Aubstadt

Kickers wollen zurück in die Erfolgsspur

Beim Pokalspiel in Aubstadt ist das Weiterkommen für die Würzburger Pflicht. Warum es für die Aubstädter Christopher Bieber und Nico Purtscher ein besonderes Spiel ist.
'Wir wollen gegen die Kickers für eine Überraschung sorgen, sagt Aubstadts Torjäger Christopher Bieber, der von 2012 bis 2016 in Würzburg gespielt hat.
Foto: Rudi Dümpert | "Wir wollen gegen die Kickers für eine Überraschung sorgen, sagt Aubstadts Torjäger Christopher Bieber, der von 2012 bis 2016 in Würzburg gespielt hat.

Fußball Toto-Pokal Achtelfinale auf Landesebene

TSV Aubstadt – FC Würzburger Kickers

(Dienstag, 17.30 Uhr, Schulstadion)

 Ein Regionalliga-Aufsteiger, der als Tabellenvierter gerade einen Lauf hat, fordert einen Drittligisten, der zuletzt große Lücken in der Abwehr hatte und nach zwei Niederlagen in Folge auf einem Abstiegsplatz (18.) steht: Das ist die reizvolle Ausgangslage vor der Pokalpartie in Aubstadt, wo die Elf von Kickers-Trainer Michael Schiele unbedingt den nächsten Schritt Richtung Pokalsieg machen will.

Die beiden Kontrahenten pflegen ein gutes Verhältnis, haben seit Saisonbeginn eine Kooperation. Und die führt dazu, dass mit Nico Purtscher heute ein 18-Jähriger bei den Gastgebern im Tor spielen wird, der bei den Kickers unter Vertrag steht. Purtscher war bei seinem Startelf-Debüt in Illertissen (2:1) ein Erfolgsgarant und sieht auch gegen die Würzburger eine reelle Chance. „In einem Spiel ist alles möglich“, findet der Keeper, der sozusagen Werbung in eigener Sache machen könnte.

Hat gut lachen: Aubstadts Torwart Nico Purtscher. Der 18-Jährige hat bei Pokalgegner Würzburger Kickers einen Vertrag und spielt sozusagen beim Drittligisten vor.
Foto: Rudi Dümpert | Hat gut lachen: Aubstadts Torwart Nico Purtscher. Der 18-Jährige hat bei Pokalgegner Würzburger Kickers einen Vertrag und spielt sozusagen beim Drittligisten vor.

Richtig groß ist die Vorfreude auf die Partie auch bei Christopher Bieber. „Ich habe eigentlich nur gute Erinnerungen an Würzburg“, sagt der 30-Jährige, der von 2012 bis 2016 drei Jahre in der Regionalliga und eine Saison in der Dritten Liga am Dallenberg auf Torejagd gegangen ist. Viele Freunde habe er dort gefunden, doch beim Pokalspiel gebe es keine Verwandten. „Wir treten nicht an, um irgendwie auszuscheiden. Wir haben uns viel Selbstvertrauen zugelegt und wollen für eine Überraschung sorgen.“ Er sei ganz entspannt, sagt Bieber und findet, das Würzburg mehr unter Druck steht.

Das ist eher eine leichte Untertreibung, zumal der Drittligist als eines seiner Saisonziele ausgegeben hat, den Totopokal wie vergangene Saison (3:0 im Finale gegen Viktoria Aschaffenburg) zu gewinnen Schließlich war Lohn der Mühen das ausverkaufte Topspiel gegen in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim, das erst mit 7:8 im Elfmeterschießen verloren gegangen war. Für das Achtelfinale im Landespokal haben sich die Kickers durch Siege in Mosbach (5:3) und Kasendorf (4:1) qualifiziert, Aubstadt durch ein 3:0 beim Würzburger FV und ein 6:0 beim SC Feucht.

Kickers-Trainer Michael Schiele freut sich, dass bereits drei Tage nach dem 0:2 gegen Zwickau das Pokalspiel in Aubstadt ansteht: „Ich werde diesmal mehr Spieler der ersten Elf aufbieten“, kündigt er an und zollt dem Herausforderer viel Respekt. „Aubstadt hat einen kleinen Lauf, viel Selbstvertrauen, erst recht zu Hause. Es wird schwer, das Spiel hat einen ganz eigenen Charakter.“

Das Training am Montag sei gut gewesen, es sei „Freude drin gewesen“ auf die Partie in Aubstadt. Allerdings stehen Schiele und seine Schützlinge unter Erfolgsdruck: Das Weiterkommen ist Pflicht beim Duell Feierabendfußballer gegen Profis. Ein weiterer Rückschlag würde die Arbeit bis zum nächsten Punktspiel in Mannheim (14. September) nicht gerade angenehmer machen.

Simon Rhein kommt vom 1. FC Nürnberg

Doch es gibt eine gute Nachricht: Kurz vor Transferschluss haben die Kickers mit Simon Rhein einen flexibel einsetzbaren Mittelfeldspieler bis Saisonende vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Der 21-Jährige hat in der vergangenen Saison achtmal für den Club in der ersten Liga gespielt.

„Simon ist ein ballsicherer Spieler mit einer hohen Passqualität. Er bringt eine große Ruhe am Ball mit und kann im Zentrum mehrere Positionen bekleiden", freut sich Schiele. Auf dem Zettel sei Rhein schon länger gestanden, doch der Wechsel erst jetzt realisierbar geworden. „Es ging dann schnell, war ein gutes Gespräch mit klaren gegenseitigen Vorstellungen“.

Ausgebildet wurde er bei Bayer Leverkusen, 2017 war der 1,80-Meter-Mann dann zum Club gewechselt. Ob er schon im Pokalspiel eingesetzt werden kann, ist noch offen. Simon Rhein freut sich auf seine neue Aufgabe: „Ich will in Würzburg so viele Einsatzminuten wie möglich sammeln, Verantwortung übernehmen und dabei helfen, nach der Länderspielpause in die Erfolgsspur zurückzukehren.“

Fußball-Totopokal, Achtelfinale
TSV Aubstadt – FC Würzburger Kickers,  TSV 1865 Dachau – 1860 München, DJK Vilzing - SV Heimstetten,  SV Schalding-Heining - VfR Garching (alle Dienstag, 17.30 Uhr); FC 05 Schweinfurt – FC Ingolstadt (Dienstag, 18 Uhr); Eintracht Bamberg – Viktoria Aschaffenburg, SV Türkgücü München - SpVgg Unterhaching, FC Memmingen - FV Illertissen (alle Dienstag, 19 Uhr).
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