Basketball: Bundesliga

s.Oliver Würzburg: Die Starting5 zu den Gästen aus Frankfurt

Mit Lamont Jones (am Ball), hier im Januar 2019 in Ludwigsburger Diensten im Duell mit dem Würzburger Florian Koch,  haben die Skyliners Frankfurt den Topscorer der Bundesliga in ihren Reihen.  Foto: Heiko Becker

Starting5: Fünf Fakten zu den Fraport Skyliners Frankfurt

Der Klub

"20 Jahre Skyliners" hat der Klub in diesem Jahr groß gefeiert. 1999 zog der Verein mit der Lizenz des "Rhöndorfer TV" aus dem Rheinland in die Bankenmetropole um. Treibende Kraft damals wie heute war und ist Gunnar Wöbke. Der promovierte Haushalts- und Ernährungswissenschaftler war einst selber Bundesliga-Spieler in Rhöndorf und später mit bereits 27 Jahren Manager des Klubs. In Frankfurt ist er von Beginn als geschäftsführender Gesellschafter dabei, feierte mit dem Pokalsieg 2000, der Meisterschaft 2004 und dem Gewinn des "Fiba EuropeCup" 2016 drei Titel. "Es waren natürlich ganz viele unfassbar emotionale Momente dabei", erinnert sich Wöbke in der "Hessenschau", und freut sich besonders darüber,  "dass wir das Ziel, in der Rhein-Main-Region Basketball für alle anzubieten, umgesetzt haben und nun schon Kinder von hier Nationalspieler oder NBA-Profis werden. Das ist auch weiter eine große Motivation für uns." An Visionen für die Skyliners mangelt es dem 52-Jährigen nicht (lesen Sie dazu auch "Das Besondere"), aktuell aber steht der Klub mit drei Siegen und vier Niederlagen auf Rang zehn im Tabellen-Mittelfeld der Basketball-Bundesliga (BBL).

Der Trainer

Lückenbüßer oder Dauerlösung? Offiziell nur für die laufende Saison hat Sebastian Gleim das Ruder bei den Skyliners übernommen. Der 35-Jährige, der vergangene Spielzeit noch die ProB- und NBBL-Mannschaft des Klubs trainierte, soll Gordon Herbert ein Jahr lang vertreten. Solange lässt der Kanadier seinen Vertag bei den Hessen ruhen, um als gleichberechtigter Cheftrainer neben Nick Nurse, Headcoach von NBA-Champion Toronto Raptors, die Nationalmannschaft seines Heimatlandes durch die "AmeriCup 2021"-Qualifikation zu führen. Ob der 60-Jährige und 2004er-Meistertrainer, der 2000/01 bei der damaligen DJK s.Oliver Würzburg seine Trainer-Laufbahn in Deutschland startete, danach tatsächlich zurückkehrt, wird sich nicht zuletzt aufgrund immer wieder auftretender gesundheitlicher Probleme (Rücken) erst noch zeigen müssen.

Der Schlüsselspieler

Mit Lamont Jones haben die Skyliners den aktuellen BBL-Topscorer in ihren Reihen. Durchschnittlich 20,4 Punkte pro Partie erzielt der 29-Jährige, verteilt zudem starke 5,7 Assists an seine Mitspieler. Liga-Erfahrung sammelte der US-Guard in den  beiden vergangenen Spielzeiten beim Mitteldeutschen BC und zuletzt den MHP Riesen Ludwigsburg. "Er ist ein echter Scorer, mit dem Ball in der Hand sehr dominant und geht auch oft an die Freiwurflinie. Wir müssen ihm den Spaß am Spiel nehmen", sagt Baskets-Cheftrainer Denis Wucherer. Zweiter Spieler im Team, der durchschnittlich zweistellig punktet, ist Center Leon Kratzer (22). Der 2,11-Meter-Hüne, vor zwei Jahren als Bamberger Leihspieler für s.Oliver Würzburg auf Korbjagd, bringt es im Schnitt auf 10,1 Punkte und 8,6 Rebounds pro Begegnung.

Die Bilanz

Ausgeglichen ist die Bilanz zwischen s.Oliver Würzburg und den Fraport Sykliners Frankfurt in den sieben gemeinsamen BBL-Jahren. Von den insgesamt 14 Aufeinandertreffen konnten beide Klubs je die Hälfte gewinnen. Vergangene Saison jedoch entschieden die Baskets beide Begegnungen für sich. Am 17. März 2019 behielten die Würzburger nach einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung deutlich mit 91:77 (41:29) die Oberhand, das Rückspiel nur knapp drei Wochen später am 4. April in der heimischen s.Oliver Arena entschieden sie mit 72:63 (29:37) für sich.

 

Das Besondere

Klappern gehört zum Handwerk, vor allem wohl dann, wenn man wie die Skyliners im Schatten der schier übermächtigen Eintracht um mediale Aufmerksamkeit buhlen muss. So formuliert der Klub in Person von Gunnar Wöbke vor Saisonbeginn gerne hohe Ziele, vor der letzten Runde wollte der Klub unter die besten Vier nach der Hauptrunde stehen und den Pokal gewinnen. Am Ende verpassten die Skyliners aber die Play-offs und schieden im Pokal-Halbfinale krachend gegen Alba Berlin aus (70:105). Vor dieser Saison haben die Skyliners einen neuen Drei-Jahres-Plan aufgelegt, "und in zwei Jahre wollen wir um Titel mitspielen", so Wöbke im BIG-Saisonheft. Und sollte es eines Tages mit der neuen Multifunktionshalle was werden, geht es laut Wöbke nicht um eine mögliche Teilnahme an der EuroLeague: "Unser Ziel ist es, diese Liga zu gewinnen." 

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