Köln

Kickers: Nullnummer in Köln beendet Niederlagenserie

Die Würzburger Kickers müssen nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Michael Schiele weiter auf einen Sieg warten. Seit nunmehr sieben Partien haben die Rothosen nicht mehr gewonnen. Nach zuvor vier Niederlagen in Serie, hakten die Würzburger das 0:0 bei Fortuna Köln aber zumindest als kleinen Schritt nach vorne ab. Dass die Rheinländer die vorangegangenen Partien unter Neu-Trainer Tomasz Kaczmarek mit 0:7 (gegen Wehen Wiesbaden) und 0:6 (in Unterhaching) verloren hatten – geschenkt! Gegen die Kickers würde die Fortuna ein anderes Gesicht zeigen, damit hatten die Kickers gerechnet.

Die Hausherren waren es, die die Angst vor einer erneuten Niederlage zuerst abstreifen konnten. „Man hat gemerkt, dass bei uns niemand einen Fehler machen wollte. Wir haben uns zu wenig zugetraut“, sagte Kickers-Mittelfeldmann Daniel Hägele nach dem Spiel. Dabei hatte Schiele schon zu Beginn mit seiner Aufstellung versucht neuen Mut einzuhauchen. Mit Drittliga-Startelf-Debütant Enes Küc für Simon Skarlatidis und Orhan Ademi anstelle von Dominic Baumann hatte er zwei Veränderungen vorgenommen. Vor allem von Küc erhoffte er sich neuen Schwung. Keinen Tausch gab es überraschenderweise im Tor. Stammkeeper Patrick Drewes hatte nach überstandener Muskelverletzung zwar wieder mit dem Team trainiert, doch nun verhinderte ein Magen-Darm-Infekt seine Rückkehr in den Kasten.

So stand also der in den letzten Wochen oft unsicher agierende und viel kritisierte Drewes-Vertreter Leon Bätge zwischen den Pfosten. Und er machte seine Sache diesmal gut. Bätge hatte nämlich entscheidenden Anteil daran, dass die Rothosen in der ersten Spielhälfte ohne Gegentor blieben. In Eins-gegen-Eins-Situationen gegen Thomas Bröker (24.) und Moritz Hartmann (45.) behielt er die Nerven und strahlte auch ansonsten jene Sicherheit aus, die er zuletzt hatte vermissen lassen. (Lesen Sie auch: Bätge nutzt die Chance)

Es waren nur die beiden besten Gelegenheiten in einer Reihe von Chancen, die die wacklig wirkenden Gäste den Kölnern vor dem Seitenwechsel genehmigten. Trainer Schiele war merklich unzufrieden mit dem Auftreten in der ersten Spielhälfte: „Dass man in unserer Situation ein paar Minuten braucht, um ins Spiel zu kommen ist normal. Aber dass das 45 Minuten dauert, das geht nicht.“

Tatsächlich zeigte sein Team in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht. Mit einer deutlich verbesserten Körpersprache und mehr Zutrauen in den Zweikämpfen waren es nun die Kickers, die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Zeitweise konnten sich die nun nur noch mit dem Verteidigen beschäftigten Hausherren kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Doch es zeigte sich erneut das aus den letzten Kickers-Spielen bereits bekannte Manko: die Rothosen konnten sich trotz Überlegenheit nur wenige echte Torchancen erspielen. Die beste hatte noch der eingewechselte Dennis Mast, der vom ebenso eingewechselten Simon Skarlatidis in der Nachspielzeit mit einem feinen Hackentrick in Szene gesetzt wurde, aber an Fortuna-Keeper Nikolai Rehnen scheiterte.

„Auch wenn es heute kein berauschendes Fußballspiel war, können wir darauf aufbauen, weil wir endlich mal wieder ohne Gegentor geblieben sind,“ stellte Hägele einen Fakt heraus, den auch Schiele als „sehr wichtig“ bezeichnete. Erst zum vierten Mal in dieser Saison stand bei den Rothosen hinten die Null. Auch Startelf-Debütant Enes Küc sagte: „Wir müssen das Positive an diesem Spiel sehen. Wir haben die Niederlagenserie gestoppt. Jetzt wollen wir eine neue Erfolgsserie starten.“ Die wird auch nötig sein, um sich schnell wieder von der Abstiegszone zu entfernen. Mit dem torlosen 0:0 im tristen Kölner Nieselregen haben die Rothosen den Abstand auf den ersten Abstiegsrang immerhin von einem auf zwei Zähler verdoppelt.

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Frank Kranewitter
FC Würzburger Kickers
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