Fußball: DFB-Pokal

Giefer ist auch der Pokal-Torwart der Würzburger Kickers

Ein Wechselspiel im Kasten wird es nicht geben. Gegen Hannover könnte Neuzugang Vladimir Nikolov sein Debüt geben.
Fabian Giefer wird auch beim Pokalspiel gegen Hannover das Tor der Kickers hüten.
Fabian Giefer wird auch beim Pokalspiel gegen Hannover das Tor der Kickers hüten. Foto: foto2press/Frank Scheuring

Jetzt wird es ernst. Wenn am Montagabend (18.30 Uhr) Fußball-Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers in der ersten Runde des DFB-Pokal-Wettbewerbs auf Liga-Kontrahent Hannover 96 trifft, dann zählt nur das Resultat. Die Zeit des Ausprobierens, des Testens ist dann vorbei, auch wenn die Entwicklung noch weiter gehen muss. "Es haben sich in den letzten Wochen alle verbessert. Aber wir sind noch lange nicht am Ende", sagt Trainer Michael Schiele im Rückblick auf die Vorbereitungsphase. Das (Geister-)Spiel gegen die Niedersachsen soll nun die Gewissheit bringen, wie weit Schieles Team nun ist. Ob die Rothosen nun mithalten können in Liga zwei.

Dabei ist Hannover nun nicht unbedingt ein normaler Zweitligist. Nicht nur weil 96 rund 15 Millionen Euro mehr aus dem TV-Topf kassiert als die Würzburger. Für Schiele ist die Mannschaft seines Gegenübers Kenan Kocak "einer der Favoriten" auf den Aufstieg. Die Kickers nehmen bei dieser Partie gerne die Außenseiterrolle. Auch wenn beide Teams nun in der gleichen Spielklasse auf Punktejagd gehen.

Komplett sind beide Kader derzeit noch nicht. Auch Hannover sucht noch nach Spielern. Und die Kickers? Bei denen soll auf jeden Fall noch ein zentraler Mann für das Mittelfeld kommen. Vielleicht noch an diesem Wochenende?  Selbst wenn es kurzfristig noch klappen sollte mit einer weiteren Neuverpflichtung. Ein Kandidat für die Startelf wäre der neue Mann am Montag wohl noch nicht. "Wenn ein Spieler noch gar nicht oder erst ein Mal mit der Mannschaft trainiert hat, stellt man ihn nicht gleich in einer zentralen Rolle auf. Bei einem Stürmer sieht es da schon anders aus", erklärt Schiele. Der erst am Donnerstag verpflichtete bulgarische Angreifer Vladimir Nikolov könnte also bereits am Montag sein Debüt für die Rothosen geben. Zumindest für einen Kurzeinsatz in der Schlussphase ist der 19-Jährige ein Kandidat. "Entwicklungsfähig" nennt der Trainer seinen neuen Schützling.

Letztlich wird es aber jenes Team richten sollen, das zuletzt das Toto-Pokal-Endspiel bei 1860 München im Elfmeterschießen verloren hat. Mittelfeldakteur Niklas Hoffmann, der Winter-Neuzugang hatte in der Rückrunde der vergangenen Saison im defensiven Mittelfeld durchaus überzeugen können, hat nach langwierigen Rückenbeschwerden zwar seine Reha beendet. Bislang hat der 23-Jährige aber noch nicht am Mannschaftstraining teilgenommen und bis er seinen Fitness-Rückstand nach der verpassten Saisonvorbereitung aufgeholt hat, wird es auch noch dauern.

Keinen Tausch wird es indes im Tor geben. Fabian Giefer ist nicht nur für Liga- sondern auch für Pokalspiele gesetzt. "Er hat seine Sache in München gut gemacht und weiß, dass er die Nummer eins ist", sagt Schiele. Vincent Müller, in der vergangenen Rückrunde noch Stammkeeper, bleibt vorerst nur die Zuschauerrolle.

Alles klappen, da ist sich Schiele sicher, wird am Montag bei seinem Team noch nicht. "Wir werden noch nicht auf 100 Prozent sein. Wir müssen uns weiterentwickeln. So wie wir es schon in der Vorbereitung getan haben. Wir haben uns kontinuierlich im taktischen und physischen Bereich verbessert. Wenn wir am Montagabend alles in die Waagschale werfen, dann werden wir ein unangenehmer Gegner sein."

Noch freilich vermisst Schiele den letzten Funken Begeisterung bei seinem Team. "Die Euphorie könnte noch größer sein", sagte er bei der Video-Presserunde am Freitag. Ein Erfolg könnte das freilich schnell ändern. Auch wenn anders als im Vorjahr, als die Kickers Erstligist Hoffenheim einen packenden Pokal-Kampf lieferten und erst im Elfmeterschießen unterlegen war, die stimmungsvolle Kulisse diesmal fehlen wird. "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier", so Schiele: "Man hat sich an die Spiele ohne Publikum schon gewöhnt. Aber die Atmosphäre wird wieder fehlen."

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