Schweinfurt

Regionalligisten aus der Region tragen Unterbrechung mit

Der Bayerische Fußball-Verband hat unter den Viertligisten in seinem Geltungsbereich ein Meinungsbild abgefragt und Zuspruch für seine Linie erhalten.
Im Herbst ist es ähnlich, wie es bereits im Frühjahr gewesen ist: In Bayern ruht der Fußball-Spielbetrieb  der Amateure.
Foto: Heiko Becker | Im Herbst ist es ähnlich, wie es bereits im Frühjahr gewesen ist: In Bayern ruht der Fußball-Spielbetrieb  der Amateure.

Dass der Bayerische Fußball-Verband (BFV) in der vergangenen Woche wegen steigender Coronazahlen eine Unterbrechung der Saison in allen seinen Klassen bis mindestens zur Jahreswende verkündet hat, trifft auch die Regionalliga Bayern. Diese ist eine Schnittstelle zu den drei Profiligen und beherbergt einen Mix aus Zweiten Mannschaften der Lizenzvereine, ambitionierten Traditionsklubs sowie klassischen Amateurvereinen. Weil es aufgrund dieser Zusammenstellung unterschiedliche Interessenslagen gebe, sei der Verband bereits vor der Unterbrechung des Spielbetriebs gezielt auf die 17 bayerischen Regionalligisten zugegangen, um deren Meinungsbild abzufragen, teilt der BFV auf seiner Homepage mit.

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"14 der 17 Vereine sprachen sich dabei für eine Unterbrechung aus, zwei davon mit ergänzenden Ausführungen. Drei Vereine stimmten dagegen oder sahen eine mögliche Unterbrechung in ihren Ausführungen kritisch", so der BFV in der Mitteilung. Das Votum galt unabhängig von einer möglichen Einstufung der Regionalliga Bayern als Profiliga durch die Politik. Denn nur bei einer solchen Einstufung hätte der Spielbetrieb unter den gegenwärtigen Beschränkungen überhaupt fortgeführt werden können.

Schweinfurter in Kurzarbeit

Auch die Vereine aus der Region tragen die Unterbrechung mit. Für den FC 05 Schweinfurt bestätigte Geschäftsführer Markus Wolf seine Zustimmung zum Vorgehen des Verbands. Der FC 05  hatte am Dienstag noch ein Erst-Runden-DFB-Pokalspiel beim Bundesligisten FC Schalke 04 bestritten und bei der 1:4-Niederlage eine respektable Leistung gezeigt. Bereits vor der Partie hatte Wolf angekündigt, seine unter Profibedingungen arbeitenden Fußballer anschließend in Kurzarbeit schicken zu wollen, weil dies wirtschaftlicher sei, als um eine behördliche Einstufung als Profis zu kämpfen und die Runde anschließend ohne Zuschauer fortzusetzen. Wie Wolf am Sonntag mitteilte, sind die FC-05-Fußballer mittlerweile in Kurzarbeit.

Beim TSV Aubstadt hatte Trainer Victor Kleinhenz bereits nach der 3:6-Niederlage am 31. Oktober beim 1. FC Nürnberg II "Frohe Weihnachten" gewünscht. Kaum verwunderlich, dass sie bei den Kickern aus dem Grabfeld der Unterbrechung zugestimmt haben. Dies bestätigte Pressesprecher Philipp Müller auf Anfrage dieser Redaktion.

Und selbst beim dritten unterfränkischen Vertreter, dem SV Viktoria Aschaffenburg, der sich in diesem Herbst auf Platz eins der Klasse vorgearbeitet hat, herrscht Verständnis für die Unterbrechung. Trainer Jochen Seitz bezeichnete gegenüber dem Aschaffenburger Main-Echo die Beendigung des Spielbetriebs für dieses Jahr für sein Team zwar als "traurig", weil es zuletzt so gut gelaufen sei. Doch der Ex-Profi machte klar, dass es angesichts der Infektionslage "schon die richtige Entscheidung" gewesen sei.

Von Seiten des Verbands wird betont, dass er die Entscheidung im Einvernehmen mit den Vereinen habe treffen wollen. "Mit dem Ergebnis haben die Regionalligisten aber ein klares Signal an den Verband gesandt", erklärt Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb zuständig ist.

"Die Gesamtlage wird permanent analysiert und es wird fortlaufend geprüft, ob der Spielbetrieb frühzeitig im neuen Jahr wieder aufgenommen werden kann – vorausgesetzt eine entsprechende Pandemielage und kein behördliches Verbot. Es ist weiterhin die klare Zielsetzung, sowohl die Regionalliga als auch den Ligapokal zwischen Januar und Mai 2021 zu Ende spielen zu können", macht der BFV in seiner Erklärung deutlich.

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