Thüngersheim

Sieg und Niederlage am Grünen Tisch

Torjäger: Stürmer Vadim Lobanow (links) erzielte am zweiten Spieltag in Thüngersheim zehn Treffer für die Ballbusters Würzburg.
Foto: H.-J. Dietrich | Torjäger: Stürmer Vadim Lobanow (links) erzielte am zweiten Spieltag in Thüngersheim zehn Treffer für die Ballbusters Würzburg.

Elektrorollstuhl-Hockey

Zweite Bundesliga
 

Bochum – Berlin 4:1
Ludwigshafen – Neuwied 6:2
Würzburg – Bochum 4:10
Berlin – Ludwigshafen 0:10
Würzburg – Neuwied 10:3*
Ludwigshafen – Bochum 8:1
Neuwied – Berlin 3:2
Würzburg – Ludwigshafen 4:9
Bochum – Neuwied 7:1
Würzburg – Berlin 1:4*

*Die Partien wurden nach Protesten für Neuwied (gegen Würzburg) und für Würzburg (gegen Berlin) gewertet.

1. Ludwigshafen 15 Punkte
2. Bochum 13 Punkte
3. Würzburg 6 Punkte
4. Neuwied 4 Punkte
5. Berlin 0 Punkte

Der zweite Spieltag der zweiten Elektrorollstuhl-Hockey-Bundesliga verlief für Gastgeber Ballbusters Würzburg in der Thüngersheimer Raiffeisensporthalle denkbar ungewöhnlich: Erst verloren die Würzburger Punkte am Grünen Tisch, die sich sich mit einem erfolgreichen Protest in einer anderen Partie wieder holten.

Gegen die Hurricanes aus Bochum hagelte es trotz anfänglichen hohen Ballbesitzes eine deftige 4:10 Niederlage. Im zweiten Spiel gegen die Flashboy Runners aus Neuwied lief dann alles anders. Mit großer Unterstützung des Publikums, unter ihnen auch die Thüngersheimer Weinprinzessin Gloria Bauer sowie die neue Bundestrainerin Margot Kainz und ihr Assistent Stefan Utz, spielten sich die Akteure in einen wahren Rausch. Mit sieben Toren von Sandra Steiner und drei Treffern von Vadim Lobanow gab es einen 10:3-Sieg. Außerdem parierte Torwart Christian Wendel auch noch einen Penalty. Umso größer war das Entsetzen, als die Teamleitung aus Neuwied Protest einreichte, weil ihrer Meinung nach die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Rollstuhls von Steiner überschritten wurde. Eine Überprüfung auf einem nicht geeichten Messgerät zeigte letztlich drei unterschiedliche Ergebnisse, darunter auch eine Überschreitung von mehr als zwei Stundenkilometern. Das Kampfgericht gab dem Protest schließlich statt, wertete das Spiel für Neuwied und sperrte Sandra Steiner für ein Spiel.

Ohne die Stürmerin wurde dann auch das Spiel gegen Ludwigshafen mit 4:9 verloren. Im letzten Match gegen die Rocky Rolling Wheels aus Berlin sollte endlich gepunktet werden. Trotz zahlreicher Angriffe von Lobanow und Steiner kamen die Würzburger gegen die total defensiv eingestellten Berliner nur zu wenigen Chancen. Mit schnell ausgeführten Kontern erzielte der Gegner vier Tore. Selbst die Aufgabe der Torwart-Position konnte nicht verhindern, dass die Würzburg nach der 1:4-Niederlage den Spieltag ohne Zählbares beendeten. Doch nun legten die Würzburger Protest ebenfalls wegen eines zu schnellen Rollstuhls ein. Auch hier wurde dem Protest stattgegeben und das Spiel letztlich doch noch für die Ballbusters gewertet.

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