Würzburg

Golubytskyi an Stätte ihres größten Erfolges

Bei der WM in Budapest hoffen die Florettfechterinnen aus dem Taubertal auf eine Steigerung.
Wieder im Aufwind: die aus Tauberbischofsheim kommende Florettfechterin Carolin Golubytski (links), hier nach einem Kampf bei der Europameisterschaft in Düsseldorf.
Foto: Federico Gambarini | Wieder im Aufwind: die aus Tauberbischofsheim kommende Florettfechterin Carolin Golubytski (links), hier nach einem Kampf bei der Europameisterschaft in Düsseldorf.

Carolin Golubytskyi kehrt zurück an die Stätte ihres größten Erfolges, vielleicht inspiriert sie das besonders. 2013 war die aus Tauberbischofsheim stammende Florettfechterin im Sportzentrum Syma im Zentrum von Budapest überraschend WM-Zweite geworden. Die  aggressive Italienerin Elisa di Francisca ramponierte  ihr im Halbfinale mit der Faust die Nase, aber trotzdem setzte sich Golubytskyi nach einem mit 13:12 im Sudden Death durch.  Im Kampf um Gold gegen Arianne Errigo (ebenfalls Italien) hatte sie dann nicht mehr genug Kraft, um die 8:15-Niederlage abzuwehren. 

Leonie Ebert saß damals als Kind im Publikum, sechs Jahre später tritt sie in der ungarischen Hauptstadt zusammen mit Golubytski, Anna Sauer (alle Future Fencing Werbach) und Eva Hampel (FC Tauberbischofsheim) aus dem Fechtzentrum Tauberbischofsheim im Florett-Nationalteam an. Die Fecht-WM beginnt am kommenden Montag und läuft neun Tage lang. 

Nur drei Wochen nach der Europameisterschaft in Düsseldorf folgt also bereits das zweite Großereignis der Saison, bei dem auch die meisten Punkte für die Olympia-Qualifikation vergeben werden.  Die deutschen Fechterinnen haben sich mit zwei Trainingslagern an der Tauber und in der Sportschule Hennef intensiv vorbereitet. "Wir waren sehr fleißig. Jetzt ist die Zeit, wo wir uns im Kopf richtig einstellen müssen", sagt Ebert. Als Sechste war die 19-Jährige aus Würzburg im EM-Einzelwettbewerb beste Deutsche gewesen, die Mannschaft blieb mit dem vierten Rang ohne die erhoffte Medaille. "Klar waren wir alle ein bisschen enttäuscht", sagt Ebert, "aber nach der Videoanalyse haben wir das schnell abgehakt." 

Mindestens eine der Topnationen muss für eine WM-Medaille bezwungen werden

Bei der WM ist die Konkurrenz noch stärker, aber dennoch hoffen die Florettfechterinnen an der Donau auf ein besseres Abschneiden als am Rhein. "Unmöglich ist das nicht", sagt Ebert, "wir haben genug Feuer unter dem Hintern." Gerade im Teamwettbewerb ist der Griff nach einer Medaille aber nur möglich, wenn die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Bortolaso über ihren Schatten springt und mindestens eine der Topnationen Russland, Italien, USA und Frankreich bezwingt.   

Einzel- und Teamwettbewerb sind bei der WM auf jeweils zwei Tage verteilt. Am Dienstag startet der Einzelwettbewerb mit der Vorrunde, die Weltranglistensiebte Ebert tritt sogar erst am kommenden Freitag in der Runde der letzten 64 an. "Es ist schon ungewöhnlich, wenn man erst am fünften Wettkampftag einsteigt", sagt sie. Der Teamwettbewerb wird am Sonntag, 21. Juli, und Montag, 22. Juli, ausgetragen.

Der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) geht in Budapest mit den 24 Athleten an den Start, die bereits für die EM nominiert waren. Die größten Hoffnungen ruhen  unter anderem auf den Säbelfechtern, die Europameister geworden waren. Aus Tauberfranken sind neben den vier Florettfechterinnen noch Björn Hübner-Fehrer (Werbach/Herrensäbel), Luis Klein (Herrenflorett) und Beate Christmann (beide Tauberbischofsheim/Damendegen) dabei.

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