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Sharks verlieren erstes Halbfinalspiel knapp

Gestoppt: Jessika Schiffer und die BVUK. Sharks Würzburg haben das ersten Play-off-Halbfinale gegen die DJK Brose Bamberg (links Viktoria Waldner, rechts Liisi Sokman) verloren.
Foto: Patrick Wötzel | Gestoppt: Jessika Schiffer und die BVUK. Sharks Würzburg haben das ersten Play-off-Halbfinale gegen die DJK Brose Bamberg (links Viktoria Waldner, rechts Liisi Sokman) verloren.

Halbfinale Spiel 1

BVUK. Sharks Würzburg – DJK Brose Bamberg 66:71 (15:18, 17:24, 15:12, 19:17)

Die Tagesform würde entscheiden, hatte Janet Fowler-Michel prognostiziert. Die Trainerin der BVUK. Sharks Würzburg hat Recht behalten: Vor allem die Kanadierin Stephanie Kleysen konnte im ersten Halbfinale gegen Bamberg im Angriff kaum Akzente setzen – ein entscheidender Faktor für die knappe 66:71-Niederlage der Haie am Sonntag.

Dabei hatte alles so gut angefangen: Gerade mal sechs Sekunden waren gespielt, da hatte Kleysen mit einem Block den ersten Angriff der Gäste gestoppt. Die Bambergerinnen lagen trotzdem mit 0:5 vorne, ehe die Sharks richtig im Spiel waren und mit drei Dreiern in Folge mit 9:5 in Führung gingen. Danach entwickelte sich bis ins zweite Viertel das erwartet enge Spiel, ehe sich Kleysen mit drei frühen Fouls selbst aus der Partie nahm und den Rest der ersten Halbzeit nicht mehr eingreifen konnte.

Kleysen: "Es war heute einfach nicht mein Tag"

Die Gäste nutzten diese Phase, um sich bis zur Pause zweistellig abzusetzen. Vor allem die starke US-Centerin Viktoria Waldner war kaum zu stoppen und erzielte elf ihrer 15 Punkte vor der Pause. „Es war heute einfach nicht mein Tag. Es ist für mich immer schwierig, wenn ich Foulprobleme habe, denn dann kann ich nicht mehr so aggressiv spielen wie sonst. Das einzig Gute ist, dass wir in der Serie noch zwei Spiele haben, die wir gewinnen können“, so Kleysen.

Nicht nur ihre aggressive Verteidigung fehlte den Sharks über weite Strecken, auch im Angriff lief es bei der 24-Jährigen nicht rund: Ihren ersten Punkte erzielte sie in der 27. Minute von der Freiwurflinie, am Ende waren es nur fünf. „Es war heute leider ein sehr unglückliches Spiel von Steph, nicht nur durch die Foulbelastung. Die Bambergerinnen haben sie mit ihrer sehr physischen Verteidigung auch offensiv nicht in den Rhythmus kommen lassen“, sagte Fowler-Michel. „Trotzdem bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und hatten die Chance auf den Sieg.“

Würzburgs Top-Scorerinnen mussten auf die Bank

Nach einem Vierzehn-Punkte-Rückstand (40:54, 27. Minute) starteten die Haie ihre Aufholjagd: Nur sieben gegnerische Punkte ließen sie in den folgenden zehn Spielminuten zu und waren so knapp vier Minuten vor dem Ende nach einem Dreier von Jessika Schiffer wieder auf zwei Zähler heran (59:61, 37. Minute).

Leider hatte Kleysen zu diesem Zeitpunkt bereits ihr fünftes Foul kassiert und war endgültig zum Zuschauen verurteilt, kurze Zeit später erwischte es Laura Zdraveska. Die Bambergerinnen nutzten die Abwesenheit der beiden besten Scorerinnen aus und entschieden das Spiel in der Schlussphase unter anderem durch sechs sicher verwandelte Freiwürfe der 16-jährigen Julia Förner.

Entscheidung kann schon am Samstag fallen

„Es war ein typisches Play-off-Spiel von zwei Mannschaften, die sich sehr lange und gut kennen“, sagte Bambergs Trainer Ulf Schabacker: „Wir hatten Kleysen heute gut im Griff. Wenn wir das im zweiten Spiel wieder schaffen, sehe ich nicht so schwarz.“ Ein Bamberger Heimsieg am Samstag würde den Finaleinzug für die Oberfränkinnen bedeuten. Im Falle eines Würzburger Erfolgs wird die Serie eine Woche später im dritten Spiel in der Feggrube entschieden. Fowler-Michel bleibt optimistisch: „Ich habe den Mädels schon gesagt, dass wir noch zwei Spiele in der Serie haben werden.“

Die Statistik des Spiels


Würzburg: Schiffer 12 Punkte/4 Dreier (6 Assists), Zdravevska 11/3, Rieß 7, Kirchhoff 7 (6 Rebounds), Wucherer 6/1, Zipser 6, Kleysen 5/1, Jäger 4, Riedmann 4, Herold 2, A. Werner 2.
Bamberg: Waldner 15 (14 Rebounds), Furman 13/1, Förner 13/1 85 Assists), Sokman 12/4, Perv 7, Landwehr 4, Zeis 4, Hesselbarth 3/1.
Spielfilm: 9:5 (5. Minute), 23:31 (17.), 40:54 (27.), 59:61 (36.), 66:71 (Endstand).

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