Würzburg

Kickers-Trainer Santelli lässt Frage nach seiner Zukunft offen

Der Trainer der Rothosen ist trotz der 0:4-Niederlage beim FC St. Pauli von seinem Weg überzeugt und glaubt die Mannschaft stehe "besser da als vor Wochen und Monaten".
'Ich hoffe noch, dass ich irgendwann aufwache und dass das nur ein Albtraum war', so Kickers-Trainer Ralf Santelli nach dem 0:4 beim FC St. Pauli.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | "Ich hoffe noch, dass ich irgendwann aufwache und dass das nur ein Albtraum war", so Kickers-Trainer Ralf Santelli nach dem 0:4 beim FC St. Pauli.

Erklären konnte sich Ralf Santelli diese Leistung nicht. 0:4 (0:3) hatten die Würzburger Kickers ihr Spiel beim besten Rückrundenteam der Zweiten Fußball-Bundesliga, dem FC St. Pauli, verloren. Dabei war an den letzten Spieltagen doch der Zauber eines neuen Anfangs bei den Kickers zu spüren gewesen. Die Stimmung hatte sich merklich aufgehellt, ein neuer Geist schien zu spüren zu sein beim Tabellenschlusslicht. Sollte das alles nur Einbildung gewesen sein? Oder eines dieser Strohfeuer, wie sie schon öfter mal zu sehen waren in dieser Kickers-Saison: ein kurzes Aufflackern, ein kleiner Hoffnungsschimmer, der gleich wieder verschwunden ist? 

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Von einem "kollektiven Versagen" hatte Santelli bereits auf der Pressekonferenz gesprochen. Danach nahm er sich noch einmal Zeit für Nachfragen - nicht selbstverständlich nach einem Spiel wie am Samstag. "Ich hoffe noch, dass ich irgendwann aufwache, und dass das nur ein Albtraum war. Aber ich fürchte, es wird nicht passieren", sagte Santelli am Samstag in Hamburg, ehe es mit dem Bus auf die A 7 in Richtung Würzburg ging.

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"Die Mannschaft steht insgesamt viel besser da als vor Wochen und Monaten", war der Trainer, der zwar zusammen mit Sportvorstand Sebastian Schuppan die Verantwortung trägt, bei den Einheiten unter der Woche wie auch am Spielfeldrand aber alleine die Kommandos gibt, überzeugt: "Wir haben diesmal eine auf die Mütze bekommen. Aber man muss trotz aller Hochs und Tiefs schauen, dass die Kurve insgesamt nach oben geht. Und das können wir, glaube ich, in nächster Zeit hinbekommen." Die Entwicklung, so versuchte Santelli zu betonen, bleibe positiv. Am Millerntor war davon nichts zu sehen.

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Ob am Ende womöglich die ständige Rotation nicht zur Leistungssteigerung beigetragen hat? Nach dem 2:1 in Hannover hatte der Trainer seine Startelf schon zum Spiel gegen Nürnberg (1:1) auf fünf Positionen verändert. Bei der Partie auf St. Pauli gab es erneut fünf Veränderungen. "Es war diesmal völlig egal, wer auf dem Platz stand. Das war einfach ein Kollektivversagen. Es war auch egal, wer eingewechselt wurde. Es hat nichts verändert," so Santelli auf die Frage, ob die Wechselspiele sein Team zusätzlich verunsichert hatten.

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Und wie sieht es mit Santellis Zukunft aus? Will der 52-Jährige womöglich auch nach Saisonende Cheftrainer der Kickers sein? "Im Moment stecken wir mittendrin in der zweiten Englischen Woche. Wenn die rum ist, ist mal ein bisschen Zeit, um sich auch über andere Dinge Gedanken zu machen. Dann werden wir uns irgendwann entscheiden. Wir haben bislang noch nicht darüber gesprochen", sagt Santelli: "Ich fühle mich aber im Jugendbereich sauwohl. Und ich habe aktuell vor, dort noch weitere zwei Jahre in Würzburg etwas aufzubauen."

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