spezi wartet.

Video

Handballerinnen ausgezeichnet

Mit dem mit 1000 Euro ausgelobten zweiten Preis wurde bei der Fair-ist-mehr-Gala nicht ein Einzelner, sondern die komplette weibliche B-Jugend der HSG Volkach ausgezeichnet. Die Handballerinnen hatten in der Partie gegen den TSV Karlstadt eine der ihren vom Feld genommen und die Partie Sechs gegen Sechs bestritten. Der Grund: Eine der Spielerin der Gäste hatte sich nach 14 Minuten verletzt und der TSV war ohne Wechselspielerin angetreten. „Für mich seid ihr keine Mädels, sondern junge Damen. Eure Aktion zeigt eure Reife“, sagte  Laudator Stefan Schmitt, Kapitän der Zweitliga-Handballer der DJK Rimpar Wölfe. Er betonte, dass so eine Geste alles andere als selbstverständlich sei: „Das war eine geile Aktion der Volkacher Mädels.“

Auch ein Faustballer durfte sich freuen

Über faires Verhalten konnte sich auch Siegfried Kaidel, Präsident des Deutschen Ruderverbands und Sprecher der Olympischen Sportverbände, freuen. Er zeichnete Oliver Bauer mit dem dritten Preis aus. Der Faustballer vom TV Oberndorf/Schweinfurt hatte im Juli vergangenen Jahres beim Turnier um den Champions-Cup den Schiedsrichter korrigiert und auf einen Regelverstoß seinerseits hingewiesen. Mit diesem Verhalten hatte er auf einen bereits gegebenen Punkt verzichtet.

Bauer konnte den mit 500 Euro dotierten Preis am Dienstagabend nicht selbst entgegennehmen, sondern wurde durch seinen Mannschaftskameraden Maximilian Lutz vertreten. Der war dann auch mittendrin als es von allen Anwesenden noch ein Geburtstagsständchen für Kaidel gab, der es sich nicht hatte nehmen lassen, an seinem Ehrentag als Laudator aufzutreten.

Ebenfalls ins Vogel Convention Center gekommen war der Headcoach von s.Oliver Würzburg, Dirk Bauermann. Der wollte zwar nur ungern über seine Mannschaft, dafür aber umso lieber über die Aktion von Christoph Rausch reden. Der bekam den mit 500 Euro dotierten Jugendpreis. Im April vergangenen Jahres hatte der 26-Jährige, damals U-13-Coach beim TSV Gerbrunn, bei der Partie gegen den SC Heuchelhof einen Spieler vom Platz genommen, da die Gäste nur zu acht statt – wie in der U13 üblich - zu neunt hatten antreten können.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Carolin Münzel
David Beckham
Dirk Bauermann
Mediengruppen
Schiedsrichter
TSV Gerbrunn
TSV Karlstadt
Timo Boll
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!