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Rimpar gegen Gummersbach: Greifen die Wölfe in den Aufstiegskampf ein?

Der Druck ruht auf dem Team von Gudjon Valur Sigurdsson. Der Isländer ist der Star des torstarken Tabellenzweiten. Und er hat selbst schon mal in der s.Oliver Arena gespielt.
Bis 2020 Weltklasse-Handballer, inzwischen Trainer des Zweitliga-Zweiten VfL Gummersbach: Gudjon Valur Sigurdsson kommt an diesem Donnerstag in die Würzburger s.Oliver Arena zum Nachholspiel gegen die DJK Rimpar Wölfe. 
Foto: Imago | Bis 2020 Weltklasse-Handballer, inzwischen Trainer des Zweitliga-Zweiten VfL Gummersbach: Gudjon Valur Sigurdsson kommt an diesem Donnerstag in die Würzburger s.Oliver Arena zum Nachholspiel gegen die DJK Rimpar ...

Handball, 2. Bundesliga
DJK Rimpar Wölfe - VfL Gummersbach
(Donnerstag, 20 Uhr, s.Oliver Arena)

Gudjon Valur Sigurdssons Worte klingen noch nach: Ende November, vor dem geplanten Hinspiel seines VfL Gummersbach (2. Platz/37:9 Punkte) bei der DJK Rimpar Wölfe (11./21:27), sagte der Trainer des Handball-Zweitligisten im Interview mit dieser Redaktion: "Wir wollen wieder aufsteigen. Wir haben maximalen Respekt vor jedem Gegner und schauen immer nur auf den nächsten."

Das ist jetzt, mit viereinhalb Monaten Verspätung, endlich Rimpar. An diesem Donnerstag kommt der Traditionsverein und Tabellenzweite zur Nachholpartie nach Würzburg, nachdem das damalige Duell wegen eines Corona-Falls beim VfL abgesagt worden war. In nur zwei Wochen, am 21. April, gastieren die Unterfranken dann zum Rückspiel bei den Oberbergischen.

Wiedersehen mit Ex-Klub für Dayan und Bialowas

Das Team von Ceven Klatt ist heiß auf diesen Höhepunkt der Saison – und nach dem souveränen Sieg über den VfL Lübeck-Schwartau auch "guten Mutes", wie der Trainer sagt. "Wenn wir wieder so am Maximum agieren, können wir auch gegen Gummersbach eine Überraschung schaffen. Wir müssen vor allem mental stark sein. An Motivation sollte es gerade diesmal nicht fehlen."

Damit meint Klatt nicht nur Mittelmann Yonatan Dayan und Rückraum-Allrounder Yannik Bialowas, für die es ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Klub gibt. Wobei der DJK-Coach auch betont: "Der VfL hat den Kader mit der höchsten individuellen Qualität in der Liga."

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Die drei österreichischen Nationalspieler Alexander Hermann im linken und Janko Bozovic im rechten Rückraum sowie Raul Santos auf Linksaußen sind die Toptorschützen des erfolgreichsten Angriffs der Liga (29,3 Tore pro Partie), der allerdings auch eine starke Abwehr stellt mit einer unbequemen 5:1-Variante. Zwischen den Pfosten steht mit Matthias Puhle die Nummer eins mit den meisten Paraden (248) und der besten Quote (37 Prozent).

Der Star der Gäste ist dennoch Sigurdsson. Der 41-Jährige hatte selbst schon in der s.Oliver Arena gegen die Wölfe das Vergnügen: in einem Test im Sommer 2017, damals noch im Trikot der Rhein-Neckar Löwen. Die Mannheimer waren nur einer der internationalen Topklubs, bei denen der Isländer in mehr als zwei Jahrzehnten als Profi unter Vertrag stand.

Sigurdssons Karriere bei Weltklubs 

Mit dem FC Barcelona gewann der Weltklasse-Linksaußen die Champions League (2015), außerdem mehrere Pokale und acht nationale Meistertitel in fünf Ländern und Ligen – den letzten im Frühjahr 2020 mit Paris St. Germain in Frankreich. Danach beendete Corona die aktive Karriere des 364-fachen isländischen Nationalspielers, der 2008 Olympia-Silber holte und mit 1875 Treffern der weltweit erfolgreichste Länderspieltorschütze ist. Vor fast genau einem Jahr, am 29. April, gab er seinen Rücktritt bekannt.

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Dann kehrte Sigurdsson nach Gummersbach zurück – diesmal an die Seitenlinie. "Ich fand vor allem seine Einstellung als Aktiver sehr gut: Man hat gesehen, dass er immer 100 Prozent gibt", sagt Klatt über den Kollegen. "Sein erstes Jahr als Trainer wird danach bewertet werden, ob der Aufstieg gelingt, den man mit diesem Kader erwarten kann." Aktuell steht nur der HSV Hamburg mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Altmeister.

Für das große Ziel "müssen wir jeden Tag hart arbeiten, denn kein einziges Spiel haben wir schon vorher gewonnen", sagte Sigurdsson damals im Interview. Wie Recht er hatte, zeigte sich während eines kleinen, auch durch Verletzungen bedingten Tiefs ab Mitte Februar, als Gummersbach zu Hause gegen Großwallstadt (28:29) sowie deutlich in Fürstenfeldbruck (25:32) und Hamburg (22:29) verlor. Da Verfolger Nettelstedt-Lübbecke nur einen Punkt Rückstand hat, ist der VfL fast zum Siegen verdammt: Der Druck, er ruht nicht auf Rimpar.

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